{"id":1091,"date":"2016-03-29T19:23:30","date_gmt":"2016-03-29T19:23:30","guid":{"rendered":"http:\/\/web176.138.hosttech.eu\/memorial\/?page_id=1091"},"modified":"2016-05-16T06:28:06","modified_gmt":"2016-05-16T06:28:06","slug":"1940-bis-1978","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/?page_id=1091","title":{"rendered":"1941 bis 1978"},"content":{"rendered":"<p><strong>1947: Kurze Beine hatte die Getr\u00e4nkesteuer, aber die Biersteuer blieb<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Nach der Abwertung des Schweizer Frankens von 1936 und der horrenden Verteuerung der Rohstoffe und Hilfsmaterialien senkte der Bund zumindest die Z\u00f6lle auf Braugerste und Malz geringf\u00fcgig. Gr\u00f6sseren Erfolg hatten 1937 aber die Weinbauer. Sie machten eine Notsituation infolge zweier Grossernten (Preiszerfall) und der Wirtschaftskrise geltend. Westschweizer Weinbauern drohten auch, die Eintreibung der Steuer mit Gewalt zu blockieren. Die allgemeine Getr\u00e4nkesteuer auf G\u00e4rmost, Wein und alkoholfreie Getr\u00e4nke wurde wieder abgeschafft, \u00fcbrig geblieben ist nur die Biersteuer. Wein und Most galten grunds\u00e4tzlich als einheimische Produkte, welche den Bauern ein gutes Einkommen geben sollte, w\u00e4hrend das Bier immer noch nicht als schweizerisches Getr\u00e4nk empfunden wurde. Eine nicht zu untersch\u00e4tzende Funktion spielte aber auch die Fakten, dass das Bier f\u00fcr drei Viertel der Getr\u00e4nkesteuereinnahmen zust\u00e4ndig war und der Bundesrat wegen der fortdauernden Finanznot der Eidgenossenschaft nur widerwillig darauf verzichtet h\u00e4tte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-63.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1160\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-63-202x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 63\" width=\"202\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-63-202x300.jpg 202w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-63.jpg 489w\" sizes=\"(max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-64.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1161\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-64-172x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 64\" width=\"172\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-64-172x300.jpg 172w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-64.jpg 447w\" sizes=\"(max-width: 172px) 100vw, 172px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-65.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1162\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-65-227x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 65\" width=\"227\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-65-227x300.jpg 227w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-65.jpg 386w\" sizes=\"(max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a><br \/>\nIn den ersten Kriegsmonaten entwickelte sich durch die Generalmobilmachung sogar ein kleiner Bierboom. Auch die Malz- und Hopfenvorr\u00e4te waren in Erwartung des Krieges aufgestockt worden, sodass erst ab Herbst 1940 der Stammw\u00fcrzegehalt schrittweise reduziert werden musste. Im Jahr 1941 wurde die Biersteuer abermals massiv erh\u00f6ht. Dar\u00fcber hinaus f\u00fchrte die Bundesversammlung die Warenumsatzsteuer (WUST) ein. Dieses Mal musste der Bierpreis erh\u00f6ht werden. Wegen des enorm sinkenden Ausstosses hatte der Bundesrat 1944 die Steuererh\u00f6hung jedoch wieder r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht. Die Brauer hatten den Bundesrat \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, dass ein gestiegener Bierpreis fallende Abs\u00e4tze bewirke, was andererseits zu mehr Steuerausf\u00e4llen f\u00fchre als eine begrenzte Besteuerung bei solidem Konsum. Die Abstinentenverb\u00e4nde stellten dieser Schlussfolgerung entgegen, dass auch Wein und Most sich verteuert habe, ohne dass ein Verkaufsr\u00fcckgang zu sp\u00fcren gewesen w\u00e4re. Was war aber geschehen? Auch w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges verminderten die Brauer wegen der ab 1940 einbrechenden Malzimport den Stammw\u00fcrzegehalt auf bis zu sechs Prozent. Zur Versorgung aller Brauereien mit Rohmaterialien wurde 1941 ein Durchhaltevertrag unterzeichnet, der vorsah, die noch vorhandenen Vorr\u00e4te gleichm\u00e4ssig auf alle Brauereien zu verteilen. Erst 1948 wurde der Vertrag wieder aufgehoben. Der hohe Verkaufspreis und ein d\u00fcnneres Gebr\u00e4u hatte beim heftigen Konsumr\u00fcckgang w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges gleichermassen seine Funktion beigetragen. In den K\u00f6pfen der massgeblichen politischen Akteure blieb aber vorerst die Preissensibilit\u00e4t des Bieres haften, was den Brauereien<br \/>\nin Fiskalfragen nat\u00fcrlich entgegenkam.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-68.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1165 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-68-255x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 68\" width=\"255\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-68-255x300.jpg 255w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-68-624x735.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-68.jpg 747w\" sizes=\"(max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-67.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1164 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-67-196x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 67\" width=\"196\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-67-196x300.jpg 196w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-67.jpg 605w\" sizes=\"(max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-66.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1163 \" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-66-300x237.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 66\" width=\"380\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-66-300x237.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-66-768x606.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-66-624x492.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-66.jpg 880w\" sizes=\"(max-width: 380px) 100vw, 380px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gottlieb Duttweiler, Nationalrat und Gr\u00fcnder der Migros schrieb im \u201c Br\u00fcckenbauer\u201c seiner Konsumenten-Zeitung vom 22. August 1947 deshalb emp\u00f6rt, dass auch in der Schweiz der K\u00f6nig Alkohol regiere: \u201eDie Bierbrauer hatten w\u00e4hrend des Krieges und haben nach dem Krieg ihre bestimmte Preis- und Absatzpolitik. Nach dieser hat sich der Staat zu richten. Die Bierbrauer haben den Willen, dass das Bier in der Wirtschaft billiger verkauft werde als irgendein anderes Getr\u00e4nk, und nach dem haben sich die Wirte, aber auch der Fiskus, zu richten.\u201c Auch Duttweiler spielte wieder die Karte \u201ceinheimische Landwirtschaft\u201c: W\u00e4hrend der von ihm gef\u00f6rderte S\u00fcssmost zu 100 Prozent schweizerisch sei, komme im Bier nur gerade das Wasser aus der Schweiz.