{"id":1089,"date":"2016-03-29T19:23:04","date_gmt":"2016-03-29T19:23:04","guid":{"rendered":"http:\/\/web176.138.hosttech.eu\/memorial\/?page_id=1089"},"modified":"2016-05-15T09:43:43","modified_gmt":"2016-05-15T09:43:43","slug":"1900-bis-1940","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/?page_id=1089","title":{"rendered":"1901 bis 1940"},"content":{"rendered":"<p><strong>1906: Peter Bartenstein<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Herr Peter Bartenstein, geboren 1853 und verheiratet mit Wilhelmine Guyer von Ottenhausen, leitete das Gesch\u00e4ft seit dieser Zeit und es ist ihm gelungen, den Absatz der Brauerei von zirka 10\u2018000 hl Mitte der 90er Jahre auf 20\u2018000 hl im Jahre 1899 zu heben. Dass die Brauerei der Bartensteins nicht unter die R\u00e4der kam, d\u00fcrfte unter anderem der legend\u00e4ren Qualit\u00e4t des von ihm gebrauten Uster Br\u00e4u zu verdanken sein. Diese war schon in fr\u00fchen Firmenjahren buchst\u00e4blich <em>\u00abausgezeichnet\u00bb<\/em>. So errang das Bier aus Uster zweimal eine Goldmedaille: das erste Mal an der Gewerbeausstellung 1894 in Z\u00fcrich, das zweite Mal<em>,-<\/em> <em>man<\/em> <em>halte<\/em> <em>sich<\/em> <em>fest<\/em> <em>&#8211;<\/em>, an der Weltausstellung von 1897 in London! Ihre hellen und dunklen Lagerbiere fanden ihren Absatz in F\u00e4ssern und in Flaschen, vornehmlich im Z\u00fcrcher Oberland wo man in Hittnau, Bauma, R\u00fcti und Wald, teils alleine, teils mit anderen Betrieben zusammen verkaufte; doch wurden auch Depots in anderen Teilen des Kantons unterhalten So, in Z\u00fcrich und Winterthur von denen aus die Feinverteilung f\u00fcr Gastst\u00e4tten und Verkaufsl\u00e4den erfolgte und auch ausser Kanton, z. B. im Pr\u00e4ttigau Kanton Graub\u00fcnden, Uznach und Niederurnen Um der wachsenden Produktion gerecht zu werden, musste die Anlage von Zeit zu Zeit erweiter und erneuert werden.1911 wurde vis-\u00e0-vis vom Sudhaus die Brauereianlage durch Neubau und Neueinrichtung einer Flaschenabf\u00fcllerei erg\u00e4nzt und im Sudhaus selber wurde eine Trebertrocknungsanlage aufgestellt. Die Beschaffung von Wasser wurde durch Graben von Tiefbrunnen versucht, gab aber keinen vollen Erfolg. Ein Wasserkanal fliesst direkt an der Brauerei vorbei, in den die Abw\u00e4sser der Brauerei geleitet wurden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-28.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1014\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1014 alignnone\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-28-300x185.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 28\" width=\"486\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-28-300x185.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-28-768x473.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-28-624x385.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-28.jpg 881w\" sizes=\"(max-width: 486px) 100vw, 486px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-27.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1012\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1012 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-27-300x293.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 27\" width=\"306\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-27-300x293.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-27.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 306px) 100vw, 306px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1907: Zur Verst\u00e4ndigung der Zusammenschluss im SBV<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Zur Wahrung gemeinsamer Interessen war schon im Jahr 1877 ein Zusammenschluss der Brauereiindustrie in der Gr\u00fcndung des Schweizerischen Bierbrauer-Vereins erfolgt. Durch gemeinsame Bestickung von Ausstellungen (Z\u00fcrich, Genf, Bern) f\u00fchrte der Verein die Leistungsf\u00e4hig- und Ebenb\u00fcrtigkeit der Schweizer Brauereien gegen\u00fcber denen des Auslandes vor Augen. Einen praktisch wirksamen Erfolg brachte die von ihm durchgesetzte Zollerh\u00f6hung auf eingef\u00fchrtes Bier. Von hoher Bedeutung f\u00fcr den Ruf des Schweizer Bieres wurde im Jahre 1900 das Surrogatverbot: gegen hohe Konventionalstrafe verpflichteten sich alle Mitglieder, zur Herstellung von Lagerbieren ausschliesslich Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser zu verwenden. Ein weiterer Verdienst des Vereins ist die Gr\u00fcndung der brauwissenschaftlichen Versuchsstation in Z\u00fcrich, die sich bald zu einer erfolgreichen Pr\u00fcfungs- und Forschungsst\u00e4tte entwickeln sollte.<br \/>\nDie gr\u00f6sste Aufgabe aber trat an den Verein heran, als es galt, in die unertr\u00e4glichen Verh\u00e4ltnisse einzugreifen, die sich in dem verheerenden Konkurrenzkampf in den 90er Jahren und im Beginn des neuen Jahrhunderts herausgebildet hatten. Drei Viertel der Schweizer-Brauereien hatten ihre Existenz eingeb\u00fcsst; ein gleiches Schicksal drohte so mancher der noch bestehenden Brauereien, die den Kampf in unverminderter Heftigkeit fortsetzten. Alles stand auf dem Spiel, wenn es nicht gelang, den drohenden Zerfall der Industrie durch eine gr\u00fcndliche Sanierung der Verh\u00e4ltnisse zu verhindern. Als die Not am gr\u00f6ssten war, kam dann endlich im Jahre 1907 eine Verst\u00e4ndigung zu Wege, in der es gelang, durch vertragliche gegenseitige Schutzbestimmungen, durch Einschr\u00e4nkung der Kreditgew\u00e4hrung, durch Minderung der Verkaufsspesen und durch Vereinbarung von Bierpreisen, bei denen Wirte und Brauer bestehen konnten, wieder eine Gesundung der Industrie herbeizuf\u00fchren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-29.png\" rel=\"attachment wp-att-1016\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1016 alignnone\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-29-300x159.png\" alt=\"Uster Brauerei 29\" width=\"565\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-29-300x159.png 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-29.png 494w\" sizes=\"(max-width: 565px) 100vw, 565px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-30.png\" rel=\"attachment wp-att-1018\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1018 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-30-300x300.png\" alt=\"Uster Brauerei 30\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-30-300x300.png 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-30-150x150.png 150w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Uster-Brauerei-30.png 345w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1912: Es endete der Konkurrenzkampf in der Hektoliterjagd<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Die Sicherung und Erweiterung des Absatzgebietes hatte sich im Laufe der der Zeit immer schwieriger gestaltet. Wohl hatte die Industrialisierung in den 70er und 80er Jahren durch die grosse Konzentration der Wohnbev\u00f6lkerung neue und bedeutende Absatzm\u00e4rkte geschaffen; aber auch die Zahl der konkurrierenden Brauereien war entsprechend gewachsen. Der Kampf um den Absatzmarkt hielt sich bis in die 80er Jahre noch in normalen Grenzen; in der Folgezeit aber f\u00fchrte er zu solcher Versch\u00e4rfung, dass die Zust\u00e4nde unertr\u00e4glich wurden. Fragt man sich nach den Ursachen, so erscheint die Antwort merkw\u00fcrdig, dass es n\u00e4mlich in erster Linie auf die Verbreitung der K\u00e4ltemaschine zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Die bedeutenden schon geschilderten Vorteile, die diese Erfindung mit sich brachte, waren der Art, dass alle Brauereien, die es irgend erm\u00f6glichen konnten, diese epochemachende Erfindung auswerteten. Eine solche Anlage arbeitete indessen bei dem damaligen Stande der Technik f\u00fcr kleinere Betriebe noch nicht wirtschaftlich; erst bei gr\u00f6sserer Bierproduktion wurde sie rentabel. Man suchte daher mit allen Mitteln den Ausstoss zu heben. Da nun aber der Absatzmarkt in der Schweiz limitiert war, so f\u00fchrten die Bem\u00fchungen des einzelnen Brauereiunternehmers um einen vermehrten Absatz zu einem \u00e4usserst scharfen Konkurrenzkampf, der sich zwar weniger in Preisunterbietungen auswirkte als in Gew\u00e4hrung von Darlehen, B\u00fcrgschaften und allerlei ausserordentlichen Konditionen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-32.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1120\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1120 alignnone\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-32-300x184.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 32\" width=\"488\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-32-300x184.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-32-768x472.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-32-624x384.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-32.jpg 854w\" sizes=\"(max-width: 488px) 100vw, 488px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-31.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1121\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1121 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-31-300x274.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 31\" width=\"329\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-31-300x274.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-31.jpg 458w\" sizes=\"(max-width: 329px) 100vw, 329px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Volksmund hat diesen Kampf der Brauereien um den Absatzmarkt nicht zu Unrecht mit dem bezeichnenden Namen <em>\u00abHektoliterjagd\u00bb<\/em> charakterisiert. So unheilvoll gestaltete sich schliesslich dieser Konkurrenzkampf, dass eine grosse Zahl von Brauereien nicht mehr bestehen konnte: von 435 Brauereien, die sich 1895 an der Genfer Landesausstellung beteiligt hatten, waren 1912 nur noch 111 im Betrieb. Nur die besonders gut fundierten, klug und zielbewusst geleiteten Unternehmen \u00fcberwanden diese Zeiten. Aus der Vielzahl meist kleiner Betriebe blieb nur ein Teil mit vergr\u00f6sserter Produktion bestehen.<\/p>\n<p><strong>1912: Erwerb des Schlossh\u00fcgelabhangs<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Eigentumserwerbsurkunde vom 9. Mai 1912 best\u00e4tigt den Kauf per Fr. 2\u2018800.00. Gottfried Schmid, geb. 1862, von Obererlinsbach, wohnhaft auf der Burg in Uster hat laut \u00f6ffentlich beurkundetem Vertag vom 23. M\u00e4rz 1912 verkauft an: Peter Bartenstein, Bierbrauereibesitzer, von und wohnhaft in Uster und es werden demselben an mit zu Eigentum \u00fcbertragen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-35.