{"id":1087,"date":"2016-03-29T19:22:32","date_gmt":"2016-03-29T19:22:32","guid":{"rendered":"http:\/\/web176.138.hosttech.eu\/memorial\/?page_id=1087"},"modified":"2016-05-15T08:59:09","modified_gmt":"2016-05-15T08:59:09","slug":"sumerer-bis-1900","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/?page_id=1087","title":{"rendered":"Sumerer bis 1900"},"content":{"rendered":"<p><strong>Von den Sumerer bis zu den Germanen<br \/>\n<\/strong>\u00c4lter als 5000 Jahre soll das k\u00fchle Nass sein, das im Hochsommer unseren Durst so herrlich l\u00f6scht. Eine besondere Rolle spielte im 4. und 3. Jahrtausend v. Chr. in Mesopotamien, <em>\u00ab<\/em>das Land zwischen den zwei Fl\u00fcssen<em>\u00bb<\/em> oder auch kurz <em>\u00ab<\/em>Zwischenstromland<em>\u00bb<\/em> und bezeichnet im historischen Sinn das Gebiet der Talebenen zwischen den Fl\u00fcssen Euphrat und Tigris.<br \/>\nDa haben die Sumerer bereits Bier gebraut, das sie auch als Opfergabe der G\u00f6ttin Nina dargeboten haben sollen. Auf Grund der \u00dcberlieferung durch Dokumente wissen wir heute, dass die Sumerer das Getr\u00e4nk aus in Wasser vergorenem Getreide <em>\u00ab<\/em>Sikaru<em>\u00bb<\/em> nannten. Sie liessen Brotfladen aus gem\u00e4lzter Gerste in Wasser g\u00e4ren. Nach einigen Tagen trank man dieses Gebr\u00e4u mit Strohhalmen aus grossen Kr\u00fcgen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-1-1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1050\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1050 alignnone\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-1-1-300x206.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 1\" width=\"438\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-1-1-300x206.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-1-1.jpg 608w\" sizes=\"(max-width: 438px) 100vw, 438px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-2-1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1052\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1052 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-2-1-300x241.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 2\" width=\"375\" height=\"301\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-2-1-300x241.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-2-1.jpg 564w\" sizes=\"(max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Fast 2000 Jahre sp\u00e4ter herrschten die Babylonier in Mesopotamien und hatten die Herstellungsmethoden weiterentwickelt. Zus\u00e4tzlich zum Brauen verwendete sie nun auch den Saft von Datteln und Feigen oder Honig. Eine Sage sagt, dass die Mesopotamier diesem Getr\u00e4nk dermassen verfallen waren, dass der griechische Gott des Weines, Dionysos, angewidert aus dem Lande floh.<br \/>\nIn Keilschrift ist im <em>\u00ab <\/em>Codex Hammurapi \u00bb, eine Rechtssammlung des K\u00f6nig Hammurapi von Babylon (* 1810 v. Chr.; \u2020 1750 v. Chr.), eine der \u00e4ltesten Gesetzessammlungen der Welt festgehalten, dass die Schankwirtinnen streng vom Gesetz behandelte, wenn sie gegen Bestimmungen verstiessen. Gasth\u00e4user und ihre Wirtinnen, Wirte schien es nicht gegeben zu haben, waren nicht sehr angesehen. Sie standen im Ruf, die Prostitution und das Verbrechen zu unterst\u00fctzen. Forderte eine Wirtin als Bezahlung f\u00fcr das Bier kein Getreide, sondern Silber oder schenkte sie auch zu wenig Bier aus, wurde sie ins <em>\u00ab<\/em>Wasser geworfen\u00bb, das heisst sie wurde ertr\u00e4nkt. Es war f\u00fcr sie auch t\u00f6dlich, wenn sie gesuchte Verbrecher in ihrem Haus beherbergte. Das <em>\u00ab<\/em>Anschreiben\u00bb war im Gasthaus erlaubt, man bezahlte zur Erntezeit seine Schuld mit Gerste. Silber als Bezahlung war bei Hammurapi nicht erlaubt. Auch Bierpanscher wurden in ihren F\u00e4ssern ertr\u00e4nkt oder so lange mit Bier vollgegossen, bis sie erstickten. Eine Priesterin, die eine unrechtm\u00e4ssige Schenke aufsuchte oder gar eine Schenke er\u00f6ffnete, wurde verbrannt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-4-1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1056\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1056 alignnone\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-4-1-278x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 4\" width=\"278\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-4-1-278x300.jpg 278w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-4-1.jpg 346w\" sizes=\"(max-width: 278px) 100vw, 278px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-3-1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1054\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1054 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-3-1-300x236.