<br \/>\nAuch zum Thema \u201cBiersteuer\u201c trafen sich die Schweizer Bierbrauer an der Tagung von 6. Und 7. Mai 1947 auf dem B\u00fcrgenstock. Zur Erinnerung dargebracht, erschien ein Heft mit dem Titel \u201c<em>Echo vom B\u00fcrgenstock<\/em>\u201c von Peter Bartenstein aus Uster. Ein Bildbericht von der \u201c<em>Schwerarbeiter-Tagung<\/em>\u201c \u00fcber \u201c<em>Geh\u00f6rtes \u2013 Ungeh\u00f6rtes \u2013 Unerh\u00f6rtes<\/em>\u201c. Zu sehen auf 18 Seiten sind Illustrationen \u00fcber das Bier, die Brauerei und die Biersteuer, von Moritz Kennel, Grafiker aus Z\u00fcrich. Peter Bartenstein wollte mit diesem Geschenk an seine Kameraden das 60 j\u00e4hrige Bestehen der<br \/>\nBrauerei Uster jubilieren lassen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-69.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1166\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-69-300x290.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 69\" width=\"311\" height=\"301\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-69-300x290.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-69.jpg 486w\" sizes=\"(max-width: 311px) 100vw, 311px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-70.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1167\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-70-173x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 70\" width=\"173\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-70-173x300.jpg 173w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-70.jpg 495w\" sizes=\"(max-width: 173px) 100vw, 173px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-71.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1168 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-71-220x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 71\" width=\"220\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-71-220x300.jpg 220w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-71.jpg 360w\" sizes=\"(max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Obwohl die Bierbrauer fr\u00fcher mit einzelnen Vertr\u00e4gen und sp\u00e4ter mit der Konvention in ihrer Handelsfreiheit eingeschr\u00e4nkt wurden, blieben sie starke und stolze Individuen, die sich f\u00fcr die Interessen ihrer Brauerei einsetzten. Die meisten kamen aus alten Familienbetrieben, deren Exponenten sich schon seit mehreren Generationen kannten. Aufgrund dieser engen Verbundenheit entstand Vertrauen, aber es flogen zuweilen auch die Fetzen.<\/p>\n<p><strong>1948: Kleine Bierkunde<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><em>\u00dcberreicht von der Brauerei Uster, P. Bartenstein A.G.<br \/>\n<\/em>Bier gibt es seit Jahrtausenden. Umso verwunderlicher ist es, dass \u00fcber dieses edle Getr\u00e4nk, sowohl beim Konsumenten, wie bei jenen, die berufsm\u00e4ssig damit zu tun haben, oft mangelhafte Kenntnisse und irrige Meinungen vorherrschen. Diese kleine Brosch\u00fcre m\u00f6chte deshalb diesem Mangel abhelfen. Viel darin Gesagtes wird zweifellos bekannt sein, anderes aber ist vielleicht auch f\u00fcr den Leser neu. Wir w\u00e4ren Ihnen dankbar, wenn Sie diese kleine Bierkunde, nachdem Sie sie gelesen haben, auch einem weiteren Kreis, das heisst Freunden, Personal usw. zug\u00e4nglich machen w\u00fcrden. Mit bestem Dank!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-71-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1171 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-71-1-199x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 71\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-71-1-199x300.jpg 199w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-71-1.jpg 347w\" sizes=\"(max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-70-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1170 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-70-1-249x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 70\" width=\"249\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-70-1-249x300.jpg 249w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-70-1.jpg 351w\" sizes=\"(max-width: 249px) 100vw, 249px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-69-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1169 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-69-1-275x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 69\" width=\"275\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-69-1-275x300.jpg 275w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-69-1.jpg 410w\" sizes=\"(max-width: 275px) 100vw, 275px\" \/><\/a><br \/>\nBier seit Jahrtausenden !?<br \/>\nKulturhistorische Funde und gut erhaltene Keilschrifttexte alter, l\u00e4ngst vergangener V\u00f6lker beweisen, dass die Bierherstellung so alt ist wie die Kultur des Getreides \u00fcberhaupt. Wir wissen, dass Backen und Brauen kulturhistorisch in engem Zusammenhang stehen und dass die \u00e4ltesten Bewohner des Euphrat- und Tigrislandes, die Babylonier, bereits 7000 Jahre vor Christus Bier gebraut und als einen wichtigen Teil ihrer Nahrung regelm\u00e4ssig genossen haben. Vom 5. Vorchristlichen Jahrtausend an treten bereits gewerbliche Brauereibetriebe und gelernte Brauer in Erscheinung. Von den Babyloniern habe die \u00c4gypter die Kunst des Brauens \u00fcbernommen. Eine grosse Anzahl bildlicher Darstellungen bezeugt, dass das M\u00e4lzen und Brauen in \u00c4gypten bereits stark entwickelt war und dass das Bier im Alltag und religi\u00f6sem Kult eine grosse Rolle spielte.<br \/>\n\u00dcber die Entwicklung des Brauwesens in den ersten geschichtlichen Zeiten Germaniens finden sich nur wenige zuverl\u00e4ssige Quellen. Sicher ist, dass die Kl\u00f6ster die Wegbereiter der Braukunst waren und sich grosse Verdienste um die sp\u00e4tere Entwicklung des Brauwesens in Europa erworben haben. An die Stelle der blossen Erfahrungspraxis von ehedem trat klare wissenschaftliche Erkenntnis. Die Technik des Brauens ist heute aufs h\u00f6chste vervollkommnet \u2013 aber der eigentliche M\u00e4lzungs- und Brauprozess sowie der G\u00e4rungsvorgang sind noch immer dieselben wie im fr\u00fchesten Altertum. Heute wie vor 7000 Jahren ist Bier ein reines Naturprodukt geblieben.<\/p>\n<p>Hopfen und Malz<br \/>\nIn unserer Umgangssprache brauchen wir manchmal die Redewendung: \u201eDa ist Hopfen und Malz verloren!\u201c In diesem negativen Urteil ist ganz offenbar ein indirektes Lob der beiden Stoffe verborgen. Wir denken uns aber wenig bei einem solchen Ausspruch. Wer weiss etwa, dass der Hopfen eine Pflanze ist deren Ranken an Stangen oder Stahldr\u00e4hten empor klettern und 8-10 m hoch werden k\u00f6nnen? Wer weiss, dass die Bl\u00fcten dieser Pflanze ein gelbliches Harz, das Lupulin, enthalten, das dem Bier seinen w\u00fcrzigen Bittergeschmack und ein feines Hopfenaroma verleiht, die Haltbarkeit erh\u00f6ht und die Schaumbildung f\u00f6rdert?<br \/>\nWer k\u00f6nnte dar\u00fcber Auskunft geben, welche Rolle die Gerste bei der Bierbereitung spielt? Gerste enth\u00e4lt wie alle Getreidearten \u2013 St\u00e4rke. Lassen wir die Gerste keimen, so verwandelt sich ein Teil der St\u00e4rke in Malzzucker. Aus der Gerste entsteht also das sogenannte Malz, der Grundstoff f\u00fcr unser sch\u00e4umendes Getr\u00e4nk. Hopfen und Malz sind reine Naturprodukte, f\u00fcr die es keine gleichwertigen Ersatzstoffe gibt! Bei einem guten Bier sind Hopfen und Malz nie verloren!