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1126\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1126 alignnone\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-35-240x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 35\" width=\"240\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-35-240x300.jpg 240w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-35.jpg 341w\" sizes=\"(max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-34.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1386 alignnone\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-34-300x250.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 34\" width=\"360\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-34-300x250.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-34.jpg 417w\" sizes=\"(max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-33.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1385 alignnone\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-33-300x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 33\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-33-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-33-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-33.jpg 463w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nVier und dreissig Aren, 56 m<sup>2 <\/sup>Waldung am Schlossbergabhang. Grenzen: 1. an der Axenstrasse, 2. an das Land zur Schlossliegenschaft des Paul Sigrist, 3. an das Land des K\u00e4ufers selbst und an die Sch\u00fctzenstrasse. Grunddienstbarkeit: Zur Abfuhr von Holz aus obigem Grundst\u00fcck gestattet der Verk\u00e4ufer Fahrrecht auf der ihm geh\u00f6renden Strasse (genannt Axenstrasse). Den Kaufpreis von Fr. 2\u2018800.00, (Franken zweitausend achthundert) ist heute bar bezahlt worden. Der Besitzantritt kann sofort erfolgen. Uster, den 9. Mai 1912. Der Grundbuchverwalter des Kreises Uster, J. Graf Notar. Grundprotokoll Uster, Bd. 74 pg. 84. (Bd. = Band, pg. = paginiert. Die Paginierung ist die Seitennummerierung.)<\/p>\n<p><strong>1918: Wegen dem 1. Weltkrieg immer d\u00fcnneres Bier<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>In stark aufsteigender Entwicklung befand sich die Brauerei Uster. Im Jahre 1910\/11 betrug der Verkauf noch 26\u2018000 hl, im Jahre 1914 sogar 28\u2018000 hl. Als im gleichen Jahr der erste Weltkrieg ausbrach und die Schweiz wirtschaftlich auch in die schwere Zeit hineinzogen wurde, kam es, wie in allen Schweizer-Brauereien, zu einem R\u00fcckschlag. Die sich \u00fcberst\u00fcrzenden Ereignisse forderten schnelle und energische Massnahmen. Unter der initiativen F\u00fchrung des Schweizerischen Bierbrauer-Vereins, wurde innerhalb von zweimal 24 Stunden der Schutzvertrag, der 1911 abgelaufen, aber nicht erneuert war, wieder in Kraft gesetzt. Zur Wahrung der gemeinsamen Interessen schlossen sich die Schweizer-Brauereien zu einem Syndikat zusammen. \u00c4usserst schwierig gestaltete sich die Beschaffung der Rohstoffe; denn bald zeigte sich auch bei den benachbarten, Gerste und Hopfen bauenden L\u00e4ndern Mangel. Es wurde daher eine gemeinschaftliche Einkaufszentrale errichtet, der die \u00e4usserst schwierige Beschaffung von Gerste, Malz und Hopfen aus dem Ausland oblag. Die Bierproduktionen wurden kontingentiert und die Verkaufsbedingungen wurden streng geregelt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-36.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1128\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1128\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-36-300x210.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 36\" width=\"428\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-36-300x210.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-36.jpg 491w\" sizes=\"(max-width: 428px) 100vw, 428px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-37.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1129\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1129 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-37-300x197.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 37\" width=\"456\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-37-300x197.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-37.jpg 527w\" sizes=\"(max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/><\/a><br \/>\nIn einem Bericht des <em>\u00abVolksblatts<\/em> <em>am<\/em> <em>Bachtel\u00bb<\/em> hiess es<em>; <\/em>\u00abBekanntlich waren die Brauereien zufolge dr\u00fcckenden Rohmaterialmangels w\u00e4hrend des Krieges gezwungen, gegen ihren Willen die Biere immer d\u00fcnner zu machen\u00bb. Der Mangel an Rohstoffen f\u00fchrte zu einer Herabsetzung der Stammw\u00fcrze, die bei den hellen Lagerbieren von 12 % allm\u00e4hlich auf 5,5 % sank. Das Kriegsbier fand keinen Anklang, und da gleichzeitig die Jahre 1915 und 1917 gute Obstjahre waren und billigen Most lieferten, so ging der Bierkonsum gewaltig zur\u00fcck. Im Jahr 1918 betrug er in der Schweiz kaum noch 30 % der Vorkriegszeit. So sank der Verkauf auch bei der Brauerei Uster im Jahre 1917\/18 bis auf zirka 4\u2018400 hl. Nur langsam erfolgte eine Erholung, um dann 1920\/21 wieder auf zirka 11\u2018000 hl zu steigen.<\/p>\n<p><strong>1922: Die Geschichte der Brauerei Bartenstein in Uster<br \/>\n<\/strong>Aus dem Bericht Nr. 22 der Schweizer Brauerei-Rundschau aus dem Jahre 1922 ist zu entnehmen: Auf einer Eingabe, welche im November 1839 von zehn z\u00fcrcherischen Brauereien an die Mitglieder des Grossen Rates betreffend eine kantonalen Verbrauchersteuer gemacht worden ist steht am Schluss nach den Unterschriften: \u201ean welche sich die Besitzer der zwei neu entstehenden Bierbrauereyen anschliessen: Benninger in N\u00fcrensdorf und Bleuler in Uster\u201c. Die Brauerei Bleuler in Uster w\u00e4re demnach im Jahre 1939 gegr\u00fcndet worden. Sonderbarerweise konnten aber bis jetzt keine Angaben \u00fcber eine solche Brauerei gefunden werden, weder im Gemeindearchiv noch beim Notariat, noch durch sonstige Nachfragen.<br \/>\nIm Jahre 1842 besa\u00dfen Jackob Bleuler\u2019s Erben in Kirch-Uster eine Sennh\u00fctte mit Remise, die neugebaut zu fl. 1500.- in die kantonale Geb\u00e4udeversicherung aufgenommen wurde. Im Jahre 1853 ging diese in Besitz von Herr Heinrich H\u00e4mmig \u00fcber und im Jahre 1858 in den des Herrn Johann Georg Stahel, Bierbrauer. Der, die Sennh\u00fctte in eine Brauerei umbauen liess. Das Braugeb\u00e4ude wurde zu Fr. 2650.- ohne Einrichtungen versichert, die vier gew\u00f6lbten Keller zu Fr. 1000.-, Fr. 650.-, Fr. 650.- und Fr. 350.-. Das doppelte Wohnhaus, welches nicht bei der Brauerei lag, war im Jahre 1863 zu Fr. 18,000.- versichert.<br \/>\nHerr Stahel starb in den 70er Jahren und das Gesch\u00e4ft wurde von dessen Frau f\u00fcr Georg Stahels Erben weitergef\u00fchrt. Ein Herr Fritz Bayer leitete als Braumeister den Betrieb, sp\u00e4ter Herr Constantin Weber von 1879 bis 1884. Herr Constantin Weber wurde in der Folge Eigent\u00fcmer der Brauerei Oerlikon. Der Bierabsatz wurde im Jahr 1883 auf etwa 2000 hl gesch\u00e4tzt. Im Jahre 1880 war von Georg Stahels Erben ein Lager- und Eiskellergeb\u00e4ude erstellt und zu Fr. 32,000.- in die Versicherung aufgenommen worden. Im Jahre 1884 wurde von der Maschinenfabrik Adolf Dietsche, Waldshut, ein neues Sudwerk eingerichtet, bestehend aus Bierpfanne von 40 hl Inhalt mit \u201eDunsthaube und Aufr\u00fchrmaschine, Maischbottich, Pumpe, Reservoir\u201c, ferner war ein neues K\u00fchlschiff erstellt worden. Der Betrieb geschah mittels eines Wassermotors.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-38.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1131\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1131\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-38-244x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 38\" width=\"244\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-38-244x300.jpg 244w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-38.jpg 396w\" sizes=\"(max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-39.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1384 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-39-300x197.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 39\" width=\"457\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-39-300x197.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-39.jpg 526w\" sizes=\"(max-width: 457px) 100vw, 457px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nachdem die S\u00f6hne des Herrn Johann Georg Stahel in jungen Jahren ebenfalls gestorben waren, ging das Anwesen im Jahre 1887 k\u00e4uflich in den Besitz der Herren Gebr\u00fcder Bartenstein \u00fcber. Die drei Br\u00fcder Peter, Martin und Johann betrieben die Brauerei unter der Firma Gebr\u00fcder Bartenstein mit Erfolg bis zum Jahre 1891, in welchem sie sich trennten. Die Herren Martin und Johann traten aus. Herr Martin \u00fcbernahm die Direktorenstelle bei der Aktienbrauerei Sch\u00f6ntal in Winterthur, Herr Peter Bartenstein \u00fcbernahm die Brauerei in Uster im Jahre 1906 auf alleinige Rechnung; bis dahin wurde sie noch unter der Firma Gebr\u00fcder Bartenstein gef\u00fchrt.<br \/>\nHerr Peter Bartenstein, geboren 1853 in Alberschwende bei Bregenz, leitet das Gesch\u00e4ft seit dieser Zeit und es ist ihm gelungen, den Absatz der Brauerei von zirka 10,000 hl Mitte der 90er Jahre auf 20,000 hl im Jahre 1899 zu heben. Dann kam, wie in allen z\u00fcrcherischen Brauereien, ein R\u00fcckschlag, dem nur langsam etwelche Erholung folgte. Im Jahre 1910\/11 betrug der Verkauf 26,000 hl, im Jahre 1914 sogar 28,000 hl, und fiel dann infolge des Krieges im Jahre 1917\/18 bis auf zirka 4,400 hl, um dann 1920\/21 wieder auf zirka 11,000 hl zu steigen.<br \/>\nIm Jahre 1897 ist die Brauerei vollst\u00e4ndig umgebaut worden und sie erhielt ihr heutiges Aussehen. Ein neues Sudhaus mit Maschinen- und Kesselhaus wurde in gef\u00e4lligen Backsteinbau erstellt, ferner ein grosses Wohnhaus. Auf das Kellergeb\u00e4ude wurde aufgebaut, so dass \u00fcber zwei Lagerkeller ein G\u00e4rkeller zu liegen kam und die alten Keller als Vorratsr\u00e4ume f\u00fcr abgef\u00fclltes Bier verwendet werden konnte. Im Sudhaus wurde ein einfaches Sudwerk von 87 hl Ausschlagquantum mit Dampfkochung von Gebr\u00fcdern Dietsche, Waldshut, eingerichtet. Malzsilos f\u00fcr etwa 12 Waggons Malz wurden eingebaut und eine Eismaschine zur Kellerk\u00fchlung erstellt.<br \/>\nIm Jahre 1911 wurde die Brauereianlage durch Neubau und Neueinrichtung einer Flaschenf\u00fcllerei erg\u00e4nzt und im Sudhaus wurde eine Trebertrockenanlage aufgestellt.