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 3\" width=\"381\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-3-1-300x236.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-3-1.jpg 507w\" sizes=\"(max-width: 381px) 100vw, 381px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auch unsere germanischen Vorfahren waren mit dem Getr\u00e4nk, das sie <em>\u00abBrache\u00bb<\/em> nannten, bestens vertraut. Von ihrem Trank berichtet uns <em>\u00abTacitus, r\u00f6mischer Historiker und Senator, 55-117n.Ch.\u00bb<\/em>, dass er mit saurem, schlechtem Wein eine gewisse \u00c4hnlichkeit habe. Ein Edeltrank war es demnach noch nicht. Trotzdem begeisterte er seine Geniesser so sehr, dass sie sich kein Zusammensein, kein Gottesdienst, selbst nicht die Freude des Jenseits ohne reichlichen Biergenuss vorstellen konnten.<\/p>\n<p><strong>Vom 9. bis ins 19. Jahrhundert<br \/>\n<\/strong>Uns muss hier besonders interessieren, welche Entwicklung die Braukunst in der engeren Heimat nahm. Im Mittelalter stellten vor allem die Kl\u00f6ster das Gerstengetr\u00e4nk her. Im 9. Jahrhundert soll das Kloster. St. Gallen drei Brauereien besessen haben. Da gibt uns der ber\u00fchmte Bauriss des Klosters aus dem Jahre 820, eines der wertvollsten Dokumente des Karolingischen Zeitalters, ein gar anschauliches Bild. Welche Bedeutung damals dem Bier zukam, beweist schon die Tatsache, dass in diesem Plan die drei Baust\u00e4tten eingezeichnet sind, und was ihn f\u00fcr die Geschichte des Brauwesens besonders wertvoll macht, ist eine Detaillierung der ganzen Einrichtungen, wie wir sie in keiner mittelalterlichen Urkunde wiederfinden. Getreidespeicher, Tenne und Darre, das Sudhaus mit Feuerung, Bottich und Braukessel wie der G\u00e4rraum sind deutlich veranschaulicht, w\u00e4hrend kurze erl\u00e4uternde Bemerkungen treffliche Erg\u00e4nzungen bilden. Wie wissen auch aus der Chronik des Klosters St. Gallen, dass Bier verschiedener G\u00fcte gebraut wurde, das als leichtes Haferbier nicht sehr begehrt war, aber in seiner schweren Art, als Gerstenbier <em>\u00abCoelia\u00bb<\/em> helle Begeisterung ausl\u00f6ste und den ber\u00fchmten Chronisten des Klosters, <em>\u00abEkkehard\u00bb<\/em> zu einem Loblied hinriss, in dem er den Segen des Himmels auf diesen herrlichen Trank herabflehte. Bezeichnend f\u00fcr die Rolle, die das Bier in der allgemeinen Ern\u00e4hrung damals spielte, sind die Bestimmungen der Klosterverordnung, nach der ein jeder Klosterbruder auf nicht weniger als f\u00fcnf Zumessungen t\u00e4glich Anspruch hatte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-5.jpg\" rel=\"attachment wp-att-968\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-968\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-5-300x225.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 5\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-5-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-5-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-5-1024x769.jpg 1024w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-5-624x468.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-5.jpg 1588w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-6.jpg\" rel=\"attachment wp-att-970\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-970 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-6-300x226.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 6\" width=\"398\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-6-300x226.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-6-768x577.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-6-1024x770.jpg 1024w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-6-624x469.