<\/p>\n<p>Was ist eigentlich Bier?<br \/>\nIn einem im Jahre 1874 erschienenen Buch \u00fcber die Braukunst steht geschrieben: \u201eEin Hauptteil bei dem Bierbrauen ist das dazu n\u00f6tige Wasser.\u201c Die Feststellung hat bis heute noch ihre Richtigkeit unver\u00e4ndert beibehalten, denn in den M\u00e4lzereien und Brauereien werden tats\u00e4chlich grosse Mengen Wasser zum M\u00e4lzen und Brauen ben\u00f6tigt.<br \/>\nIn einem wohldurchdachten und sorgf\u00e4ltig geleiteten Mischprozess wird aus dem Malz mittels heissen Wassers ein malzzuckerhaltiger Extrakt erzeugt, der mit Hopfen gew\u00fcrzt und mit Reinhefe vergoren wird. Bei der G\u00e4rung verwandelt sich der Malzzucker weitgehend in Alkohol und Kohlens\u00e4ure. W\u00e4hrend jedoch bei G\u00e4rung des Weines der Traubenzucker restlos in Alkohol und Kohlens\u00e4ure gespalten wird, bleiben im Bier auch nach beendeter G\u00e4rung unvergorene und schwer verg\u00e4rbare Zucker zur\u00fcck. Das in einem monatelangen Lagerungsprozess gereifte und mit nat\u00fcrlicher G\u00e4rungskohlens\u00e4ure ges\u00e4ttigte Bier enth\u00e4lt somit auch in konsumfertigem Zustande noch eine Reihe hochwertiger Zucker (Kohlehydrate), Eiweissstoffe und Mineralsalze.<br \/>\nBier ist kein synthetisches Getr\u00e4nk. Es wird aus nat\u00fcrlichen Rohstoffen durch nat\u00fcrliche Vorg\u00e4nge gewonnen und unter Wahrung peinlichster Reinlichkeit und Hygiene hergestellt und zum Verkauf gebracht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-72.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1172 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-72-207x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 72\" width=\"207\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-72-207x300.jpg 207w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-72.jpg 329w\" sizes=\"(max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-73.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1173 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-73-238x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 73\" width=\"238\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-73-238x300.jpg 238w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-73.jpg 378w\" sizes=\"(max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-74.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1174 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-74-238x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 74\" width=\"238\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-74-238x300.jpg 238w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-74.jpg 378w\" sizes=\"(max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201eFr\u00e4ulein, bitte ein Spezial!\u201c<br \/>\nDie G\u00e4ste, die in einem Restaurant ein Spezial bestellen, sind keineswegs Wichtigtuer, die eine Extrawurst haben m\u00f6chten. Sie bekunden damit nur, dass ihnen das Spezialbier besser behagt als das Lager- oder Normalbier. Was versteht man nun aber unter einem Spezialbier, und welches ist der Unterschied zwischen Spezial und Lager?<br \/>\nDie Spezialbiere \u2013 ob hell oder dunkel \u2013 sind st\u00e4rker eingebraut. Sie wurden unter Verwendung von mehr Malz hergestellt und weisen \u2013 wie der Fachmann sich auszudr\u00fccken pflegt \u2013 einen h\u00f6heren Stammw\u00fcrzegehalt auf als die Lagerbiere. Dem h\u00f6heren Extraktgehalt entsprechend, entsteht bei der G\u00e4rung etwas mehr Alkohol, so dass die Spezialbiere im Vergleich zu den Lagerbieren auch einen etwas h\u00f6heren Alkoholgehalt besitzen. Die hellen Spezialbiere zeichnen sich ausserdem durch eine kr\u00e4ftigere Hopfenbittere und ein ausgepr\u00e4gteres Hopfenbukett aus; die dunklen Spezialbiere dagegen sind malziger als die entsprechenden Lagerbiere.<\/p>\n<p>Geh\u00f6rt Bier auf den Balkon?<br \/>\nViele Hausfrauen bewahren Flaschenbier auf dem Balkon auf! Diese zweifellos gut gemeinte und weit verbreitete Gewohnheit ist aber nicht empfehlenswert, weil Bier lichtempfindlich ist. Bei l\u00e4ngerer Einwirkung von Sonnenlicht nimmt es einen merkw\u00fcrdigen, brotigen Geruch und Geschmack an, der insbesondere im Nachtrunk unangenehm empfunden wird. Die hohe Lichtempfindlichkeit des Bieres \u2013 besonders empfindlich ist das helle \u2013 ist der Grund daf\u00fcr, warum wir unser Bier nicht in farblosen Mineralwasserflaschen, sondern in braunen oder gr\u00fcnen Flaschen zum Verkauf bringen.<br \/>\nDer Wirt weiss, dass Flaschenbier im k\u00fchlen, dunklen Keller lagern muss. Nat\u00fcrlich kann es auch im K\u00fchlschrank aufbewahrt werden, doch soll die Temperatur des K\u00fchlschrankes nicht unter 6<sup>o<\/sup> C liegen, da das Bier bei einer tieferen Temperatur \u201ck\u00e4ltetr\u00fcb\u201c werden k\u00f6nnte. Auf alle F\u00e4lle muss es so rechtzeitig aus dem K\u00fchlschrank genommen werden, dass es bis zum Ausschank die richtige Trinktemperatur von 7-10<sup>o<\/sup> C annehmen kann.<\/p>\n<p>Was versteht man unter Bockbier? Was sind Starkbiere?<br \/>\nDie Bockbiere stehen bez\u00fcglich Stammw\u00fcrze- und Alkoholgehalt den Spezialbieren nahe. Sie werden in der Regel an Ostern und an Weihnachten anstelle des Lagerbieres als Festtagsgetr\u00e4nk zum Preise des Lagerbieres zum Ausschank gebracht. Der Name Bockbier leitet sich von der alten mitteldeutschen Stadt Einbeck ab, wo um das Jahr 1600 herum ber\u00fchmte Biere \u201ceinp\u00f6ckischer Art\u201c gebraut wurden. Aus dem Einbeck-Bier wurde mit der Zeit im Sprachgebrauch das Bockbier. Mit dem Ziegenbock hat das Bockbier nichts zu tun.<br \/>\nErst seit kurzem bringen die Schweizer Brauereien ein sogenanntes Starkbier auf den Markt. Schon die Aufmachung und das f\u00fcr den Ausschank bestimmte feine Glas lassen erkennen, dass es sich hier nicht um etwas Allt\u00e4gliches handelt. Die Starkbiere sind noch wesentlich st\u00e4rker eingebraut als die Spezialbiere und weisen daher auch einen h\u00f6heren Alkoholgehalt auf. Sie geh\u00f6ren aber immer noch zu den Getr\u00e4nken mit bescheidenem Alkoholgehalt. Um das k\u00f6stliche Malzaroma und das edle Bukett besonders deutlich hervortreten zu lassen, werden diese Starkbiere etwas w\u00e4rmer \u2013 mit 11-13<sup>o<\/sup>C \u2013 als unsere Lager- und Spezialbiere ausgeschenkt; es sind keine ausgesprochenen Durstl\u00f6scher, sondern sollen zu festlichen Anl\u00e4ssen und mit Verstand genossen werden. Als Schlummertrank erfreuen sich diese Starkbiere besonderer Beliebtheit und Wert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-75.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1175 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-75-260x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 75\" width=\"260\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-75-260x300.jpg 260w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-75.jpg 347w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-76.