<br \/>\nIn f\u00fcnf Schuppen wird Natureis eingekellert. Die Pferdestallungen befinden sich beim \u201eRestaurant zur Brauerei\u201c, das im Ort selbst liegt, w\u00e4hrend die Brauerei au\u00dferhalb, am Fu\u00dfe des Schlossberges liegt. Ein Wasserkanal fliesst direkt an der Brauerei vorbei, in den die Abw\u00e4sser der Brauerei geleitet werden k\u00f6nnen. Die Beschaffung von Wasser wurde durch Graben von Tiefbrunnen versucht, gab aber keinen vollen Erfolg. Die Brauerei Uster besteht nun bereits 63 Jahre und sie ist eine der \u00e4ltesten Brauereien des Kantons Z\u00fcrich; \u00e4lter sind nur noch die Brauerei W\u00e4denswil und die Brauerei Haldengut in Winterthur. An einem gewerblichen Bezirkshauptort gelegen, in industrieller Gegend, hat diese Brauerei, im Gegensatz zu manch anderer, allzeit prosperiert. Ihre hellen und dunklen Lagerbiere finden ihren Absatz in F\u00e4ssern und in Flaschen, vornehmlich im Z\u00fcrcher Oberland; doch werden auch Depots in anderen Teilen des Kantons unterhalten und auch ausser Kanton, z. B. im Pr\u00e4ttigau Kanton Graub\u00fcnden.<\/p>\n<p><strong>1927: Fuhrpark-Erneuerung durch einen Lastwagen Saurer 5 AE<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Ein Lieferungs-Vertrag wurde am 27. Dezember 1926 zwischen Peter Bartenstein, Bierbrauerei in Uster und der Aktiengesellschaft Adolph Saurer in Arbon \u00fcber einen Saurer Automobil-Lastwagen von f\u00fcnf Tonnen Nutzlast, Type 5 AE, unterzeichnet. Mit dem Lieferungsvertag \u00fcbertr\u00e4gt Herrn P. Bartenstein, Bierbrauerei in Uster der Firma Aktiengesellschaft Adolph Saurer in Arbon und diese \u00fcbernimmt auf Grund der hier beigedruckten Bedingungen die Lieferung von:<br \/>\nEinem \u201cSauer\u201c-Automobil-Lastwagen, Type 5 AE, Nutzlast 5000 kg, Motor 60 HP, vier Zylinder, Bohrung 120 m\/m, Hub 180 m\/m, Lederkonus-Kupplung, Kardan-Antrieb, vier Fahrgeschwindigkeiten f\u00fcr Vorw\u00e4rtsgang, eine Fahrgeschwindigkeit f\u00fcr R\u00fcckw\u00e4rtsgang, Motorbremse \u201cSaurer\u201c, Radstand 4500 m\/m (\u00dcbrige Charakteristik laut Katalog).<br \/>\nChassis mit einem Satz Werkzeug und Reserveteile, Kotfl\u00fcgel, Laternen- und Scheinwerfertr\u00e4ger. R\u00e4der und Bereifung: Simplex-R\u00e4der mit \u201cGeradheit\u201c-Luftreifen 40 x 8, vorne einfach, hinten doppelt, inkl. Montage-Werkzeug, eine Reservefelge mit Klammern, Pneu und Support.<br \/>\nF\u00fchrersitz, dreipl\u00e4tzig, Torpedoform, verstellbare Windschutzscheibe und festes F\u00fchrer dach mit Seitenteilen. Carrosserie: Ladebr\u00fccke Innenmasse 3940\/2120 mm mit 350 mm hohen abklappbaren Seitenladen mit 550 mm hohem Gel\u00e4nder. Der Anstrich des Wagens, die Aufschrift auf den Seitenladen und hinten, wurde offen gelassen.<br \/>\nBeleuchtung, Signale und \u00fcbrige Ausr\u00fcstung: Elektr. Beleuchtung und elektr. Horn, eine Motorpfeife, motorisch angetriebene Pneuf\u00fcllpumpe, Kilometerz\u00e4hler mit Antrieb, Wagenwinde mit Lagerung, grosser abgefederter Anh\u00e4ngehaken, eine K\u00fchlerdecke, K\u00fchler vernickelt und<br \/>\n\u201c T\u00e9cal\u00e9mit\u201c-Schmierung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-41.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1134\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1134\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-41.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 41\" width=\"297\" height=\"300\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-40.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1133\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1133 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-40-300x190.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 40\" width=\"473\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-40-300x190.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-40-768x487.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-40-624x395.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-40.jpg 1018w\" sizes=\"(max-width: 473px) 100vw, 473px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Verkaufspreis: Fr. 34.500.00, Franken -Vierunddreissigtausendf\u00fcnfhundert-. Zahlungsbedingungen: Fr. 10.000.00 bei Bestellung, Fr. 10.000.00 bei Lieferung, Fr. 10.000.00 drei Monate sp\u00e4ter und f\u00fcr die restlichen Fr. 4.500.00 wird ein \u201cSaurer\u201c Lastwagen in Zahlung genommen.<br \/>\nLieferung franko Arbon, Uster. Lieferfrist: Sieben Wochen. Im Doppel ausgefertigt und beidseitig unterzeichnet: Arbon &amp; Uster den 27. Dezember 1926. Der K\u00e4ufer: Peter Bartenstein, Bierbrauerei Uster. Der Lieferant: Aktiengesellschaft Adolph Saurer.<br \/>\nAus dem Versand-Avis vom 25. M\u00e4rz 1927 ist zu entnehmen: Heute sandten wir Ihnen nachstehend verzeichnete Ware per eigener Achse durch unsern Monteur Rietmann. Ordre: Vertag vom 27. Dezember 1926, Com. Nr. 77\u2018521, ein \u201cSaurer\u201c-Automobil-Lastwagen, Type 5 AE von f\u00fcnf Tonnen Nutzlast, Chassis Nr. 20038\/49, Motor Nr. 13377 und Radstand von 4500 m\/m. Beilage: Eine Spezifikation des Wagens.<br \/>\nAus der Spezifikation ist zu entnehmen: Das Chassis erhielt die Nr. 20038\/49. Die Bereifung der Marke \u201cGoodyear\u201c, vorne einfach mit den Nr. 366872 und Nr. 86948, hinten doppelt mit den Nr. 154144, Nr. 91019 und Nr. 90623, Nr. 85590, der Reservepneu mit der Nr. 187797, Klammern und Support rechts am Sitz. Vorne zwei Kotfl\u00fcgel und hinten zwei Kotfl\u00fcgel mit Kotschutzleder.<br \/>\nDer Motor erhielt die Nr. 13377. Der Magnetapparat von \u201cBosch\u201c mit der Nr. 3236772 und die Motorpfeife von \u201cDelta\u201c. Die Carrosserie mit F\u00fchrersitz normal mit Sitz- und R\u00fcckwandpolster. Die Ladebr\u00fccke wurde die L\u00e4nge von erst 3940 mm auf 4360 mm abge\u00e4ndert. Ein Gasrohrgel\u00e4nder, ein Br\u00fcckenboden aus Eichenholz und eine Stirnwand bis zum F\u00fchrersitzdach reichend.<br \/>\nKomplete elektrische Beleuchtung von \u201cBosch\u201c, bestehend aus: einem Akkumulator rechts am Rahmen, eine Lichtmaschine Nr. 100\/12 850, ein Schaltapparat, zwei Scheinwerfer mixt, eine Schlusslampe, eine Handlampe, ein Fussabblender und zwei Signallaternen von \u201cNirona\u201c.<br \/>\nFerner: Ein Kilometerz\u00e4hler von \u201eAlpha\u201c, elektrisches Signalhorn von \u201cBosch\u201c samt Dr\u00fccker, eine K\u00fchlerschutzdecke, einen nachbestellten Scheibenreiniger, eine Tafel \u201cVorsicht Anh\u00e4nger\u201c, ein Wagenheber und Schl\u00fcssel mit Lagerung, eine Handluftpupe, ein Reparaturzeug, ein Pneuf\u00fcllschlauch mit Manometer, ein Montagewerkzeug f\u00fcr Simplex und ein komplettes Werkzeug 5AE samt \u00fcblichen Reserveteilen.<br \/>\nAnstrich: Gem\u00e4ss Spezifikation laut Ihrem Geehrten vom 02. M\u00e4rz 1927. Aufschriften: Auf den Seitenladen, Uster &#8211; Br\u00e4u. Auf der Hinterlande, P. Bartenstein. <em>(Wie man auf dem original Foto ersehen kann, wurden die Seitent\u00fcren mit dem Familienwappen von Bartensteins versch\u00f6nert).<br \/>\n<\/em>Gewichte: Leer, vorne 2000 kg, hinten 2830 kg, Total 4830 kg. Belastet, vorne 2910 kg, hinten 6920 kg, Total, 9830 kg.<br \/>\nAus der Faktura, Nr. 995 A, ihre Bestell Nr. Vertag vom 27. Dezember 1926, Com. Nr. 77\u2018521, vom 25. M\u00e4rz 1927 ist zu entnehmen: Wir sandten Ihnen auf Ihre Rechnung und Gefahr per eigener Achse durch unseren Monteur Rietmann. Dann folgen Angaben, die aus der Spezifikation ersichtlich sind. Preis des kompletten Automobil-Lastwagens Fr. 34\u2018500.00 (Fr. Vierunddreissigtausendf\u00fcnfhundert ). Zahlungsbedingungen: Gem\u00e4ss Vertrag. Gezeichnet: S. E. &amp; O.<br \/>\nRandnotizen von Peter Bartenstein zur Bezahlung des Lastwagens Saurer 5 AE: 27.12.1926 Scheck auf St. Gallen, Fr. 10\u2018000.00. 28.03.1927 Verg\u00fctung durch Schweizerische Volksbank Uster, Fr. 10\u2018000.00. 24.06.1927 Post-Giro Nr. 49, Fr. 10\u2018000.00. Alter 3,5 t. \u201cSaurer\u201c Lastwagen mit der Polizei Nr. 651 k\u00e4uflich \u00fcberlassen Fr. 4\u2018500.00.<br \/>\n<em>(Es k\u00f6nnte gut m\u00f6glich gewesen sein, dass f\u00fcr die R\u00fcckfahrt am 25. M\u00e4rz 1927 Herr<\/em><em> Riedmann<\/em><em> den \u201cSaurer\u201c 3,5 t gleich nach Arbon \u00fcberf\u00fchrte).<\/em><\/p>\n<p><strong>1927: Auch ein Gesch\u00e4ftsmann will stilvoll motorisiert sein<br \/>\n<\/strong>Auch ein Gesch\u00e4ftsmann will sich motorisiert haben. Um stilvoll, wie auch n\u00fctzlich unterwegs zu sein wurde bei der Marmon Vertretung, H. Heusser &amp; C<sup>o<\/sup>. an der Dufourstrasse 24 in Z\u00fcrich 8 ein Automobil der Marke Marmon bestellt.<br \/>\nIn einem Schreiben vom 1. Juli 1927 der Firma Heusser an Herrn P. Bartenstein, Brauerei, Uster wurde er wie folgendes informiert.<br \/>\nBetrifft 8 Cyl. Marmon 4-t\u00fcriger Sedan. Nach soeben erhaltenen telegraphischer Informationen erlauben wir uns Ihnen h\u00f6flichst mitzuteilen, dass eine Sendung von sieben Marmon-Wagen, wobei sich drei 4t\u00fcrige Sedan befinden und ca. am 15. des Monats hier ein treffen wird. Wir werden nicht verfehlen Ihnen Gelegenheit zu geben, einen Wagen von diesen dreien auszuw\u00e4hlen und freut es uns Ihnen bei dieser Gelegenheit f\u00fcr den uns g\u00fctigst erteilten Auftrag auf ein Marmon 8 Cyl. 4-t\u00fcriger Sedan samt Koffer und Koffertr\u00e4ger, Artillerier\u00e4der mit sechs bereiften abnehmbaren Felgen zum Ausnahmepreis von Frs. 13\u2018500.- verbindlichst zu danken. Wir empfehlen uns Ihnen Hochachtungsvoll.<br \/>\nMit der Faktura N<sup>o<\/sup>. 529\/326 von 3. August 1927 der Firma Heusser an Herrn P. Bartenstein, Brauerei, Uster wurde folgendes festgehalt.<br \/>\nWir lieferten Ihnen heute laut umfassender Auftragsbest\u00e4tigung vom 1. Juli a.c. (<em>anni<\/em><em> currentis<\/em>, lateinisch f\u00fcr \u201elaufenden Jahres\u201c), 1 Automobil Marmon 8 Cyl. Modell 1927, 4-t\u00fcriger Sedan Typ 35 in normaler Ausf\u00fchrung. Chassis N<sup>o<\/sup>. YOHH 79, Motoren N<sup>o<\/sup>. L 6399, Farbe: graublau &amp; schwarz, Polster: Tuchpolster grau und mit zwei Reservefelgen bereift mit 29 x 5.25 Ballon-Pneus. Besondere Ausr\u00fcstung: ein Koffertr\u00e4ger und ein Koffer. Die zweite bereifte Reserve-Felge wird rasch m\u00f6glichst nachgeliefert. Preis Fr. 13\u2018500.-. In einer Beilage wurden die Allgemeinen Lieferungsbedingungen mit gegeben.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-43.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1136\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1136 alignnone\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-43-300x152.