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-6.jpg 1588w\" sizes=\"(max-width: 398px) 100vw, 398px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aber bald sollte dem Bier ein starker Wettbewerber entstehen. Die Traube gedieh auch n\u00f6rdlich der Alpen, Boden und Klima sagten ihr zu. Mit steigendem Anbau der Rebe verdr\u00e4ngte der Wein das Bier mehr und mehr. In den L\u00e4ndergebieten von den Alpen bis zum Main wurde der Wein zum Volksgetr\u00e4nk. Die Braukunst zog sich in die n\u00f6rdlichen L\u00e4nder zur\u00fcck. Jahrhunderte hindurch melden die Schweizer-Chronisten fast nichts vom Bier; seit dem 17. Jahrhundert haben wir wieder sp\u00e4rliche Nachrichten. Ein recht beschwerliches Handwerk war damals das Braugewerbe, denn die mechanischen Hilfsmittel von heute waren noch nicht bekannt. Eine grosse k\u00f6rperliche Anstrengung erforderte die schwere Handarbeit auf Tenne und Darre, am Sudwerk, im Keller. Aber damit war das Tagwerk noch keineswegs vollendet, denn der Vertrieb des Bieres mittels Karren oder Handwagen erforderte erneut gar viele M\u00fchewaltung. Es war f\u00fcrwahr ein hartes Ringen, das unter dem steten Druck der Sorge stand; denn nicht jeder Sud gelang; der Verdienst war schmal, und oft wurde durch mangelnden Absatz selbst das beste Bier sauer und unverk\u00e4uflich. Verfolgt man die Chronik der damals wenigen Brauereien dieser Zeit in der Schweiz, so entnehmen wir aus ihr, wie schwer damals das Braugewerbe zu k\u00e4mpfen hatte, wie viele Betriebe trotz ehrlichen M\u00fchens kein Fortkommen fanden und wieder eingehen mussten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-8.jpg\" rel=\"attachment wp-att-974\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-974\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-8-201x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 8\" width=\"201\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-8-201x300.jpg 201w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-8.jpg 211w\" sizes=\"(max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-7.jpg\" rel=\"attachment wp-att-972\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-972 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-7-300x233.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 7\" width=\"386\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-7-300x233.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-7-768x598.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-7-624x486.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-7.jpg 793w\" sizes=\"(max-width: 386px) 100vw, 386px\" \/><\/a><br \/>\nErst im 19. Jahrhundert beginnt mit der Einf\u00fchrung der bayrischen Brauart langsam ein neuer Aufstieg der Braukunst. In Bayern war im Laufe der letzten Jahrhunderte ein Brauverfahren aufgekommen, das auf Unterg\u00e4rung beruhte. Der neue <em>\u00abStoff\u00bb<\/em> war dem alten, oberg\u00e4rigen, an Geschmack, Haltbarkeit und Bek\u00f6mmlichkeit weit \u00fcberlegen, und so eroberte sich die neue Braumethode bald die Welt. Es waren es haupts\u00e4chlich die Wirte, die ihr eigenes Bier brauten. In den 1830er Jahren, der liberalen Konjunkturzeit, brachten es einige Bierbrauerwirte zu einem Verm\u00f6gen, das ihnen den Bau von stattlichen H\u00e4usern und grossen Bierkellern erm\u00f6glichte. Dank der zunehmenden Beliebtheit des Bieres und der verbesserten Brautechnik kam es in der Schweiz zwischen 1850 und 1885 zu einem Anstieg der Brauereien von 150 auf 530 Betriebe.<br \/>\nIm Z\u00fcrcher Oberland existierten Mitte bis Ende des vorletzten Jahrhunderts eine ganze Anzahl von Bierbrauereien, zum Beispiel die Firmen Heusser in Turbenthal, Bachofen in Pf\u00e4ffikon, Wagner in Weisslingen und die Brauerei Bauma. In Wald gab es die Brauerei Schwert und die Brauerei Felsenkeller, die sp\u00e4ter zur Aktienbrauerei Wald wurde. In Uster schliesslich wurde in der Brauerei Bartenstein das heute noch allseits ger\u00fchmte Uster Br\u00e4u produziert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-9.jpg\" rel=\"attachment wp-att-976\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-976\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-9-240x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 9\" width=\"240\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-9-240x300.jpg 240w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-9.jpg 339w\" sizes=\"(max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-10.jpg\" rel=\"attachment wp-att-978\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-978 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-10.