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1176 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-76-238x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 76\" width=\"238\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-76-238x300.jpg 238w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-76.jpg 378w\" sizes=\"(max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-77.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1177\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-77-238x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 77\" width=\"238\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-77-238x300.jpg 238w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-77.jpg 335w\" sizes=\"(max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ist dunkles Bier st\u00e4rker als helles?<br \/>\nGerade im Zusammenhang mit den vertrautesten Dingen des Alltags behaupten sich gewisse Vorurteile oft mit erstaunlicher Hartn\u00e4ckigkeit. Dunkles Bier sei st\u00e4rker als helles, behaupten viele. Oder man h\u00f6rt gar die Meinung, das dunkle Bier sei ein missratenes, nachtr\u00e4glich gef\u00e4rbtes helles. So wenig wie die L\u00f6cher in unseren Emmentaler geschossen werden, entspricht eine dieser beiden Meinungen der Wahrheit.<br \/>\nUnsere hellen und dunklen Lager- und Spezialbiere unterscheiden sich bez\u00fcglich des Alkoholgehaltes nur unwesentlich voneinander (3,5 bis 4,5%). Dagegen stellen die hellen und dunklen Biere zwei grundlegend verschiedene Typen dar. Schon bei der Malzbereitung wird auf die Art des sp\u00e4ter herzustellenden Bieres R\u00fccksicht genommen. Helle Biere macht man aus hellem, schwach ger\u00f6stetem Malz. Sie enthalten mehr Hopfen als die dunklen Biere und sind somit auch bitterer. Dunkle Biere werden aus st\u00e4rker ger\u00f6stetem \u2013 der Fachmann sagt: \u201cst\u00e4rker gedarrtem\u201c \u2013 Malz hergestellt. Diese Biere zeichnen sich durch ein kr\u00e4ftiges R\u00f6staroma aus und schmecken zufolge der niedrigeren Hopfengabe auch s\u00fcsslicher und malziger als die hellen Biere.<br \/>\nNach einer Statistik gibt in unserem Lande eine grosse Mehrheit (80%) dem hellen Bier den Vorzug. Ob helles oder dunkles Bier, ist Mode- und Geschmackssache \u2013 doch sind beide Biere gleichwertig!<\/p>\n<p>Wie lange h\u00e4lt sich das Flaschenbier?<br \/>\nUnsere Brauereien garantieren daf\u00fcr, dass das gelieferte Flaschenbier eine Haltbarkeit von mindestens zwei Wochen aufweist. In Wirklichkeit h\u00e4lt es sich wesentlich l\u00e4nger, doch kann es bei falscher Aufbewahrung oder bei zu langer Lagerhaltung tr\u00fcb werden. Oft wird uns die Frage gestellt, warum die Brauereien nur f\u00fcr eine so kurze Haltbarkeit garantieren, und warum man Biere nicht ebenso lange aufbewahren kann wie Wein.<br \/>\nEs besteht ein grosser Unterschied zwischen Wein und Bier. Wein hat zun\u00e4chst einmal einen wesentlich h\u00f6heren Alkoholgehalt, der die Lagerf\u00e4higkeit auf nat\u00fcrliche Weise verl\u00e4ngert. Ferner enth\u00e4lt das Bier vom Malz her noch recht beachtliche Mengen an unvergorenen Zuckern, die bei zu langer Lagerung eine nachtr\u00e4gliche Entwicklung und Vermehrung des Hefepilzes zur Folge haben k\u00f6nnen. Die so entstehende Tr\u00fcbung ist nichts anderes als Hefe \u2013 die Hefetr\u00fcbung ist somit eine Erscheinung, der wir durch rechtzeitigen Konsum wirksam begegnen k\u00f6nnen. Der Genuss von hefetr\u00fcbem Bier w\u00e4re gewiss nicht gesundheitssch\u00e4dlich \u2013 wir trinken ja auch hefetr\u00fcbe Getr\u00e4nke, wie zum Beispiel Sauser. Solches Bier schmeckt jedoch \u201chefig\u201c und hat an Urspr\u00fcnglichkeit zweifellos verloren.<\/p>\n<p>Die Kunst, Bier einzuschenken.<br \/>\nJa, auch das ist eine Kunst, die verstanden und gelernt sein will. Voraussetzung f\u00fcr einen sch\u00f6nen Ausschank ist die richtige Temperatur des auszuschenkenden Bieres. Als ideale Ausschanktemperatur hat sich das Intervall von 7-10<sup>o<\/sup> C erwiesen. Ist das Bier zu warm, so \u201ctreibt\u201c es im Augenblick des Einschenkens. Das Glas sch\u00e4umt \u00fcber, der Schaum f\u00e4llt schnell zusammen und die Kohlens\u00e4ure verfl\u00fcchtigt sich. Ds Bier b\u00fcsst an Rasse ein; es hat seinen Lebensnerv verloren. Ist dagegen das Bier zu kalt \u2013 liegt die Temperatur stark unter 7<sup>o<\/sup> C, &#8211; so haftet die im Bier enthaltene nat\u00fcrliche Kohlens\u00e4ure zu fest; sie kann keinen Schaum bilden \u2013 das Bier steht schaumlos da!<br \/>\nBier soll so eingeschenkt werden, dass es eine sch\u00f6ne, kompakte Schaumkrone bildet. G\u00e4nzlich falsch ist es aber, das Bier in hohem Strahl ins Glas pl\u00e4tschern zu lassen oder gar einen \u201cStern\u201c erzeugen zu wollen. Der auf diese Weise gebildete Schaum ist ebenfalls unbest\u00e4ndig und Kohlens\u00e4ureverluste sind unvermeidlich. Bier soll den G\u00e4sten mit Aufmerksamkeit und Liebe serviert werden!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-80.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1180\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-80-207x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 80\" width=\"207\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-80-207x300.jpg 207w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-80.jpg 316w\" sizes=\"(max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-79.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1179\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-79-238x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 79\" width=\"238\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-79-238x300.jpg 238w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-79.jpg 378w\" sizes=\"(max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-78.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1178\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-78-199x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 78\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-78-199x300.jpg 199w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-78.jpg 291w\" sizes=\"(max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Passt Bier zu Meringues?<br \/>\nBestimmt nicht! Zu Ost und s\u00fcssem Dessert, wie Glace oder Patisserie, wird kaum jemand Lust nach Bier empfinden. Zu pikanten Speisen hingegen passt der herbe, zart-bittere Geschmack des Bieres ausgezeichnet, sei es zu einer herrlich duftenden Bernerplatte, zu kaltem Aufschnitt oder zu einem w\u00e4hrschaften K\u00e4segericht. Jeder, der etwas vom Essen versteht, weiss, dass Bier den Appetit f\u00fcr rezente Speisen anregt und gleichzeitig den unvermeidlichen Durst l\u00f6scht. Und wenn in sp\u00e4ter Abendstunde beim gem\u00fctlichen Zusammensein heisse W\u00fcrstchen aufgetischt werden, dann braucht man kein Gedankenleser zu sein, um zu erraten, dass Bier dazu von der Mehrzahl der G\u00e4ste bevorzugt wird. Im Gegensatz zu einer h\u00e4ufig geh\u00f6rten Ansicht, passt aber nicht nur zu allen Fleischgerichten, sondern auch zu Fisch, was zum Beispiel die D\u00e4nen schon lange gemerkt haben.<br \/>\nWegen des niedrigen Alkoholgehaltes und seiner erfrischenden Kohlens\u00e4ure besitzt der harmlose Durstl\u00f6scher Bier auch die Gunst der Damen. Tats\u00e4chlich ist der Biergenuss l\u00e4ngst nicht mehr nur den M\u00e4nnern vorbehalten.