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 43\" width=\"532\" height=\"270\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-43-300x152.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-43.jpg 347w\" sizes=\"(max-width: 532px) 100vw, 532px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-42.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1135\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1135 alignnone\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-42-300x213.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 42\" width=\"381\" height=\"270\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-42-300x213.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-42.jpg 571w\" sizes=\"(max-width: 381px) 100vw, 381px\" \/><\/a>Allgemeinen Lieferungsbedingungen.<\/p>\n<ol>\n<li>Vertrag. F\u00fcr alle unsere Motorfahrzeuglieferung ist einzig und allein der mit dem K\u00e4ufer abgeschlossene schriftliche Kaufvertrag massgebend. Andere Abmachungen haben keine G\u00fcltigkeit. Annulliert der K\u00e4ufer aus einem Grund, f\u00fcr den wir nicht verantwortlich gemacht werden k\u00f6nnen den Kaufvertag, so verf\u00e4llt die geleistete Anzahlung. Kommt die Lieferung des bestellten Objektes aus einem anderen Grunde nicht zustande, so hat der K\u00e4ufer lediglich Anspruch auf R\u00fcckzahlung der geleisteten Anzahlung ohne Zinse.<\/li>\n<li>Lieferfrist. Die Lieferfrist wird von dem Tage an gerechnet, an dem die im Vertrag vorgeschriebene Anzahlung geleistet wird. Wir sind stets bem\u00fcht, die vereinbarten Liefertermine genau einzuhalten, dagegen k\u00f6nnen wir f\u00fcr Versp\u00e4tungen, hervorgerufen durch Streiks, Arbeiteraussperrungen, Ereignisse h\u00f6herer Gewalt, Transporthindernisse etc., nicht verantwortlich gemacht werden und es steht dem K\u00e4ufer kein Recht zu, geringf\u00fcgiger Lieferfrist\u00fcberschreitungen wegen, den Auftrag zu annullieren.<\/li>\n<li>Preiserh\u00f6hung. F\u00fcr den Fall, dass infolge staatlicher Abgaben, (z.B. Zollerh\u00f6hung) der Kaufpreis erh\u00f6ht werden m\u00fcsste, erkl\u00e4rt sich der K\u00e4ufer anstandslos mit einem entsprechenden Zuschlag einverstanden.<\/li>\n<li>\u00a0Ablieferung. Wir behalten uns vor, jedes Fahrzeug vor der Ablieferung auszuprobieren, um uns von dessen einwandfreien Funktion zu \u00fcberzeugen. Die Ablieferung erfolgt erst nach Erf\u00fcllung der finanziellen Verpflichtungen seitens des K\u00e4ufers, gem\u00e4ss Kaufvertrag und nach einer gemeinsamen Abnahmefahrt, anl\u00e4sslich welcher der K\u00e4ufer Gelegenheit hat, sich vom einwandfreien Zustand des gekauften Objektes zu \u00fcberzeugen. Ist die \u00dcbernahme des Fahrzeugs durch den K\u00e4ufer ordnungsgem\u00e4ss erfolgt, so hat dieser den Befund schriftlich zu best\u00e4tigen auf einem ihm von uns vorgelegten Abnahmeformular.<\/li>\n<li>Service. Wir sind bem\u00fcht, in jeder Beziehung die volle Zufriedenheit unserer Kundschaft zu erwerben und es hat jeder K\u00e4ufer das Recht, w\u00e4hrend der Garantiezeit seinen Wagen sechsmal kostenlos bei uns nachsehen zu lassen; w\u00e4hrend des ersten Monates nach Ablieferung werden die n\u00f6tigen Adjustierungen und Nachstellungen kostenlos ausgef\u00fchrt. Die Wagen sind uns in gereinigtem Zustande zur Kontrolle vorzuf\u00fchren; allf\u00e4llige Reinigungsarbeiten gehen zu Lasten des K\u00e4ufers. Wir erwarten, dass sich unsere Kundschaft auch nach Ablauf der Garantiezeit bei eventuellen St\u00f6rungen oder notwendigen Reparaturen an uns wenden.<\/li>\n<li>Garantie. Wir garantieren f\u00fcr jedes von uns gelieferte neue Motorfahrzeug in dem Sinne, dass wir f\u00fcr jedes St\u00fcck des Chassis, welches bei normaler Ben\u00fctzung und Gebrauch des Wagens infolge Material- oder Fabrikationsfehler, innerhalb der ersten sechs Monate nach Ablieferung, unbrauchbar wird, kostenlos Ersatz leisten, oder durch Reparatur in gebrauchsf\u00e4higen Zustand stellen. Das fehlerhafte St\u00fcck muss uns frankiert zugestellt werden, damit wir uns von dessen Fehlerhaftigkeit \u00fcberzeugen k\u00f6nnen. F\u00fcr Wagen, welche ohne unser Einverst\u00e4ndnis ausserhalb unserer Werkst\u00e4tte repariert, oder in einer Art ge\u00e4ndert werden, dass nach unserem Erachten die Stabilit\u00e4t oder die Zuverl\u00e4ssigkeit beeintr\u00e4chtigt worden ist, ferner f\u00fcr Wagen, die infolge Missbrauch (\u00dcberforcierung) unsachgem\u00e4sse Behandlung oder Unfall defekt geworden sind, lehnen wir jede Garantie ab. F\u00fcr Reifen, Felgen, Z\u00fcndapparate, Batterien, Windschutzscheiben, Anlasser, Generatoren, H\u00f6rner und andere Signalapparate, Geschwindigkeitsmesser und andere Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde \u00fcbernehmen wir keine Garantie, da dieselben gew\u00f6hnlich seitens ihrer verschiedenen Fabrikanten oder Lieferanten garantiert sind.Weitergehende Anspr\u00fcche seitens der Kundschaft, als in vorstehenden Bestimmungen enthalten sind, insbesondere Schadenersatz, vers\u00e4umte Zeit, De- und Remontage der zu ersetzenden St\u00fccke etc. werden ausdr\u00fccklich abgelehnt. Vereinbarte Liefertermine f\u00fcr Ersatzlieferungen sind unverbindlich bei Streik, Unf\u00e4llen h\u00f6herer Gewalt, Transportschwierigkeiten und andere Versp\u00e4tungen, die ohne unser Verschulden verursacht werden.<\/li>\n<li>Erf\u00fcllungsort. Als Erf\u00fcllungsort f\u00fcr alle aus einem Kauf oder einem anderen Rechtsgesch\u00e4ft sich ergebenden Verpflichtungen erkennen beide Parteien Z\u00fcrich.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>1929: Todesanzeige Peter Bartenstein-Guyer Brauereibesitzer, Uster 10. April 1929 \u2020<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Am 10. April entschlief im Rotkreuzspital in Z\u00fcrich, wohin er nach einem Autounfall verbracht worden war, im Alter von 76 Jahren Herr Peter Bartenstein-Guyer, Brauereibesitzer. Der Tod hat einem Unerm\u00fcdlichen, der keine Last des Alters kannte, ewigen Feierabend geboten. Mit Bewunderung schauen wir an seiner Bahre zur\u00fcck auf ein Leben reich an M\u00fche und Arbeit, aber auch an ideellem und materiellem Erfolg. Im Jahre 1887 war der Verstorbene, der von Alberschwende im Vorarlberg stammte, nach Uster gekommen und hatte zusammen mit seinem Bruder Hans, zu dem sich sp\u00e4ter, wenigstens eine Zeitlang, noch die Br\u00fcder Martin und Franz gesellten, die Stahel\u2019sche Bierbrauerei k\u00e4uflich \u00fcbernommen. Dank einer besonderen Begabung f\u00fcr das Brauereifach, einer stets lebendigen Initiative und einem rastlosen Fleiss nahm die Brauerei rasch an Bedeutung zu. 1897 wurde ein modernes Brauereigeb\u00e4ude erstellt, 1906 \u00fcbernahm der Verstorbene das Gesch\u00e4ft auf eigene Rechnung und baute es, nachdem er durch seine Heirat festen Boden in Uster gefasst hatte, nachdem ihm auch von seiner Gattin eine bl\u00fchende Kinderschar geschenkt worden war, immer mehr zu einem wahren Muster-Etablissement aus, das von den gr\u00f6ssten Brauereien unseres Landes wohl an Ausdehnung, nicht aber an Leistungsf\u00e4higkeit \u00fcbertroffen wird. Selbst als er in das achte Jahrzehnt seines Lebens eintrat, dachte er nicht an Ruhe, sondern verdoppelte seine Anstrengungen f\u00fcr die zeitgem\u00e4sse Vervollkommnung seines Betriebes. Der Dahingeschiedene hatte, obgleich er im politischen Leben niemals in den Vordergrund trat, doch stets ein lebendiges Interesse f\u00fcr alle Fragen der \u00d6ffentlichkeit, f\u00f6rderte alle geistigen und k\u00fcnstlerischen Bestrebungen wohlwollend und besass f\u00fcr die Schwachen unseres Volkes immer ein warm schlagendes Herz. Die schweizerischen Bierbrauer verlieren an ihm einen hochgesch\u00e4tzten Kollegen, dessen Andenken stets in Ehren gehalten werden wird.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-44.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1137\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1137\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-44-225x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 44\" width=\"227\" height=\"303\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-44-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-44.jpg 392w\" sizes=\"(max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-45.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1138\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1138\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-45-206x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 45\" width=\"207\" height=\"301\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-45-206x300.jpg 206w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-45.jpg 240w\" sizes=\"(max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-46.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1154\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1154 alignnone\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-46-224x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 46\" width=\"225\" height=\"301\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-46-224x300.jpg 224w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-46.jpg 248w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1931: Brauerei Uster, P. Bartenstein, Aktiengesellschaft<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Als Peter Bartenstein-Guyer 1929 starb wurde der Betrieb von dessen Sohn Peter Bartenstein jun. weiter gef\u00fchrt, dem einzigen m\u00e4nnlichen Nachkommen nach vier M\u00e4dchen. Er teile sich die Gesch\u00e4ftsleitung sp\u00e4ter mit Adolf Walker-Bartenstein, dem Mann der Schwester Olga. Das Unternehmen wurde 1931 in eine Familien-Aktiengesellschaft umgewandelt. Inzwischen war die Brauerei Uster, P. Bartenstein AG, wie sie sich fortan nannte, kein Kleinbetrieb mehr, sondern ein mittelgrosses Unternehmen der Branche. An einem gewerblichen Bezirkshauptort gelegen, in industrieller Gegend, hatte diese Brauerei im Gegensatz zu manch anderer, allzeit prosperiert.<\/p>\n<p><strong>1931: Schreiben zur Kenntnis an die Kundschaft, Juni 1931<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Brauerei Uster, P. Bartenstein A. G., Uster, im Juni 1931. Wir beehren uns, Ihnen davon Kenntnis zu geben, dass wir den seit 1887 von Gebr. Bartenstein und seit 1906 unter der Firma P. Bartenstein gef\u00fchrten Brauereibetrieb in eine Aktiengesellschaft umgewandelt haben und unter der Firma Brauerei Uster, P. Bartenstein, Aktiengesellschaft in unver\u00e4nderter Weise weiterf\u00fchren werden. Das Gesch\u00e4ft, welches bisher von Herrn Peter Bartenstein sen. allein gef\u00fchrt worden ist, wird zuk\u00fcnftig unter der Oberleitung des Herrn Peter Bartenstein jun. stehen. Wir bitten Sie, von dessen nebenstehender Unterschrift sowie derjenigen der beiden anderen voll zeichnungsberechtigten Mitglieder des Verwaltungsrates, Kenntnis nehmen zu wollen. F\u00fcr das der bisherigen Firma bewiesene Wohlwollen sprechen wir Ihnen unsern besten Dank aus und bitten Sie, dasselbe auch auf uns \u00fcbertragen zu wollen.