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 10\" width=\"226\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auch wenn schon die Pfahlbauer am Greifensee eine Art Bier gebraut haben sollen, ein typisch schweizerisches Produkt ist Bier nicht. Es waren vor allem deutsche Fachleute, die die Brauereitradition in die Schweiz brachten. Namen wie Frisch, Fuchs (aus Bayern), K\u00f6chling (Ostpreussen), Edelmann, Albicker oder Bartenstein (aus Bregenz) weisen auf eine deutsche Abstammung dieser Braumeister hin. Wirtschaften wurden oftmals von Mitarbeitern einer Brauerei gef\u00fchrt. Tags\u00fcber arbeiteten sie im Betrieb, abends schenkten sie in einer Gaststube Bier aus. Ein Grund daf\u00fcr war sicher der <em>\u00abTrinkzwang<\/em>\u00bb. Im Gesamtarbeitsvertrag des Schweizerischen Bierbrauervereins wurde n\u00e4mlich festgehalten, dass ein Teil des Lohnes in <em>\u00abnatura\u00bb,<\/em> genau gesagt mit sechs Litern Bier pro Tag, ausbezahlt werden konnte. Zwar wurde dieser Freibierzusatz von Anfang an bek\u00e4mpft; es wurde aber eingesehen, dass vor allem kleinere Brauereien darauf angewiesen waren, einen Teil der Lohnsumme mit Bier abzugelten. Man darf annehmen, dass der t\u00e4gliche Konsum von sechs Litern Bier auch vor Zeiten kaum der Brauch und auf die L\u00e4nge auch gesundheitlich nicht zu verkraften gewesen w\u00e4re &#8211; da lag die Er\u00f6ffnung einer kleinen Wirtschaft nahe.<\/p>\n<p><strong>1839: Jacob Bleuler<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Auf einer Eingabe, welche im November 1839 von zehn z\u00fcrcherischen Brauereien an die Mitglieder des Grossen Rates betreffend eine kantonalen Verbrauchersteuer gemacht worden ist steht am Schluss nach den Unterschriften: \u00aban welche sich die Besitzer der zwei neu entstehenden <em>\u00abBierbrauereyen\u00bb<\/em> anschliessen: Benninger in N\u00fcrensdorf und Bleuler in Uster\u00bb.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-11.jpg\" rel=\"attachment wp-att-980\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-980\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-11-216x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 11\" width=\"216\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-11-216x300.jpg 216w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-11.jpg 292w\" sizes=\"(max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-12.jpg\" rel=\"attachment wp-att-982\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-982 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-12-300x204.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 12\" width=\"441\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-12-300x204.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-12-768x523.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-12-1024x697.jpg 1024w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-12-624x425.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-12.jpg 1059w\" sizes=\"(max-width: 441px) 100vw, 441px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Brauerei Bleuler in Uster w\u00e4re demnach im Jahre 1839 gegr\u00fcndet worden. Sonderbarerweise konnten aber bis jetzt keine Angaben \u00fcber eine solche Brauerei gefunden werden, weder im Gemeindearchiv noch beim Notariat, noch durch sonstige Nachfragen. Nur drei Jahre sp\u00e4ter, im Jahre 1842 besassen Jacob Bleuler\u2019s Erben in Kirch-Uster eine Sennh\u00fctte mit Remise, die neugebaut zu 1500.- Gulden in die kantonale Geb\u00e4udeversicherung aufgenommen wurde. Demnach k\u00f6nnte es gut m\u00f6glich sein, dass durch das fr\u00fche Ableben von Herr Jacob Bleuler sein Vorhaben eine Brauerei zu gr\u00fcnden, von seinen Erben verworfen wurde und diese nur eine Sennh\u00fctte mit Remise bauten. Im Jahre 1853 ging die Sennh\u00fctte mit Remise in den Besitz von Herrn Heinrich H\u00e4mmig \u00fcber.<\/p>\n<p><strong>1858: Johann Georg Stahel<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Im Jahre 1858 erfolgte der Besitzerwechsel an Herrn Johann Georg Stahel, Bierbrauer von Unterlangenhard-Zell. Der, in der Sennh\u00fctte 1959 ein Sudhaus mit K\u00fchlschiff einrichten liess und zu brauen begann. Das Brauereigeb\u00e4ude wurde zu 2650.- Franken ohne Einrichtungen versichert. Die vier gew\u00f6lbten Keller zu 1000.-, 650.