<\/p>\n<p>Wissen Sie was Paradox ist?<br \/>\nParadox ist es zum Beispiel, dass das Bier von vielen als ausgezeichneter Schlummertrunk gesch\u00e4tzt wird, und dass es gleichzeitig stimulierend, das heisst anregend wirken kann. Wenn Sie Durst haben oder etwas schlapp sind, trinken Sie gerne ein Glas Bier, denn Bier erquickt das Gem\u00fct und belebt! Abends hingegen f\u00f6rdert der Schlummerbecher den Schlaf. Nicht von ungef\u00e4hr sprechen wir oft von der Bierruhe.<br \/>\nDiese Doppelwirkung bedeutet nun nicht etwa, dass unser Bier ein unheimlicher, widerspruchsvoller Zaubertrunk ist. Nein, die Erkl\u00e4rung ist vielmehr folgende:<br \/>\nBier wirkt entspannend, es l\u00f6st \u2013 haupts\u00e4chlich dank der Hopfenbitterstoffe \u2013 die Verkrampfung, der wir Schweizer ja besonders unterworfen sind. Die im Bier enthaltene Kohlens\u00e4ure belebt und regt an: Da liegt der Haas im Pfeffer, beziehungsweise das Paradox im Bier. Entspannung heisst beides: Anregung und Belebung des Tags \u2013 gesunde Disposition zum Einschlafen des Nachts.<br \/>\nDie Amerikaner haben ja aus der Entspannung (relax) eine ganze Wissenschaft gemacht und unz\u00e4hlige Wege ersonnen, diese so erstrebenswerte, heute immer ferner ger\u00fcckte Entspannung wieder zu gewinnen. Bier ist jedenfalls ein wirksames und harmloses Entspannungsmittel.<\/p>\n<p><strong>1958: Adolf Walker-Bartenstein, Verwaltungsrat, Uster, 3. Juni 1958 \u2020<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Am 3. Juni starb in Uster Adolf Walker-Bartenstein, Verwaltungsrat der Brauerei P. Bartenstein AG. Der Verstorbene wurde 1892 in Solothurn geboren. Nach Besuch der Solothurner Schulen und des Gymnasiums bildete er sich am Technikum in Burgdorf zum Chemiker aus. Hernach trat er in die Dienste der Seifenfabrik Stolz &amp; Kambly in Uster. Hier lernte er seine zuk\u00fcnftige Frau Olga Bartenstein kennen. Nach einer Auslandausbildung im Brauereifach trat er 1920 in die Brauerei P. Bartenstein AG ein. Hier oblagen ihm vor allem der technische Sektor und die bauliche und technische Erneuerung des Betriebes. In seiner Stellung verstand er es besonders, mit der Belegschaft ein menschlich sch\u00f6nes Verh\u00e4ltnis zu schaffen. Vor f\u00fcnf Jahren zeigte sich der Beginn einer schweren Krankheit an, die durch Operationen vorerst gebannt werden konnte, sich aber dann leider wieder bemerkbar machte, so dass er Ende 1957 aus dem Gesch\u00e4ft zur\u00fccktrat. Sein ihm eigener Humor half ihm, die schweren Jahre der Krankheit mit Geduld zu ertragen. Adolf Walker war es nicht verg\u00f6nnt, seinen Ruhestand zu geniessen. Alle, die ihn kannten, werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-81.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1181 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-81-237x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 81\" width=\"237\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-81-237x300.jpg 237w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-81.jpg 415w\" sizes=\"(max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-82.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1182 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-82-213x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 82\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-82-213x300.jpg 213w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-82.jpg 243w\" sizes=\"(max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1961: Schuldanerkennung und Bierbezugsvertrag<br \/>\n<\/strong>Brauerei Uster P. Bartenstein AG., Uster, Schuldanerkennung per Fr. 16\u2018000.- (Sechszehntausend) und Bierbezugsvertrag mit Herrn Armin Alchenberger, Restaurant Greifenberg, Neuthal-Bauma.<\/p>\n<ol>\n<li>Die Brauerei Uster erkl\u00e4rt sich bereit den im dritten Rang stehenden Schuldbrief von Fr. 16\u2018000.-, Vorgang bisher Fr. 47\u2018500.-, neu Fr. 80\u2018000.- lautend auf Liegenschaft Restaurant Greifenberg, Neuthal-Bauma zu \u00fcbernehmen. Die Auszahlung erfolgt mit der Vertragsunterzeichnung noch heute an die Spar- und Leihkasse Schmerikon f\u00fcr Rechnung des Eigent\u00fcmers Herrn Fleischmann. Diese Schuld ist ab 1.3.61 halbj\u00e4hrlich zu 4% zu verzinsen (bei nicht p\u00fcnktlicher Zinszahlung zu 4,5%) und auf eine beiden Teilen t\u00e4glich freistehende halbj\u00e4hrliche K\u00fcndigung hin zur\u00fcck zu bezahlen.<\/li>\n<li>Der Schuldner verpflichtet sich f\u00fcr sich und seine evtl. Nachfolger, die in seinem Hause Restaurant Greifenberg, Neuthal-Bauma eingerichtete Wirtschaft etc. ununterbrochen als solche zu betreiben oder betreiben zu lassen, in derselben jederzeit offenes Bier zu halten und zu verabfolgen sowie seinen ganzen Bierbedarf auf seiner Liegenschaft Restaurant Greifenberg, Neuthal-Bauma und \u00fcber die Gasse etc. ausschliesslich aus der Brauerei Uster P. Bartenstein AG. oder bei deren Nachfolger zu den Konditionen des Schweiz. Bierbrauervereins, mindestens vom 28. Februar 1961 bis 31. Dezember 1971 (Eintausendneunhunderteinundsiebzig) zu beziehen oder beziehen zu lassen, resp. zu verkaufen oder verkaufen zu lassen. Er verpflichtet sich insbesondere auch, mit den Beh\u00f6rden weder Verhandlungen aufzunehmen, noch eine Vereinbarung zu treffen \u00fcber die dauernde Schliessung der Wirtschaft, ohne sich vorher mit der Brauerei Uster verst\u00e4ndigt zu haben. Bei allf\u00e4lliger Preiserh\u00f6hung der Rohprodukte, Arbeitsl\u00f6hne etc. steht der Brauerei Uster das Recht zu, den Bierpreis in entsprechender und erforderlicher Weise zu erh\u00f6hen. Falls das Kapital mit Zins nach Ablauf bezeichneter Frist noch nicht g\u00e4nzlich zur\u00fcckbezahlt w\u00e4re, bleibt dieser Vertrag mit der vorgeschriebenen Bierbezugsverpflichtung, also in allen Teilen bis zur g\u00e4nzlichen Tilgung der Schuld aufrecht. Nur wenn die Gl\u00e4ubigerin, Brauerei Uster P. Bartenstein AG., vom K\u00fcndigungsrecht Gebrauch macht, ohne durch eine Vertragsverletzung seitens des Schuldners dazu veranlasst worden zu sein, und wenn das Kapital mit Zins infolgedessen vor Ablauf der bezeichneten Zeit zur\u00fcckbezahlt w\u00fcrde, h\u00f6rt die Bierbezugsverpflichtung seitens des Schuldners mit dem Momente der R\u00fcckzahlung auf. Der Gl\u00e4ubigerin steht dagegen auch das Recht zu, bei Ver\u00e4nderungen der allgemeinen Verh\u00e4ltnisse auf dem Geldmarkt den Zinsfuss f\u00fcr das Kapital entsprechend zu erh\u00f6hen, ohne Einfluss auf die vereinbarte Vertragsdauer.<br \/>\nEine Briefk\u00fcndigung seitens des Schuldners und Zahlung des Kapitals infolge dieser K\u00fcndigung hat keinen Einfluss auf die Bierbezugsverpflichtung, und das gleiche gilt seitens der Gl\u00e4ubigerin bei einer K\u00fcndigung von demselben, falls dieselben durch einem Vertragsbruch des Schuldners (unp\u00fcnktliche Bezahlung der Bierrechnungen, unp\u00fcnktliche Verzinsung irgendeines Kapitals auf dem Pfandobjekte, nicht allseitige Einhaltung des vorgeschriebenen Bierbezug etc.) veranlasst worden w\u00e4re.Falls die vorgeschriebene Bierbezugsverpflichtung nicht p\u00fcnktlich eingehalten w\u00fcrde, so h\u00e4tte der Schuldner an die Brauerei Uster P. Bartenstein AG. F\u00fcr jeden noch nicht abgelaufenen Monat des Vertragsverh\u00e4ltnisses eine Konventionalstrafe zu bezahlen von Franken 500.