<br \/>\nHochachtungsvoll Brauerei Uster, P. Bartenstein A. G. Unterschriften. Es werden zeichnen: Herr Peter Bartenstein jun. (zugleich Pr\u00e4sident des Verwaltungsrates), Fr\u00e4ulein Mina Bartenstein und<br \/>\nHerr Adolf Walker-Bartenstein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-48.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1140\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1140\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-48-300x229.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 48\" width=\"393\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-48-300x229.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-48.jpg 512w\" sizes=\"(max-width: 393px) 100vw, 393px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-47.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1139\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1139 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-47-300x198.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 47\" width=\"454\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-47-300x198.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-47.jpg 567w\" sizes=\"(max-width: 454px) 100vw, 454px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1931: Aus dem Handelsregister<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Brauerei Uster, P. Bartenstein, Aktiengesellschaft. Diese neue Aktiengesellschaft bezweckt den Weiterbetrieb der bisher von <em>\u2039\u2039P. Bartenstein\u203a\u203a<\/em> gef\u00fchrten Bierbrauerei durch \u00dcbernahme von 1\u2018601\u2018039 Fr. Aktiven und 1\u2018001\u2018039 Fr. Passiven zum Preis von 600\u2018000 Fr., der durch Barzahlung getilgt wird. A.-K. 600\u2018000 Fr. Verwaltungsrat: Peter Bartenstein, Kaufmann, Uster; Mina Bartenstein-Guyer, Partikularin, Uster; Mina Bartenstein, kaufm\u00e4nnische Angestellte, Uster; Adolf Walker-Bartenstein, Chemiker, Uster. Die Familie von Peter Bartenstein jun. wohnte nun nicht mehr in der alten Villa, sondern in einem 1933 erstellten Neubau nebenan. Dabei handelt es sich um ein bestens bekanntes Geb\u00e4ude, n\u00e4mlich um die heutige st\u00e4dtische Galerie Villa am Aabach. W\u00e4hrend das Wohnhaus Peter Bartenstein jun. alleine geh\u00f6rte, war der grosse Park darum herum, einschliesslich der heutigen hinteren Liegewiese der Dorfbadeanstalt, im Besitz der Firma. Man vermutet, dass dem vielen Land seinerzeit in der Absicht erworben wurde, dereinst die Fabrik darauf zu erweitern.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-49.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1141\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1141\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-49-300x216.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 49\" width=\"415\" height=\"299\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-49-300x216.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-49.jpg 519w\" sizes=\"(max-width: 415px) 100vw, 415px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-50.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1142\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1142 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-50-300x184.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 50\" width=\"490\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-50-300x184.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-50-768x471.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-50-624x383.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-50.jpg 817w\" sizes=\"(max-width: 490px) 100vw, 490px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1934: Der Malz-Silo-Bau der Brauerei Uster, P. Bartenstein A.-G.<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Der Siloturm wurde 1934 nach Pl\u00e4nen der renommierten Architekten Debrunner und Blankert im Stil des neuen Bauens erstellt. Der dominierende, geschlossene Backsteinturm mit abschliessendem Fensterband stellt ein gutes Beispiel f\u00fcr einen funktionellen Industriebau dar.<\/p>\n<p><em>Brauereitechnischer Bericht von Debrunner &amp; Blankert, dipl. Arch., Z\u00fcrich<br \/>\n<\/em>Bauprogramm: Die Brauereileitung verlangte einen Malzsilo von 65 Waggons Fassungsverm\u00f6gen. Daneben waren im Geb\u00e4ude weiter unterzubringen: Ein neuer Lagerkeller f\u00fcr volle Kisten und F\u00e4sser, als Vergr\u00f6sserung des bestehenden (auf Rampenh\u00f6he); eine neue Fassabf\u00fcllerei; ein Braumeister-B\u00fcro mit gutem \u00dcberblick \u00fcber den Hof und guter Verbindung zu den Arbeitsr\u00e4umen; ein Vorplatz zu B\u00fcro und Lift; ein Garderoberaum f\u00fcr Brauereiarbeiter, mit W.-C., B\u00e4der und Duschen; ein Schalanderraum mit W\u00e4rmeschr\u00e4nken zur Warmhaltung von Speisen; die n\u00f6tigen R\u00e4ume zur Aufnahme der maschinellen Einrichtungen; ein kombinierter Personen und Warenaufzug vom Parterre bis Bierst\u00fcbli; ein Bierst\u00fcbli im obersten Geschoss, mit B\u00fcfett, Garderobe und W.C.; ein Treppenhaus als Nottreppe, bis zur Dachterrasse f\u00fchrend; ein Kellergeschoss.Der Bauplatz liegt direkt gegen\u00fcber dem Sudhaus am Fusse des Schlossberges, mitten in bestehenden Brauereigeb\u00e4ulichkeiten. Letztere mussten teilweise abgebrochen werden. Auf der Nordseite durch die Baulinie der Brauereistrasse, auf der S\u00fcdseite durch den Berg begrenzt, ergab der Bauplatz eine sehr geringe Bautiefe. Auf der Ost- und Westseite ist der Neubau einerseits durch die projektierte Vergr\u00f6sserung des Lagerkellers, andererseits durch die bestehende Fassabf\u00fcllerei im Ausmass bestimmt. Dadurch ergab sich die H\u00f6he des Silos zwangsl\u00e4ufig. Er zeigt sich heute als schlanker Turm, wegen des dahinterliegenden Waldes farblich dunkel gehalten, als Wahrzeichen der Brauerei.<br \/>\nWahl des Baustoffes: In Frage kamen: Eisenfachwerk-Silo oder armierter Beton-Silo. Der Entscheid zugunsten der einen oder anderen Konstruktionsart ist im Industriebau immer eingehend zu er\u00f6rtern, und er darf nicht durch gef\u00fchlsm\u00e4ssige Einstellung erfolgen. Wir m\u00f6chten darum n\u00e4her auf diese Frage eintreten. Die sich immer wieder ergebene Tatsache, dass der armierte Eisenbeton-Silo in der Erstellung billiger ist, als der Eisenfachwerk-Silo, ist jedenfalls damit zu erkl\u00e4ren, dass infolge seines grossen Eigengewichtes der Eisenbeton dann im Vorteil ist, wenn die Nutzlasten hoch und die Spannweiten nicht zu gross sind. Dann tritt die verteuernde Rolle des Eigengewichtes des armierten Betons in den Hintergrund, w\u00e4hrend mit zunehmender Spannweite und abnehmender Nutzlast der Eisenbau vorteilhafter wird. Aus diesem Grund wird z. B. ein vielst\u00f6ckiges B\u00fcrohaus mit seinen geringen Nutzlasten von 250-500 km\/m\u00b2 wirtschaftlicher in Eisenfachkonstruktion, w\u00e4hrend Silos und Industriebauten mit geringer S\u00e4ulendistanz und grosser Nutzlast billiger in Eisenbeton erstellt werden. Es bleibt weiter zu pr\u00fcfen, ob die Verteuerung des Eisenbaues durch andere Vorteile, welche diese Konstruktion bietet, vertretbar ist. Der wesentliche Vorteil der Eisenfachwerkkonstruktion liegt in seiner sp\u00e4teren leichten \u00c4nderungs- und Verst\u00e4rkungsm\u00f6glichkeit. Seine weiteren Vorteile sind: kleine St\u00fctzen-Querschnitte und damit Platzgewinn; genaue Ausf\u00fchrung nach den statischen Berechnungen in der Werkstatt; geringer Platzbedarf f\u00fcr die Montage; Hauptarbeit in der Werkstatt und damit geringe Gefahr bei Streiks, da im allgemeinen Bauarbeiter \u00f6fters streiken, als Metallarbeiter; geringere Tagel\u00f6hne f\u00fcr Stemm- und Zuputz-Arbeiten etc..<br \/>\nFerner ergibt die Eisenkonstruktion sofort begehbare R\u00e4ume, die nicht durch Schalung und Spriessung aller Art behindert werden, und dadurch ist ein rascherer Beginn der installations- und anderen Arbeiten m\u00f6glich. Nachteilig sind, wie schon erw\u00e4hnt, bei Konstruktionen mit grossen Nutzlasten, die Kosten. Ferner ist die Vernichtung eines Bauwerkes durch Feuer bei nicht ummantelter Eisenkonstruktion viel rascher, als bei armiertem Beton. Aus diesem Grund wird die Ummantelung von eisernen S\u00e4ulen und Unterz\u00fcgen h\u00e4ufig beh\u00f6rdlich verlangt. Dadurch ergibt sich aber ein weiterer Verteuerungsgrund der Eisenkonstruktion, und die Ummantelung macht die raschere Bauweise der Eisenkonstruktion und ihre kleinen St\u00fctzen-Querschnitte wieder illusorisch. Bei schweren Konstruktionen liegt der Hauptvorteil des armierten Betons in der Billigkeit. Weiter liegt ein Vorteil in der verminderten Zerst\u00f6rungsgefahr bei Brand. Durch die heutige Verwendung von Granit-Zement (hochwertiger Zement), der beim Silobau ausschliesslich in Frage kommt, ist gegen\u00fcber dem gew\u00f6hnlichen Zement eine viel raschere Bauweise m\u00f6glich. Nachteilig ist die grosse Starrheit des armierten Betons, welche nachtr\u00e4gliche \u00c4nderung nicht verunm\u00f6glicht, aber doch erschwert und verteuert.<br \/>\nFerner ist im Beton die Aufh\u00e4ngung aller Arten von Installationen erschwert, so dass Spitz- und Zuputzarbeiten h\u00f6here Summen erfordern als beim Eisenbau. Diese Verteuerung steht jedoch in keinem Verh\u00e4ltnis zur allgemeinen Einsparung. Nachteilig sind weiter die grossen S\u00e4ulen-Querschnitte und auch der grosse Installationspark und sein Platzbedarf, sowie die Behinderung im Bau durch Schalung und Spriessung. Der ganze Herstellungsvorgang erfolgt auf der Baustelle und ist dadurch mehr von der Witterung abh\u00e4ngig als die Eisenkonstruktion. Als Vorteil d\u00fcrfte wieder hervorgehoben werden, dass die Ausf\u00fchrung des armierten Betons in der Hand eines Unternehmens liegt, w\u00e4hrend dem beim Eisenbau Maurer und Eisenkonstrukteur gemeinsam besch\u00e4ftigt sind. Aus diesem Pro und Kontra wurde f\u00fcr den Silobau zugunsten des armierten Betons aus folgenden Gr\u00fcnden entschieden:<br \/>\n1.Gr\u00f6ssere Wirtschaftlichkeit. 2. Der Vorteil der leichten \u00c4nderungsm\u00f6glichkeit beim Eisenfachwerk tritt beim Silobau zur\u00fcck, da f\u00fcr diese Art Bauwerk eine wesentliche \u00c4nderung kaum in Frage kommt. 