-, 650.- und 350.- Franken. Das doppelte Wohnhaus, welches nicht bei der Brauerei lag (Restaurant Brauerei an der Florastrasse), war im Jahre 1863 zu 18\u2018000.- Franken versichert. Das Wirken des T\u00f6sstalers, der an der heutigen Brauereistrasse an derselben Stelle in Uster, die damals noch Sch\u00fctzengasse hiess, ist insofern bezeugt <em>-allerdings<\/em> <em>undatiert-<\/em>, als ein Plakat mit den Schriftz\u00fcgen <em>\u00abBierbrauerei<\/em> <em>Uster\u00bb<\/em> und <em>\u00abJ.<\/em> <em>Georg<\/em> <em>Stahel\u00bb<\/em> erhalten ist, dessen Abbildung einen stattlichen Fabrikbau am Fusse des Burgh\u00fcgels zeigt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-13.jpg\" rel=\"attachment wp-att-984\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-984\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-13-221x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 13\" width=\"221\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-13-221x300.jpg 221w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-13.jpg 253w\" sizes=\"(max-width: 221px) 100vw, 221px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-14.jpg\" rel=\"attachment wp-att-986\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-986 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-14-300x170.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 14\" width=\"528\" height=\"299\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-14-300x170.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-14.jpg 612w\" sizes=\"(max-width: 528px) 100vw, 528px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Herr Stahel starb noch im selben Jahr. Der einfache Betrieb wurde von dessen Frau und Kinder weitergef\u00fchrt. Ein Herr Fritz Bayer leitete als Braumeister den Betrieb, sp\u00e4ter Herr Constantin Weber von 1879 bis 1884. Herr Constantin Weber wurde in der Folge Eigent\u00fcmer der Brauerei Oerlikon. Im Jahre 1880 war von Georg Stahels Erben ein Lager- und Eiskellergeb\u00e4ude erstellt und zu 32\u2018000.- Franken in die Versicherung aufgenommen worden. In der Schweizer Brauerei-Rundschau von 1883 wurde der Bierabsatz f\u00fcr das Jahr 1882 der Brauerei Stahel in Uster auf etwa 2000 hl festgehalten. Im Jahre 1884 wurde von der Maschinenfabrik Adolf Dietsche, Waldshut, ein neues Sudwerk eingerichtet, bestehend aus Bierpfanne von 40 hl Inhalt mit Dunsthaube und Aufr\u00fchrmaschine, Maischbottich, Pumpe, Reservoir, ferner war ein neues K\u00fchlschiff erstellt worden. Der Betrieb geschah mittels eines Wassermotors.<br \/>\nDass Uster schon fr\u00fch zu einer Brauerei kam, hat es wohl seiner Verkehrslage zu verdanken. 1856 wurde die Glattallinie als eine der ersten Bahnen in der Schweiz bis Uster erstellt. Damit war die M\u00f6glichkeit preiswerter Rohstoffzufuhr gegeben. \u00dcberall, wo dies der Fall war, entstanden Brauereien. Hatte man 1830 in der Schweiz noch deren 30 gez\u00e4hlt, waren es 1870 schon 423 Brauereien.<\/p>\n<p><strong>1887: Gebr\u00fcder Bartenstein<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Nachdem die S\u00f6hne des Herrn Johann Georg Stahel in jungen Jahren ebenfalls gestorben waren, ging das Anwesen im Jahre 1887 k\u00e4uflich in den Besitz der Herren Gebr\u00fcder Bartenstein \u00fcber. Ihre Schwester Babette Bartenstein wurde zudem Wirtin auf dem Restaurant Brauerei an der Florastrasse wo sich auch die Pferdestallungen der Brauerei befanden. Sie alle waren aus<br \/>\neinfachsten bergb\u00e4uerlichen Verh\u00e4ltnissen aus Alberschwende bei Bregenz im Vorarlberg gekommen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-16.jpg\" rel=\"attachment wp-att-990\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-990\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-16-300x185.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 16\" width=\"488\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-16-300x185.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-16-624x385.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-16.jpg 696w\" sizes=\"(max-width: 488px) 100vw, 488px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-15.jpg\" rel=\"attachment wp-att-988\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-988 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-15-300x205.