- (F\u00fcnfhundert) bei Vertragsbruch sofort zu bezahlen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"3\">\n<li>Sollte der Schuldner die Liegenschaft verkaufen, vermieten oder wie immer betreiben lassen, so hat jeder Nachfolger diese Verbindlichkeit auch zu erf\u00fcllen, wof\u00fcr der Schuldner jede Garantie zur Einhaltung dieses Vertrages \u00fcbernimmt. Er haftet insbesondere auch f\u00fcr g\u00e4nzliche Einbringlichkeit des Darlehens samt Zins etc., bis zur v\u00f6lligen R\u00fcckzahlung desselben, unbeschadet der Bestimmung des Art. 832 ff. ZGB. Bei Vermeidung der gleichen Konventionalstrafe darf ohne ausdr\u00fcckliche Einwilligung und allseitige Verst\u00e4ndigung mit der Kreditorschaft das Wirtschaftspatent des Pfandobjektes weder verkauft noch aus irgendwelchen Gr\u00fcnden weggenommen werden.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"4\">\n<li>In folgenden F\u00e4llen ist das Kapital auf Verlangen der Gl\u00e4ubigerin ohne K\u00fcndigung sofort zur R\u00fcckzahlung f\u00e4llig:<br \/>\nBei Einstellung des Wirtschaftsbetriebes, bei Verkauf des Pfandobjektes und nicht p\u00fcnktlicher Verzinsung eines Kapitals auf demselben, bei nicht p\u00fcnktlicher Bezahlung der Bierrechnungen, bei nicht p\u00fcnktlicher Einhaltung des Bierbezuges und bei jedem Vertragsbruch \u00fcberhaupt, wie auch bei beabsichtigter oder bereits erfolgter \u00dcbertragung, Verkauf etc. des Wirtschaftspatentes. Wenn ein allf\u00e4lliger Erwerber der verpf\u00e4ndeten Liegenschaft etc. in das bestehende Vertragsverh\u00e4ltnis nicht eintritt, so ist das Gesamtguthaben auf Verlangen des Kreditors auf diesem Schuldbrief bei der notariellen Fertigung des Verkaufs der Unterpfande bar zu bezahlen und ebenso, falls der Eintritt des Erwerbers der Kreditorschaft nicht konveniert.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Herr Armin Alchenberger erkl\u00e4rt sich bereit nach M\u00f6glichkeit den Resano-Traubensaft zu f\u00fchren sowie die Z.O.O. Produkte S\u00fcssmost, Sprudel und Nendaz.<br \/>\nNeuthal-Bauma, 28. Februar 1961 A. Alchenberger<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-83.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1183 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-83-300x141.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 83\" width=\"638\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-83-300x141.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-83-768x360.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-83-1024x480.jpg 1024w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-83-624x292.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-83.jpg 1035w\" sizes=\"(max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1961: Die Brauereien als Liegenschaftsk\u00e4ufer oder Kreditgeber<br \/>\n<\/strong>Die sicherste, aber sehr teure Verfahren, seinen Bierabsatz zu sichern, bestand im Ankauf einer Immobilien. Als Besitzer konnte die Brauerei vorschreiben, dass ihr eigenes Bier in der Wirtschaft ausgeschenkt werde. Allerdings mussten zur Abschreibung der Kapitalanlage meist neben Bier auch Wein und andere alkoholische Getr\u00e4nke ausgeschenkt werden, um erstens jeden Wunsch der G\u00e4ste zu befriedigen und damit auch den erforderlichen Umsatz zu erzielen.<br \/>\nEine abgeschw\u00e4chte Form ergab sich bei Gasthausbesitzer, die wenig kapitalisiert waren. Man erm\u00f6glichte ihnen ein Darlehen und als Gegenleistung wurde ein exklusiver Bierliefervertrag mit dem Besitzer abgeschlossen. Die Kredite wurden nicht nach den Vorgaben einer Bank, nicht mit umfassender Risikoabsch\u00e4tzung abgewickelt, sondern nach \u00dcberlegungen des m\u00f6glichen Bierabsatzes. Es erstaunt nicht, dass viele Wirte bei der R\u00fcckzahlung des Kredits oder bei der Zinszahlung in Schwierigkeiten gerieten. Die Brauereien verhielten unterschiedlich. Einige behielten sich die erzielte R\u00fcckverg\u00fctung an den Wirt, die vertraglich fixierte R\u00fcckerstattung bei Erreichen einer gewissen Bierabsatzmenge zur\u00fcck, um des Kredits zu bedienen. Andere beschafften sich beim Wirt mit Heu oder Lebensmittel zur Abzahlung des Kredits. Bei massiven Zahlungsschwierigkeiten mussten sich die Brauereien \u00fcberlegen, ob sie den Absatzort aufgeben oder noch mehr Kapital in ein d\u00fcrftig rentierendes Wirtshaus investieren sollten. Meistens entschlossen sich die Brauereien, das Anwesen zu kaufen, allerdings meist zu \u00fcberh\u00f6hten Preisen, weil die Immobilienh\u00e4ndler vom Verdr\u00e4ngungswettkampf unter den Brauereien wussten. Auch gab es Wirte die diesen Zustand ausnutzten. Bei Renovierungen oder beim Kauf einer Gastst\u00e4tte fragte man alle Brauereien an und schloss schliesslich mit dem Meistbietenden einen Biervertrag ab.<br \/>\nEin Absurdum des Konkurrenzkampfes trieb es um das Jahr 1920. Da Vertreter der Brauerei W\u00e4denswil eine Absatzstelle in Z\u00fcrich gleich gegen\u00fcber der Brauerei am Uetliberg ausfindig gemacht hatten, die dringend Geld ben\u00f6tigte. Die Brauerei W\u00e4denswil bewilligte nach Abschluss eines Bierliefervertrags einen grossen Kredit und brachte stolz das Schild ihrer Brauerei an der \u201cSonnenzeit\u201c an, um die Stadtz\u00fcrcher Konkurrenz zu \u00e4rgern. Nur kurze Zeit sp\u00e4ter wurde auch in W\u00e4denswil gleich gegen\u00fcber der hiesigen Brauerei bei der \u201cMorgensonne\u201c das Brauereischild der Brauerei Uetliberg angebracht. Die Vertreter der Brauerei Uetliberg waren genau gleich vorgegangen. Die beiden Brauereien einigten sich etwas sp\u00e4ter, aus Kostengr\u00fcnden doch vern\u00fcnftiger wieder ihre angestammten Wirte zu beliefern. Jedoch hatten nun beide ein grosses und risikoreiches Darlehen in ihrer Buchhaltung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-84.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1185\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-84-300x150.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 84\" width=\"600\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-84-300x150.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-84-768x384.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-84-1024x512.jpg 1024w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-84-624x312.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-84.jpg 1287w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-83-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1184 size-medium alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-83-1-254x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 83\" width=\"254\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-83-1-254x300.jpg 254w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-83-1-624x738.