3. Die monolithische gegossenen Silozellenw\u00e4nde besitzen wesentliche Vorteile gegen\u00fcber den gemauerten, weil durch die st\u00e4ndigen Reibung des Malzes M\u00f6rtelteile an den W\u00e4nden leicht abbr\u00f6ckeln k\u00f6nnen, die zu unangenehmen Erscheinungen, sogar bis zu Explosionen in der Schroterei f\u00fchren k\u00f6nnen. 4. Die grosse Starrheit des armierten Betons d\u00fcrfte im Silobau eher als Vorteil, denn als Nachteil gewertet werden. 5. Die \u00fcbrigen oben erw\u00e4hnten Vor- und Nachteile fielen bei n\u00e4herer Pr\u00fcfung weniger ins Gewicht und blieben f\u00fcr den Entscheid belanglos.<\/p>\n<p>Vergebung: Dank des von der Bauherrschaft pr\u00e4zise aufgestellten Bauprogrammes, in dem w\u00e4hrend des Baues nichts Wesentliches mehr ge\u00e4ndert wurde, konnten die Bauarbeiten und Ausf\u00fchrungsbestimmungen genau ausgeschrieben und danach ausgef\u00fchrt werden. Diesem Punkte wird im Allgemeinen zu wenig Rechnung getragen. F\u00fcr die Abrechnung sind genau aufgestellte Baubeschreibungen und Ausf\u00fchrungsvorschriften, die w\u00e4hrend des Baues eingehalten werden k\u00f6nnen, \u00e4usserst wertvoll. Nichts wirkt auf einen Bau verteuernder, als stetiges \u00c4ndern nach Vergebung der Arbeiten.<\/p>\n<p>Isolation: Der Isolation der Silozellen gegen Feuchtigkeit wurde die gr\u00f6sste Aufmerksamkeit geschenkt. Da der Silo auf allen vier Seiten frei steht, ist der Wind und Wetter ausgesetzt und f\u00fcrs erste auf seinen Aussenseiten gegen Feuchtigkeit der Atmosph\u00e4re wie Regen, Nebel und Tau zu isolieren. F\u00fcrs zweite sind die Zellen gegen Schwitzwassererscheinungen im Innern zu sch\u00fctzen, weil die Zellenw\u00e4nde sehr d\u00fcnn sind. Sie weisen von den Trichtern bis zum Siloboden durchwegs eine St\u00e4rke von nur 10 cm auf. Die Schwitzwassergefahr besteht selbstverst\u00e4ndlich nur bei leeren<br \/>\nZellen, ist aber deswegen nicht minder gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-52.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1144\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1144\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-52-300x189.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 52\" width=\"476\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-52-300x189.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-52-768x484.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-52-624x394.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-52.jpg 837w\" sizes=\"(max-width: 476px) 100vw, 476px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-51.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1143\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1143 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-51-300x231.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 51\" width=\"390\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-51-300x231.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-51.jpg 613w\" sizes=\"(max-width: 390px) 100vw, 390px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Armierte Betonarbeiten: F\u00fcr die Eibringung des Betons in die Zellen kamen drei Verfahren in Betracht:<\/p>\n<ol>\n<li>das Einbringen des Betons mit der Schaufel (Stampfbeton);<\/li>\n<li>das Giessverfahren;<\/li>\n<li>das Verfahren mit Gleitschaltung zusammen mit Giessverfahren.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das System der Gleitschaltung, das wegen des durchg\u00e4ngigen Tag- und Nachtbetriebes die k\u00fcrzeste Bauzeit verspricht, ergab sich laut den eingegangenen Offerten als zu teuer. Der Vorteil, dass die Zellenw\u00e4nde durch die gleitende Schalung gegl\u00e4ttet und wegen des Schichtbetriebes ohne Stossfugen bleiben, schien als zu teuer erkauft. Ebenso wurden die wesentlich k\u00fcrzere Bauzeit nicht als gen\u00fcgender Ausgleich betrachtet.<\/p>\n<p>Das Einbringen des Betons mit der Schaufel oder das Giessverfahren wurde nach l\u00e4ngeren Besprechungen dem Unternehmer \u00fcberlassen. Er entschied sich aus Installationsgr\u00fcnden f\u00fcr die erstere Art.<\/p>\n<p>Beide Arten zeigen Vor- und Nachteile, die hier zu er\u00f6rtern zu weit f\u00fchren w\u00fcrde. Wir selber neigen eher der Ansicht zu, im Silobau sei mit Vorteil das Giessverfahren anzuwenden. Die Einwendungen, dass dabei der n\u00f6tige hohe Wasserzusatz die Festigkeit des Betons zu sehr herabsetzte und dass sich w\u00e4hrend des Transportes des Betons in der Rinne die Gefahr einer Entmischung sehr gross sei, ist entgegenzuhalten, dass bei sorgf\u00e4ltiger Einhaltung der als richtig ermittelten Kornzusammensetzung und des notwenigen geringsten Wasserzusatzes beide Gefahren nicht nur verschwinden, sondern vielmehr ein Beton erzeugt wird, der an Gleichm\u00e4ssigkeit und Dichte dem Stampfbeton ebenb\u00fcrtig ist.<\/p>\n<p>Um m\u00f6glichst glatte Ansichtfl\u00e4chen der Zellenw\u00e4nde zu erhalten, wurden besondere Ausf\u00fchrungsvorschriften ausgestellt. Unter den gleichen Bedingungen wie am Bau wurden mit verschiedenen Kies-Sand-Mischungen und bei getrennter Anlieferung beider und mit verschiedenen Wasserzus\u00e4tzen Proben ausgef\u00fchrt, deren Optimum zur Ausf\u00fchrung vorgeschrieben wurde. Spezielle Vorschriften betonten die Behandlung der Stossfugen in den Zellenw\u00e4nden, um m\u00f6glichst glatte, durchgehende Ansichtsfl\u00e4chen zu erhalten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Baues wurden durch die Bauleitung von Zeit zu Zeit wahllos aus der Betonmischmaschine Betonproben entnommen und als Probew\u00fcrfel der Eidgen\u00f6ssischen Materialpr\u00fcfungsanstalt zur Aufnahme von Druckproben eingesandt. Die Festigkeit musste, je nach Abbinde-Dauer, einen vorgeschriebenen Minimalwert erreichen.<\/p>\n<p>Um die Baufestigkeit des Betons in den stark beanspruchten Parterres\u00e4ulen effektiv bestimmen zu k\u00f6nnen, wurde aus dem Innern einer S\u00e4ule ein Probew\u00fcrfel ausgespitzt und auf Druckfestigkeit gepr\u00fcft. Diese Massnahme ergibt ein genaues Bild der Druckfestigkeit der erstellten S\u00e4ule, kann aber aus begreiflichen Gr\u00fcnden nicht h\u00e4ufig durchgef\u00fchrt werden. Im Allgemeinen zeigten die verschiedenen Spitzarbeiten im Beton die erste Schicht von 1-2 cm etwas zementreicher und daher spr\u00f6der als im Innern. Diese Tatsache ist mit R\u00fccksicht auf die Rostsicherheit der Eiseneinlagen nicht sch\u00e4dlich.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten speziell erw\u00e4hnen, dass beim modernen Industriebau die vorerw\u00e4hnten Ausf\u00fchrungsbestimmungen ins Pflichtenheft des bauleitenden Architekten geh\u00f6ren, und dass es falsch ist, zu glauben, seine Aufgabe sei mit einer gewissen Formgebung ersch\u00f6pft.<\/p>\n<p>Verblendmauerwerk: Die Fassaden des bestehenden Sudhauses und der \u00fcbrigen Brauereigeb\u00e4ude sind haupts\u00e4chlich in dunkelroten und gelblichen Verblendern (Klinkern) erstellt. Wegen des bewaldeten Schlossberges, gegen welche sich der Silo abh\u00e4lt, entschloss man sich, seine Fassade einfarbig dunkelrot zu gestalten. Es fand sich ein nicht zu teurer Verblender (Klinker w\u00e4re zu teuer gewesen), sch\u00f6ner, dunkelroter F\u00e4rbung. Bedenklich erschien die Gefahr der Salpeter-Ausbl\u00fchungen im Verblendmauerwerk, weil die unteren Partien und s\u00e4mtliche Fensterpfeiler wegen des grossen Druckes in Zementm\u00f6rtel gemauert werden mussten. Die Ausbl\u00fchungen traten auch in Erscheinung aber ohne das Aussehen des Silos wesentlich zu beeintr\u00e4chtigen. In einigen Jahren d\u00fcrften die weisslichen Salpeterflecken durch Wind und Wetter ganz verschwinden.<\/p>\n<p>Lagerkeller: Der Lagerkeller im Parterre wurde in seinen s\u00e4mtlichen Begrenzungsfl\u00e4chen mit doppelten Korkplatten isoliert. Als T\u00fcren wurden patentierte K\u00fchlraumt\u00fcren, als Fenster dreifache Verglasung verwendet. Spezielle Vorsicht verlangten die auf der weichen Korkisolation zu erstellenden Wand- und Bodenbel\u00e4ge, welche durch Schl\u00e4ge der vollen F\u00e4sser und Kisten sehr stark beansprucht werden. Der Anschluss der Isolation an Fenster und T\u00fcren verlangt zum voraus ein genaues Studium. Der Lagerkeller kann im Sommer k\u00fcnstlich, im Winter vermittelst Aussenluft gek\u00fchlt werden.<\/p>\n<p>Dass die Wahl des Bodenbelages in Fass- und Kistenlagerkellern eine ausserordentlich heikle Angelegenheit ist, wissen s\u00e4mtliche Brauerei-Fachleute. Nach l\u00e4ngeren Studien und Vergleichen von bestehenden B\u00f6den wurde ein Spezialhartboden verwendet, der, wie es scheint, sich gut bew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Das Bierst\u00fcbli: Im obersten Geschoss erhielt, als Gegensatz zu den grossen Mauerfl\u00e4chen, ein durchgehendes Fensterband. Die Tragkonstruktion der Decke liegt innerhalb der Fensterfl\u00e4che. Das Fensterband erm\u00f6glicht einen freien Ausblick auf Uster und die n\u00e4here Umgebung und sogar \u00fcber den Schlossberg hinweg in die Berge.<\/p>\n<p>Das Bierst\u00fcbli wurde mit Buffet, Abwascheinrichtung, elektrischem Rechaud als Kochgelegenheit und mit einer einfachen und guten M\u00f6blierung ausgestattet. Die W\u00e4nde sind verputzt und farbig gehalten. Das verwendete Holz ist gewichstes L\u00e4rchenholz; der Boden Linoleum. Der Fussboden des Bierst\u00fcblis ist 24.50 m, die untere Dachterrasse 28.50m, die obere Dachterrasse 31 m und die Spitze der Fahnenstange 39 m \u00fcber dem Hof-Niveau.<\/p>\n<p>Silotreppe: Da die Erstellung eines Bierst\u00fcblis im obersten Silogeschoss beschlossen war, war die Erstellung eines Aufzuges, der als Personen- und Lastenaufzug dient, gegeben. Den Brauereibesuchern durfte nicht zugemutet werden, einen H\u00f6henunterschied von 24.50 m zu Fuss zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Die Frage, ob neben dem Lift auch noch eine Silotreppe eingebaut werden sollte, gab zu l\u00e4ngeren Erw\u00e4gungen Anlass. Der Einbau einer Treppe ergab den Verlust einer Silozelle. Es wurde darum erwogen, die Treppe ganz fallen zu lassen, oder aber ausserhalb des Geb\u00e4udes als separaten Bauk\u00f6rper hochzuf\u00fchren. Der ersteren Erw\u00e4gung widersetzte sich das Fabrikinspektorat, und wir d\u00fcrfen heute sagen, mit Recht. Die zweite L\u00f6sung ergab eine Verteuerung, die den Mehrwert einer Silozelle nicht aufwog und befriedigte auch in architektonischer Hinsicht nicht durchwegs. So entschloss man sich eine Nottreppe anstelle einer Silozelle eizubauen. Auf jeden Fall war dieser Entschluss richtig und ist nicht zu bereuen.