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 15\" width=\"440\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-15-300x205.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-15-624x426.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-15.jpg 704w\" sizes=\"(max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Jahr 1887 war wirtschaftlich betrachtet freilich ein ausnehmend ung\u00fcnstiger Zeitpunkt f\u00fcr eine Brauerei\u00fcbernahme. Denn just in jener Zeit setzte ein Flurbereinigungsprozess im Schweizer Biermarkt ein, welcher mit \u00fcber 500 Brauereien damals v\u00f6llig \u00fcbers\u00e4ttig war. Bis zur Jahrhundertwende musste im Zuge dieses ruin\u00f6sen Konkurrenzkampfes, der unter dem Namen <em>\u00abHektoliterjagd\u00bb<\/em> in die Geschichte eingegangen ist, jede zweite Brauerei dran glauben! Die vier Br\u00fcder Peter, Martin, Franz und Johann <em>\u00abHans\u00bb<\/em> betrieben die Brauerei unter der Firma Gebr\u00fcder Bartenstein mit Erfolg bis zum Jahre 1891, in welchem sie sich trennten, da der Betrieb als Existenzgrundlage f\u00fcr alle zu klein war.<br \/>\nDie Herren Martin, Franz und Johann <em>\u00abHans\u00bb<\/em> traten aus. Herr Martin \u00fcbernahm die Direktorenstelle bei der Aktienbrauerei Sch\u00f6ntal in Winterthur, Herr Peter Bartenstein \u00fcbernahm die Brauerei in Uster im Jahre 1906 auf alleinige Rechnung; bis dahin wurde sie noch unter der Firma Gebr\u00fcder Bartenstein gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-17.jpg\" rel=\"attachment wp-att-992\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-992 alignnone\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-17-225x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 17\" width=\"225\" height=\"301\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-17-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-17.jpg 392w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-18.jpg\" rel=\"attachment wp-att-994\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-994 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-18.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 18\" width=\"397\" height=\"301\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1897: Das Brauereischl\u00f6sschen am Millionenbach<br \/>\n<\/strong>Im Jahre 1897 ist die Brauerei vollst\u00e4ndig umgebaut worden und sie erhielt ihr heutiges Aussehen. Ein neues Sudhaus mit einem Maschinen- und ein Kesselhaus mit Hochkamin wurde in gef\u00e4lligen Backsteinbau erstellt, ferner ein grosses Wohnhaus. Auf das Kellergeb\u00e4ude wurde aufgebaut, sodass \u00fcber zwei Lagerkeller ein G\u00e4rkeller zu liegen kam und die alten Keller als Vorratsr\u00e4ume f\u00fcr abgef\u00fclltes Bier verwendet werden konnte. Im Sudhaus wurde ein einfaches Sudwerk von 87 hl Ausschlagquantum mit Dampfkochung von Gebr. Dietsche, Waldshut, eingerichtet. Malzsilos f\u00fcr etwa 12 Waggons Malz wurden eingebaut und eine Eismaschine zur Kellerk\u00fchlung erstellt. Der Energiebedarf f\u00fcr die Bierproduktion konnte nicht mit dem Wasser des Aabachs gedeckt werden, obwohl dieser direkt an der Liegenschaft vorbeifliesst. So stammen auch das Schwungrad mit Transmission, die Ventilgesteuerten Kolbendampfmaschine und der K\u00e4ltekompressor von Gebr. Sulzer, Winterthur, von 1897. Der Aabach, der auch <em>\u00abMillionenbach\u00bb<\/em> genannt wurde, die Lebensader der Z\u00fcrcher Oberl\u00e4nder Textilindustrie, war bereits <em>\u00abausverkauft\u00bb<\/em>, es war kein Wasserrecht mehr zu erstehen. Das scheint \u00fcbrigens auch bei der Vorg\u00e4ngerfirma so gewesen zu sein, deuten die rauchenden Schlote auf dem Plakat von Johann Georg Stahel doch darauf hin, dass schon sein Betrieb auf Kohle angewiesen war.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-19.jpg\" rel=\"attachment wp-att-996\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-996\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-19-300x184.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 19\" width=\"473\" height=\"290\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-19-300x184.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-19.jpg 544w\" sizes=\"(max-width: 473px) 100vw, 473px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-20.jpg\" rel=\"attachment wp-att-998\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-998 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-20-300x204.