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-83-1.jpg 763w\" sizes=\"(max-width: 254px) 100vw, 254px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1964: Der rostige Aabach<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Ein Ereignis mit Schrecken ergab sich zur Zeit der Landesausstellung 1964 in Lausanne. Damit die Belegschaft inklusiv dem Maschinist die <em>\u00abLandi\u00bb<\/em> besuchen konnte, blieb der Braumeister Karl M\u00f6sch alleine am Samstag in der Brauerei Uster zur\u00fcck. Er setzte die Maschinen in Betrieb. Als er um 9.00 Uhr einen Kontrollgang machte, war der ganze Zylinder der K\u00e4ltemaschine vereist. Er stellte die Maschinen ab, kontrollierte alle Leitungen, fand aber keine Ursache. Da Karl M\u00f6sch keinen Anlass sah, die Stilllegung weiter aufrechtzuerhalten, stellte er die Maschinen wieder an, mit dem Resultat, dass bald dieselben Erscheinungen auftraten. Als er darauf den Generator \u00fcberpr\u00fcfte, stellte er fest, dass die gesamte Sole ausgelaufen war. Karl M\u00f6sch eilte hinaus und beobachtete mit Schrecken, dass eine rostige Fahne den Aabach hinunterzog. Auf jeden Fall holte er die Maschinisten um Mitternacht am Bahnhof ab und nach 24-st\u00fcndiger Arbeit konnten die Maschinen wieder in Betrieb genommen werden. Es stellte sich heraus, dass eine Soleleitung im Schacht geplatzt war. Gl\u00fccklicherweise sind die Gew\u00e4sser damals noch nicht so scharf beobachtet worden, so hatte die Angelegenheit keine schlimmen Folgen gehabt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-87.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1188\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-87-300x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 87\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-87-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-87-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-87.jpg 314w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-86.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1187 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-86-233x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 86\" width=\"233\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-86-233x300.jpg 233w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-86.jpg 272w\" sizes=\"(max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-85.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1186\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-85-294x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 85\" width=\"294\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-85-294x300.jpg 294w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-85.jpg 321w\" sizes=\"(max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1964: Karl M\u00f6sch der letzte Braumeister des Uster-Br\u00e4u<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Viel beigetragen zum guten Ruf des Bieres aus Uster hat Karl M\u00f6sch. Er begann als Lehrling bei der Brauerei Salmenbr\u00e4u in Rheinfelden, wo er das Brauerhandwerk gr\u00fcndlich und umfassend lernte. Nach der Lehr- und Wanderjahre, die den jungen Bierbrauer in zehn verschiedene Betriebe im In- und Ausland f\u00fchrte, kam Karl M\u00f6sch 1956 als Braumeister nach Uster.<br \/>\nFast als erstes liess der neue Braumeister die Wasserentkalkungsanlage sanieren und erreichte damit eine erste Qualit\u00e4tssteigerung. Regelm\u00e4ssig hat er Proben in die Versuchsstation der Schweizer Brauereien nach Z\u00fcrich gesendet, um die Qualit\u00e4t seines Bieres pr\u00fcfen zu lassen. Zudem lies er zwei- bis dreimal im Jahr, zu seiner pers\u00f6nlicher Sicherheit, eine Betriebskontrolle anordnen. Es lag die Verantwortung f\u00fcr die gesamte Produktion in den H\u00e4nden von Karl M\u00f6sch. Durch die wesentlich verbesserte Qualit\u00e4t des Bieres verdoppelte sich der Bierausstoss in seiner Zeit von urspr\u00fcnglich 20\u2018000 hl im Jahr 1956 auf gute 40\u2018000 hl im Jahre 1969.<br \/>\nEr hat Bier in der klassischen Form gebraut, mit Gef\u00fchl und klarer \u00dcberzeugung und nicht nach der <em>\u00abBrauereibibel\u00bb<\/em>. Er hat sich immer voll mit seinem Produkt identifiziert. In den 23 Jahren seines Wirkens wurde das Uster-Br\u00e4u zum allseits gesch\u00e4tzten Bier, dem heute noch viele<br \/>\nnachtrauern. So prostete man einander zu: <em>\u00abUster-Br\u00e4u,<\/em> <em>unerreicht<\/em> <em>&#8211;<\/em> <em>f\u00f6ifi<\/em> <em>gsoffe,<\/em> <em>siebni<\/em> <em>gseicht\u00bb<\/em>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-89.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1190\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-89-300x241.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 89\" width=\"373\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-89-300x241.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-89.jpg 505w\" sizes=\"(max-width: 373px) 100vw, 373px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-88.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1189 size-medium alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-88-203x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 88\" width=\"203\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-88-203x300.jpg 203w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-88-624x923.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-88.jpg 664w\" sizes=\"(max-width: 203px) 100vw, 203px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1964: Ein Arbeitstag als Braumeister<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Der Arbeitstag des Braumeisters Karl M\u00f6sch begann eigentlich am Abend zuvor. Da musste der Arbeitsablauf f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag vorbereitet werden, denn der Braumeister war f\u00fcr mehr als dreissig Mitarbeitende im Produktionsbereich verantwortlich. W\u00e4hrend eines Arbeitstages war Karl M\u00f6sch in allen Brauereibereichen anzutreffen, und wenn immer n\u00f6tig legte er selber Hand an. Seinen Rundgang begann er morgens um halb sieben Uhr f\u00fcr gew\u00f6hnlich im G\u00e4rkeller, um die zu fassenden Biere zu kontrollieren. Er gab Anweisungen, was geschlaucht werden sollte und bestimmte das Bier, das in den Lagerkeller musste. Anschliessend nahm der Braumeister im Filtrationsbereich den Kieselguhrfilter in Betrieb, der die Klarheit des Bieres gew\u00e4hrleistete. In der Flaschen- und Fassabf\u00fcllerei machte er eine Aufstellung der Anzahl der abzuf\u00fcllenden Gebinde und kontrollierte die vielen Arbeitsg\u00e4nge: die Geschirraufgabe, das Erlesen der Flaschen, die Flaschenreinigung, das Abf\u00fcllen, das Ausleuchten, die Kontrolle der Verschl\u00fcsse, das Einpacken und Stapeln der Harasse. Nach der st\u00e4ndigen Zirkulation im Betrieb war es Zeit, ins Labor zu gehen, wo der Braumeister selber die biologische Kontrolle des abgef\u00fcllten Bieres vornahm. Er pr\u00fcfte die Haltbarkeit und f\u00fchrte die Membranfiltrationen von Wasser, Bier und W\u00fcrze durch. Anschliessend war die B\u00fcroarbeit an der Reihe: Rapporte verarbeiten und dann wieder die Arbeitsvorbereitung f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag. Je nach Jahreszeit wurden vier bis sechs Sude pro Woche gebraut, und ein Arbeitstag von Karl M\u00f6sch konnte 12 bis 16 Stunden dauern, auch am Wochenende war er regelm\u00e4ssig im Einsatz.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-90.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1191 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-90-203x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 90\" width=\"203\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-90-203x300.jpg 203w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-90-624x920.