<\/p>\n<p>Begehbarkeit der Silozellen: Es ist wichtig, dass die Silozellen begangen werden k\u00f6nnen. Im Siloboden sind zu diesem Zweck gut verschliessende Einsteig\u00f6ffnungen montiert worden; in den Silotrichtern sind Mannloch-\u00d6ffnungen angebracht. Das Zelleninnere kann von oben mit einer Seilwinde befahren, oder durch feste Leitern begangen werden. Vorl\u00e4ufig wurden in den Silozellen nur die Haltekonstruktionen der Leitern montiert, um sie bei sp\u00e4terem Bed\u00fcrfnis ohne jede Spitzarbeit installieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Heizung: Im Silo sind das Braumeisterb\u00fcro, die Garderoben, W.-C., B\u00e4der und Schalander-R\u00e4ume f\u00fcr das Personal, sowie das Bierst\u00fcbli mit seinen Annexen mit einer zentralen Warmwasserheizung versehen. Mittelst Betriebsdampfs wird das Heizungswasser in einem Gegenstromapparat erzeugt.<\/p>\n<p>Erfahrungen: Aus Spargr\u00fcnden wurde die Decke \u00fcber dem neuen Lagerkeller im Parterre mit ins Licht springenden Unterz\u00fcgen erstellt. Es zeigte sich nachher, dass diese Sparmassnahme falsch war. Die vielen Leitungen und namentlich die K\u00fchlanlage und die Korkisolation w\u00e4ren f\u00fcr eine glatte, unterzugslose Decke in Montage und Kosten wesentlich einfacher geworden, so dass die Mehrkosten einer Pilzdecke mehr als aufgehoben worden w\u00e4ren. Wir m\u00f6chten auf diesen Punkt hinweisen, der, wie wir glauben, der einzige ist, den die Bauherrschaft und wir heute anders ausf\u00fchren w\u00fcrden, als es das Projekt vorsah.<\/p>\n<p>Eine weitere wichtige Erfahrung ist diese, dass bei den heutigen Baumethoden, sei es Eisenbeton oder Eisenfachwerk, die selbstst\u00e4ndige Ausf\u00fchrung des Tragwerkes nicht durch die Verbindung mit anderen Systemen (Mauerarbeiten und Verblendmauerwerk) behindert wird. Schon von Anbeginn ist beim Projekt zu versuchen, diese beiden Systeme so zu verbinden, dass sie gegenseitig reibungslos und ohne l\u00e4hmend aufeinander zu wirken, ausgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Grundgesetz bleibt bei allem Bauen, ein mit der Bauherrschaft in allen Teilen abgekl\u00e4rtes Bauprogramm aufzustellen und die bauliche H\u00fclle mit dem Betriebsingenieur und dem Statiker bis ins kleinste Detail durchzuarbeiten, bevor mit Bauen begonnen wird. Wichtig ist vor allem, wie dies hier von der Bauherrschaft aus geschah, vor Beginn der Projektarbeiten das F\u00f6rdersystem, ob pneumatisch oder mechanisch festzulegen und mit dem Bau nicht zu beginnen, bevor die Pl\u00e4ne mit der, die maschinellen Einrichtungen liefernden Firma, bereinigt sind. Es bleibt immer ein Experiment, wenn der Betriebsingenieur ohne vorangehende engste Zusammenarbeit mit der Bauleitung vor die vollzogene Tatsache des fertigen Baues gestellt wird. Z\u00fcrich, den 19. M\u00e4rz 1935.<\/p>\n<p><strong>\u00a01934: Die maschinelle Einrichtung des Malzsilos <\/strong><strong>der Brauerei Uster P. Bartenstein A.-G.<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Von E. Baumgartner, Ing. der Maschinenfabrik und M\u00fchlenbauanstalt Daverio &amp; Cie. A.G., Z\u00fcrich.<br \/>\nUnmittelbar am Fusse des Schlossberges in Uster entstand auf dem Brauerei-Areal der Brauerei Uster P. Bartenstein A.-G. im verflossenen Jahre ein vielbeachtetes Bauobjekt, das mit seiner Gr\u00f6sse und Formsch\u00f6nheit auf den Beschauer grossen Eindruck macht.<br \/>\nDieses auffallende, hohe Geb\u00e4ude, mit seinem roten Mauerwerk, welches sich deutlich und weit sichtbar von dem gr\u00fcnen Hintergrund abhebt, ist in der Hauptsache ein Lagersilo mit einem Fassungsverm\u00f6gen von 65 Wagen Braumalz. Seine obersten bzw. untersten R\u00e4ume dienen noch anderen Zwecken, welche in der bautechnischen Beschreibung eingehender erl\u00e4utert werden.<br \/>\nEs obliegt mir nur die Aufgabe, die maschinellen Einrichtung, das heisst die Malztransport- und Putzerei-Anlage, einerseits f\u00fcr den neuen und anderseits f\u00fcr den mit letzterem in Verbindung stehenden alten Malzsilo, einer n\u00e4heren Beschreibung zu unterziehen.<\/p>\n<p>Vorarbeiten: Die baulichen Verh\u00e4ltnisse, wie sie bei der Projektierung des neuen Silo vorhanden waren, verlangten, mit R\u00fccksicht auf die zur Verf\u00fcgung stehende effektiv kleine Grundfl\u00e4che f\u00fcr den Silo, letztere m\u00f6glichst als eigentliche Lagerfl\u00e4che auszun\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die von der Gesch\u00e4ftsleitung der Brauerei gew\u00fcnschten Arbeitsfunktionen der Transport- und Putzereieinrichtungen mit einer st\u00fcndlichen Leistung von 10 t Malz waren folgende:<\/p>\n<ol>\n<li>Neuer Silo:<\/li>\n<li>Annahme des Malzes im Parterre und Transportierung desselben bis zur Reinigungsmaschine.<\/li>\n<li>Verteilung des Malzes in die Silozellen.<\/li>\n<li>Entnahme des Malzgutes aus einer Zelle und umbunkern desselben in eine andere.<\/li>\n<li>Alter Silo:<\/li>\n<li>Annahme des Malzes im Parterre des neuen und Transportierung desselben in den alten Silo, welcher sich \u00fcber dem Sudhaus befindet.<\/li>\n<li>Entnahme des Malzgutes aus einer Zelle des neuen und F\u00f6rderung desselben in eine Zelle des alten Silos.<\/li>\n<\/ol>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-53.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1145\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1145\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-53-300x192.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 53\" width=\"469\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-53-300x192.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-53-768x493.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-53-1024x657.jpg 1024w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-53-624x400.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-53.jpg 1057w\" sizes=\"(max-width: 469px) 100vw, 469px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-54.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1146\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1146 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-54-229x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 54\" width=\"230\" height=\"301\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-54-229x300.jpg 229w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-54.jpg 569w\" sizes=\"(max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diese s\u00e4mtlichen Arbeitsvorg\u00e4nge befriedigend und ohne allzu grosse Kosten zu l\u00f6sen, waren zum Teil und besonders in Bezug auf die baulichen Verh\u00e4ltnisse, mit nicht zu untersch\u00e4tzenden Schwierigkeiten verbunden.<\/p>\n<p>Das gr\u00fcndliche Studium der Sachlage f\u00fchrte schliesslich zum Ergebnis, s\u00e4mtliche F\u00f6rderwege der einzelnen Arbeitsvorg\u00e4nge, ausgenommen die Verteilung des F\u00f6rdergutes \u00fcber den Silozellen, pneumatisch zu erledigen und sonst das Malz durch sein Eigengewicht mittels eisernen Rohren seinem Bestimmungsorte zuzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Da die mechanischen Transportanlagen, wie Schnecken, B\u00e4nder, Elevatoren etc., bezogen auf irgend eine F\u00f6rderleistung, immer einen gr\u00f6sseren Platz beanspruchen und dabei immer auch gut zug\u00e4nglich sein m\u00fcssen, besser als die pneumatischen, war in diesem Fall die letztere L\u00f6sung unbedingt die richtige.<\/p>\n<p>Aus den nachstehenden Abbildungen mit Ansicht des neuen Malzsilos und des Sudhauses erkennt man deutlich die Lage der Bauten und ihre Gestaltung, w\u00e4hrend das Arbeitsdiagramm dazu beitragen soll, den nachfolgenden Erkl\u00e4rungen \u00fcber die Wirkungsweise der ausgef\u00fchrten maschinellen Einrichtung besser folgen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wirkungsweise der ausgef\u00fchrten Anlage: Das in S\u00e4cken verladene Malz wird mittelst Autocamion von der Bahnstation der Brauerei zugef\u00fchrt und in ein auszieh- und versenkbares Eisentr\u00e9mie entleert, welches, wie bereits erw\u00e4hnt, im Parterre des neuen Silo in das Eingangstor montiert ist. Das Tr\u00e9mie ist durch einen Zweiweg-Aufgabeschieber direkt mit der pneumatischen Saugf\u00f6rderanlage verbunden, um entweder in den neuen, oder bei Bedarf direkt in den alten Silo abgesaugt werden zu k\u00f6nnen. Wird das Malzgut in den neuen Silo abgesaugt, so gelangt dasselbe durch den Aufgabeschieber in die F\u00f6rderleitung. Diese m\u00fcndet in den Rezipient 1) und hat eine L\u00e4nge von ca. 38 m, wovon ca. 30 m senkrecht sind. Die F\u00f6rderleitung besteht aus nahtlos gezogenen Stahlrohren mit Stossl\u00e4ngen von 5 bis 6 m, welche mittels eigens daf\u00fcr konstruierten Kupplungen untereinander verbunden sind. Die Leitung ist in den Liftschacht verlegt und durch eine T\u00fcr vom Lift aus gut kontrollier- und auswechselbar.<\/p>\n<p>Das in den Rezipienten 1) Empf\u00e4ngerkessel angesaugte F\u00f6rdergut wird aus demselben ausgeschleust und durch ein eisernes Fallrohr mit darin eingebautem Magnet zur Eisenabscheidung der um eine Etage tiefer stehenden Malz-Reinigungsmaschine zugef\u00fchrt. Die stark mit Malzstaub ges\u00e4ttigte Ansaugeluft gelangt vom Rezipienten 1) durch zwei gleiche Trockenfilter, die hintereinander geschaltet als Vor- und Nachfilter wirken, durch eine Rohrleitung in die Vakuumpumpe, die zwei Etagen tiefer als Rezipient und Filter direkt \u00fcber den Silozellen aufgestellt ist.<\/p>\n<p>Das Saug-Aggregat selbst ist eine einstufige Rotations-Vakuumpumpe auf gemeinsamer Grundplatte mit dem Motor direkt gekuppelt und ein Erzeugnis der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur. Der Auspuff aus der Pumpe erfolgt ins Freie. Vor dem Austritt<br \/>\npassiert die Luft einen Schalld\u00e4mpfer.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-55.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1147\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1147\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-55-300x195.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 55\" width=\"462\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-55-300x195.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-55-768x500.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-55-1024x667.jpg 1024w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-55-624x406.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-55.jpg 1428w\" sizes=\"(max-width: 462px) 100vw, 462px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-56.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1148\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1148 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-56-300x209.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 56\" width=\"431\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-56-300x209.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-56-768x534.