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 20\" width=\"426\" height=\"290\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-20-300x204.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-20.jpg 481w\" sizes=\"(max-width: 426px) 100vw, 426px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1897: Sch\u00f6nstes Industriebauensemble am Aabach<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Wer weiss, vielleicht verlieh der grosse Erfolg in London den Bartensteins ja den letzten Rest an Risikobereitschaft, den sicher brauchte, um ausgerechnet in einer Zeit knallharten Biergesch\u00e4fts, 1897, die bestehende Fabrik durch einen Neubau zu ersetzen. Noch dazu durch einen so prachtvollen Bau, wie es die rote Backsteinfabrik ist. Zusammen mit der Fabrikantenvilla daneben, die vom selben Architekten, Emanuel Walcher, entworfen wurde und deren Bau vier Jahre sp\u00e4ter, 1901, folgen sollte, bildet sie wohl das sch\u00f6nste Industriebauensemble am Aabach \u00fcberhaupt. Peter Bartenstein und seine Familie bewohnten freilich nicht etwa die ganze, riesige Villa, sondern lediglich die erste Etage davon. Im Erdgeschoss war die Verwaltung untergebracht. Wer in der zweiten Etage wohnte, ist unbekannt. Der hohe Backsteinkubus des Sudhauses erhielt durch die Lisenengliederung, den Steinwechsel, die dekorativen Geschossgurten und die differenzierten Fensterformen eine ungewohnt reiche Form. Eine eigentliche Dachbekr\u00f6nung verst\u00e4rkt den Schl\u00f6sschen-Stil, und das Baujahr prangt als Backsteinornament an der Aabach-Fassade. Die Villa zeigt eine Fassadengliederung mit Jugendstil-Einfl\u00fcssen, eine schmiedeeisern verzierte Veranda und ein hohes Mansarddach mit Dachreitern. Die Sichtbacksteine f\u00fcr das Ensemble sind von grosser Qualit\u00e4t und haben die Leuchtkraft in ihrem \u00fcber hundertj\u00e4hrigem Bestehen kaum<br \/>\neingeb\u00fcsst. Es handelt sich um <em>\u00abFrankfurter-Steine\u00bb<\/em>, die seinerzeit angeblich einzeln in Seiden<br \/>\npapier eingewickelt angeliefert wurden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-22-1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1071\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-1071\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-22-1-300x217.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 22\" width=\"415\" height=\"300\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-21.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1373 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-21-300x222.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 21\" width=\"405\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1897: Ohne K\u00fchlung kein frisches Bier<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Bis anhin wurden in f\u00fcnf Schuppen Natureis eingekellert. In den langen, kalten Wintern wurde in Kellern und Kavernen Eisvorr\u00e4te angelegt, die bis in den Herbst hinein reichen mussten. Eis, das dann im Sommer mitsamt dem Bier den Wirten geliefert wurde. Sobald das Eis im Winter zehn bis zw\u00f6lf Zentimeter dick war, wurde mit dem <em>\u00abEisen\u00bb<\/em> begonnen. Mit einer Art Fuchsschwanz wurden regelm\u00e4ssige Eisbl\u00f6cke heraus ges\u00e4gt und zum Eiskeller transportiert, eine harte und nicht ungef\u00e4hrliche Arbeit. Die Eisbl\u00f6cke wurden genau und m\u00f6glichst fugenlos geschichtet, immer so, dass die blanke Seite einer Eisplatte auf der Schneeseite der Andern auflag. So konnten die Bl\u00f6cke dann sp\u00e4ter wieder voneinander getrennt werden. Die Brauerei Bartenstein bezog ihr Eis auch von der Aktienbrauerei Wald und in milden Wintern musste sogar ins Glarnerland oder auf Gletschereis ausgewichen werden.<br \/>\nDadurch trug man nicht nur Sorge, die beste Qualit\u00e4t dem Wirt ins Haus zu liefern, sondern war auch bem\u00fcht, den Qualit\u00e4tswert bis zu dem Augenblick zu sichern, wo das Bier in das Glas des Geniessers gelangte. So erfolgte die Versorgung der Kunden mit Eis, um das Bier vor dem Sauerwerden zu sch\u00fctzen, und um es in richtiger Temperatur zum Ausschank bringen zu k\u00f6nnen; ebenso wurde zweckm\u00e4ssige und hygienische Ausschankapparate in einem Mitteleisbuffet den Wirten zur Verf\u00fcgung gestellt, deren sachgem\u00e4sse Handhabung in beiderseitigem Interesse \u00fcberwacht wurden. Der mittlere Kasten wurde mit Eis gef\u00fcllt und k\u00fchlte die beiden F\u00e4sser an den Seiten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-24.