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-56-1024x712.jpg 1024w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-56-624x434.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-56.jpg 1070w\" sizes=\"(max-width: 431px) 100vw, 431px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nun wieder zur\u00fcck zum Weg des Malzes, das, nach \u00dcberleitung in die Malzreinigungsmaschine dort von Steinen, S\u00e4mereien und sonstigen Verunreinigungen ges\u00e4ubert wird, und zwar werden nicht nur diese groben Bestandteile aus dem Malz entfernt, sondern auch der feine Staub wird durch eine intensive L\u00fcftung abgesaugt. Eine gut bemessene Entstaubungsanlage sorgt f\u00fcr einen einwandfrei staublosen Betrieb der Putzerei-Anlage, sowie der \u00fcbrigen Silor\u00e4ume.<\/p>\n<p>An die Aspirationsanlage ist ein Saugschlauchfilter mit automatischer Abklopfvorrichtung angeschlossen, in dem praktisch die Abfall- und Staubteilchen abgeschieden werden, so dass der Auspuff des Ventilators, der senkrecht durch eine Rohrleitung aus dem Geb\u00e4udedach des Silo austritt, keine Gefahr ist f\u00fcr das sich in der N\u00e4he befindende K\u00fchlschiff. Das gereinigte Malz wird nun mit dem Schleppketten-Transporteur in einem vollst\u00e4ndig geschlossenen F\u00f6rderkanal Der gew\u00fcnschten Silozelle zugef\u00fchrt, um dort bis zur Weiterverwendung gelagert zu werden. Insgesamt sind 12 Silozellen vorhanden, davon 6 grosse und 6 kleine Zellen mit einem Querschnitt von 2,8 x 3,1 m bzw. 2,8 x 1,5 m und ca. 16 m H\u00f6he.<\/p>\n<p>Malz &#8211; Umbunkerung: Wie bekannt, muss beispielsweise bei einem Weizen-Silo der Inhalt von Zeit zu Zeit gel\u00fcftet oder umgebunkert werden, w\u00e4hrend das bei Malz normalerweise nicht notwendig ist. Das Malz soll im Gegenteil am Lagerort, um eine Feuchtigkeitsaufnahme zu vermeiden, vom Luftzutritt verschont werden. Die Umstechleitung wurde auch nur angeordnet, um die M\u00f6glichkeit zu haben, kleinere oder gr\u00f6ssere Mengen Malz gleicher Provenienz, die in verschiedenen Zellen lagern, von dort abzusaugen und je nachdem in eine oder mehrere Zellen zusammenzufassen zu k\u00f6nnen und so an Platz zu gewinnen.<\/p>\n<p>Entnahme und \u00dcberf\u00fchrung des Malzes vom neuen in den alten Silo:<\/p>\n<p>Das Lagergut wird aus einer Silozelle durch einen Spezial-Auslaufschieber in die Entnahme bzw. \u00dcberf\u00fchrungs-F\u00f6rderleitung ausgelassen. Die \u00dcberf\u00fchrungsleitung geht in einem Betonkanal verlegt von den Silozellen aus waagrecht unter der 19 m breiten Strasse durch, im Treppenhaus des Sudhauses senkrecht in die H\u00f6he, anschliessend dann an den Rezipient 2), der sich \u00fcber dem alten Silo befindet. Die totale L\u00e4nge der Entnahme- und \u00dcberf\u00fchrungsleitung betr\u00e4gt ca. 90 m. Die normale F\u00f6rderleitung betr\u00e4gt 10 t st\u00fcndlich. Das Malz wird aus dem Rezipient 2) in gleicher Weise wie oben angef\u00fchrt, ausgeschleust und in die Silozellen verteilt. Die verunreinigte Luft wird, durch die gleichen pneumatischen Filter gereinigt, in die Vakuumpumpe angesaugt.<\/p>\n<p>Der Rezipient 1) ist w\u00e4hrend dieses Arbeitsvorganges durch einen Schieber abgesperrt und dadurch ausser Betrieb gesetzt. Ebenso verh\u00e4lt es sich umgekehrt f\u00fcr den Rezipient 2) wenn ersterer in Funktion sein muss. Die bestehende maschinelle Einrichtung des alten Silos ist unver\u00e4ndert beibehalten worden. Das Malz wird vom letzteren gemischt in die Malzpolier-Maschine bef\u00f6rdert, um von dort dann eine automatische Waage passierend, in die Schrotm\u00fchle und schliesslich in den Sudkessel zu gelangen.<\/p>\n<p>Malzbruch: Des \u00f6fters wird argumentiert, dass die pneumatische F\u00f6rderung von Malz mehr Malzbruch verursache als jede andere mechanische Transportvorrichtung. Diese Behauptung ist in diesem Falle wiederum gr\u00fcndlich widerlegt worden. Die Gesch\u00e4ftsleitung der Brauerei hat dieser Angelegenheit dadurch die berechtigte Aufmerksamkeit geschenkt, dass sich durch eine neutrale Stelle Versuche ausf\u00fchren lies, die dann ein sehr befriedigendes Resultat ergaben. Bei solchen pneumatischen Anlagen muss eben auseinander gehalten werden k\u00f6nnen, ob Saug- oder Druckf\u00f6rderung, oder beide kombiniert anzuwenden sind. Um dies beurteilen zu k\u00f6nnen, ist einzig eine gute theoretische und praktische Erfahrung auf diesem Gebiet die Grundlage f\u00fcr eine solche Entscheidung, dem aber leider des \u00d6fteren zu wenig und in vielen F\u00e4llen versp\u00e4tet Beachtung geschenkt wird. Es sei nochmals erw\u00e4hnt, dass bei dieser ausgef\u00fchrten Anlage nur die Saugf\u00f6rderung angewandt wurde.<\/p>\n<p>Vergasung der Silozellen: Es kann vorkommen, dass auf irgendeine Weise die sehr gef\u00fcrchteten Kornk\u00e4fer in den Silo eingeschleppt werden und dort dann die bekannten Verheerungen anrichten. Um diese rasch austilgen zu k\u00f6nnen, sind s\u00e4mtliche Silozellen mit den notwendigen Armaturen ausger\u00fcstet f\u00fcr das Ein- und Ausf\u00fchren des f\u00fcr den K\u00e4fer t\u00f6dlichen Gases.<\/p>\n<p>Die Siloeinrichtung wurde in der beschriebenen Ausf\u00fchrung von der Firma Daverio &amp; Co. A.-G. in Z\u00fcrich erstellt. Z\u00fcrich, den 19. M\u00e4rz 1935.<\/p>\n<p><strong>1938: Biersouvenir-Sammler<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Biersouvenir-Sammler suchen nach Uster Br\u00e4u Bieretiketten. Schon 1938 suchten Sammler aus der ganzen Welt Bier Souvenirs von Brauereien. Vor allem handelte es sich um Bieretiketten und Bierteller. So suchte ein Herr Richard Krebs jun. aus Toledo in Ohio (USA), wohnhaft an der Avenue Walden 520, nach Bieretiketten der Brauerei Uster. Herr Peter Bartenstein beantwortete in einem Brief vom 8. November 1938 an ihn wie folgt:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-59.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1151\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1151\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-59-300x203.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 59\" width=\"444\" height=\"301\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-59-300x203.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-59.jpg 499w\" sizes=\"(max-width: 444px) 100vw, 444px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-58.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1150\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1150\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-58.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 58\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-58.jpg 177w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-58-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-57.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1149\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1149\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-57-113x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 57\" width=\"113\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-57-113x300.jpg 113w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-57.jpg 128w\" sizes=\"(max-width: 113px) 100vw, 113px\" \/><\/a><br \/>\nIhre Postkarte vom 24. Oktober a. c. (<em>anni<\/em><em> currentis<\/em>, lateinisch f\u00fcr \u201elaufenden Jahres\u201c) ist uns zugegangen. Wunschgem\u00e4ss senden wir Ihnen mit folgend eine Anzahl der von uns verwendeten Etiketten, damit Sie dieselben Ihrer Sammlung einverleiben k\u00f6nnen. Hochachtend Peter Bartenstein, Brauerei Uster. Beilage: Eine Kollektion Etiketten.<\/p>\n<p><strong>1940: Aus der Not mache eine Tugend<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>In den 40er Jahren wurde es schwierig, Rohstoffe einzuf\u00fchren. Aus der Not machte das Unternehmen eine Tugend, indem es diversifizierte und neben dem Bier auch verschiedene alkoholfreie Getr\u00e4nke zu produzieren begann &#8211; wobei man hier erst ab dem Produktionsschritt Abf\u00fcllen selbst t\u00e4tig war: So gab es zwei Apfelsaftgetr\u00e4nke, n\u00e4mlich einen S\u00fcssmost ohne und einen Sprudel mit Kohlens\u00e4ure. Sp\u00e4ter folgte auch noch der Traubensaft Resano sowie das Orangengetr\u00e4nk \u201cFlorida Boy\u201c. Es sollte auch das Walliser Mineralwasser \u201cNendaz\u201c ins Verkaufsprogramm auf genommen werden &#8211; das seit einigen Jahren bei der Migros erh\u00e4ltliche Getr\u00e4nk gleichen Namens soll aus einer benachbarten Quelle stammen. Diese alkoholfreien Getr\u00e4nke wurden dann weiter herum als das Bier, von \u00fcber 150 Depothaltern, verkauft.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-60.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1156\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1156\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-60-300x270.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 60\" width=\"332\" height=\"299\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-60-300x270.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-60-768x691.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-60-624x561.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-60.jpg 964w\" sizes=\"(max-width: 332px) 100vw, 332px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-62.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1158\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1158\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-62-254x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 62\" width=\"254\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-62-254x300.jpg 254w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-62.jpg 336w\" sizes=\"(max-width: 254px) 100vw, 254px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-61.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-1157\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-61-197x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 61\" width=\"198\" height=\"302\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-61-197x300.jpg 197w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Uster-Brauerei-61.jpg 404w\" sizes=\"(max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/web176.138.hosttech.eu\/memorial\/?page_id=1091\">weiter zur Seite 1941 bis 1978<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1906: Peter Bartenstein Herr Peter Bartenstein, geboren 1853 und verheiratet mit Wilhelmine Guyer von Ottenhausen, leitete das Gesch\u00e4ft seit dieser Zeit und es ist ihm gelungen, den Absatz der Brauerei von zirka 10\u2018000 hl Mitte der 90er Jahre auf 20\u2018000 hl im Jahre 1899 zu heben. 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