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1112\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1112\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-24-300x291.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 24\" width=\"309\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-24-300x291.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-24.jpg 357w\" sizes=\"(max-width: 309px) 100vw, 309px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-23.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1113\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1113 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-23-300x206.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 23\" width=\"436\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-23-300x206.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-23.jpg 497w\" sizes=\"(max-width: 436px) 100vw, 436px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit dem Bau der neuen Brauerei ging man in Uster zur K\u00fchlung durch Ammoniak-Kompressoren \u00fcber. Die Energie f\u00fcr den 1897 eingerichteten K\u00e4ltekompressor der Gebr. Sulzer, Winterthur, lieferte ebenfalls eine Sulzer-Maschine: eine einzylindrische ventilgesteuerte Kolbendampfmaschine, die eine maximale Leistung von 107 PS erbrachte. Dieser Dampfmaschinen-Typ eroberte dank seiner Ventilsteuerung damals den Weltmarkt und ist mit einer automatischen Drehzahlregelung mittels Fliehkraftregler versehen. Die Dampfmaschine ist durch ein zwischengeschaltetes Schwungrad von 3,8 m Durchmesser direkt mit dem K\u00e4ltekompressor gekuppelt. Die Dampferzeugung erfolgte durch zwei kohlebefeuerte Einzug-Dampfkessel im Kesselhaus nebenan.<br \/>\nKeine Erfindung ist f\u00fcr die Brautechnik von so hervorragender Bedeutung geworden wie die der k\u00fcnstlichen K\u00e4lteerzeugung. Durch die M\u00f6glichkeit, G\u00e4r- und Lagerkeller auf konstanter niederer Temperatur zu halten, wurde die Betriebssicherheit ungemein erh\u00f6ht. Nicht mehr war man von den \u00e4usseren Witterungseinfl\u00fcssen abh\u00e4ngig; G\u00e4rung und Nachg\u00e4rung konnten daher viel gleichm\u00e4ssiger durchgef\u00fchrt werden. Die Keller wurden trocken, die Infektionsgefahren gemindert. Mit der Qualit\u00e4tsverbesserung der Biere verband sich noch der grosse wirtschaftliche Vorteil, dass die bisherigen Eiskeller zu Lagerkellern umgewandelt werden konnten, bei einem Steigen des Absatzes also bedeutende Baukosten eingespart wurden. Auch die Depots, die die Basis f\u00fcr neue Expansionen bildeten, von denen die Kundschaft mehrmalig in der Woche mit Bier, das in den K\u00fchlr\u00e4umen zur Ruhe gekommen war, bedient werden konnte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-25.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1115\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1115\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-25-300x245.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 25\" width=\"368\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-25-300x245.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-25.jpg 426w\" sizes=\"(max-width: 368px) 100vw, 368px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-26.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1116\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1116 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-26-292x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 26\" width=\"293\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-26-292x300.jpg 292w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-26.jpg 335w\" sizes=\"(max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/web176.138.hosttech.eu\/memorial\/?page_id=1089\">weiter zur Seite 1901 bis 1940<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von den Sumerer bis zu den Germanen \u00c4lter als 5000 Jahre soll das k\u00fchle Nass sein, das im Hochsommer unseren Durst so herrlich l\u00f6scht. Eine besondere Rolle spielte im 4. und 3. Jahrtausend v. 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