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-90.jpg 668w\" sizes=\"(max-width: 203px) 100vw, 203px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-92.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1193\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-92-150x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 92\" width=\"150\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-92-150x300.jpg 150w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-92.jpg 174w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-91.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1192\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-91-300x203.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 91\" width=\"443\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-91-300x203.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-91.jpg 516w\" sizes=\"(max-width: 443px) 100vw, 443px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1964: Erinnerungen an die Lehre als Bierbrauer<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Fr\u00fcher brauchte es viel Fachwissen, grosse Erfahrung und den Einsatz aller Sinne, um ein gutes Bier zu brauen. Angefangen in der M\u00e4lzerei, wo die gekeimte Gerste mit viel Erfahrung zu einem guten Malz gedarrt wurde. Beim eigentlichen Brauen wird das geschrotete Malz mit Wasser zur Maische ger\u00fchrt, dann gel\u00e4utert und schliesslich in der W\u00fcrzpfanne unter Zugabe von Hopfen gekocht. In G\u00e4rbottichen und sp\u00e4ter im Lagerkeller wird dann aus dem Gebr\u00e4u nach und nach ein frisch sch\u00e4umendes, erfrischendes Bier.<br \/>\nHeute sind die Produktionsprozesse automatisiert, der Computer ersetzt die Augen, den Geschmacks- und Geruchsinn des Braumeisters. Die Lehre als Bierbrauer stellte harte Anforderungen: Nicht nur mussten schwere S\u00e4cke mit Gersten geschleppt und grosse F\u00e4sser verladen werden, den wendigen Lehrlingen kam auch die Aufgabe zu, die riesigen Lagerf\u00e4sser mit Handb\u00fcrsten und Schaber zu reinigen, auch im Innern nat\u00fcrlich, im Licht einer Kerze.<br \/>\nOhne Gummistiefel, im Lagerkeller, wo das Eiswasser von den K\u00fchlleitungen tropfte, sei das eine enorm nasse und harte Arbeit gewesen. Alle zwei Jahre wurden die 40 bis 60 hl fassenden Holzf\u00e4sser ins Freie geschleppt und innen neu mit Pech ausgestrichen, <em>\u00abgepicht\u00bb<\/em>. Dann seien die<br \/>\nK\u00fcfer gekommen und h\u00e4tten im Viertackt die Reifen neu befestigt. Diese <em>\u00abMusik\u00bb<\/em> der Hammer<br \/>\nschl\u00e4ge habe bei einer Brauerei zur Herbstzeit geh\u00f6rt wie der Hopfen zum Bier.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-93.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1194\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-93-300x205.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 93\" width=\"439\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-93-300x205.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-93.jpg 363w\" sizes=\"(max-width: 439px) 100vw, 439px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-94.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1195 size-medium alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-94-300x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 94\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-94-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-94-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-94.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1965: Ein neues Bier aus einem neuen Sudhaus<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><em>Eine Reportage des \u201cAnzeiger von Uster\u201c vom Samstag den 10. Juli 1965.<\/em><br \/>\nVor einigen Wochen hat die Brauerei Uster, P. Bartenstein AG, ein neues Bier herausgebracht: das helle Starkbier. Es hat sofort viele Freunde gefunden, weil es fein und kr\u00e4ftig zugleich ist, wie man schon beim ersten Schluck bemerkt. Bei den Brauereien geht es nicht zu und her wie bei Suppen-, Schokolade- oder Zigarettenfabrikanten, wo h\u00e4ufig \u201cNeuerscheinungen\u201c auf den Markt gebraucht werden: dazu w\u00e4ren die Voraussetzungen beider Bierherstellung in verschiedener Hinsicht nicht gegeben. Die Fabrikation eines neuen Bieres ist darum fast eine \u201cs\u00e4kulare\u201c Angelegenheit. Bei der Brauerei Uster wurde sie jetzt m\u00f6glich im Zusammenhang mit dem gr\u00fcndlichen Umbau und der sozusagen v\u00f6lligen Erneuerung der Betriebsanlagen im Sudhaus mit den dazu geh\u00f6renden Teilen der Brauerei. Deren Gesch\u00e4ftsleitung von Peter Bartenstein und seinem Sohn Urs-Peter betreut wird. Die Brauerei Uster, fr\u00fcher ein Kleinbetrieb, steht heute mit ihrem Ausstoss von den 59 Brauereien der Schweiz an mittlerer Stelle, nicht zuletzt dank der guten Qualit\u00e4t ihres Bieres, der man schon immer grosse Aufmerksamkeit geschenkt hat. Erfreulich ist es, wenn sich ein etwa 50 Besch\u00e4ftigte z\u00e4hlender Familienbetrieb wie die Brauerei Uster nicht nur halten, sondern langsam, aber stetig sich weiter entwickeln konnte.<br \/>\nDavon m\u00f6chten wir heute unseren Leserinnen und Lesern etwas berichten in der Meinung, ihnen auch sonst etwas Einblick zu gew\u00e4hren in die Herstellung eines wichtigen Getr\u00e4nkes in der einzigen Brauerei des Z\u00fcrcher Oberlandes, der Brauerei Uster, P. Bartenstein AG, die man zum Ausbau und zur Modernisierung ihres Betriebes sowie zu ihrem neusten Produkt nur begl\u00fcckw\u00fcnschen kann, am besten wohl gleich mit dem Wahlspruch der Brauer: Hopfen und Malz, Gott erhalt\u2019s! In Gesellschaft trinken wir gerne das rassige BB-Starkbier (mit dem Familienwappen), besonders kr\u00e4ftig und vollmundig. Beliebt auch bei Damen, das Bier f\u00fcr Partys, den Familienkreis, Radioh\u00f6ren und Fernseher und ganz speziell als Schlummertrunk.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-95.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1196 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-95-233x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 95\" width=\"233\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-95-233x300.jpg 233w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-95.jpg 270w\" sizes=\"(max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-96.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1197\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-96.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 96\" width=\"334\" height=\"300\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-97.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1198\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-97-216x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 97\" width=\"216\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-97-216x300.jpg 216w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-97.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Anmerkung: In den 1960er Jahren war es zu einem Bier trinken gehen unter jungen M\u00e4nnern im Z\u00fcrcher Oberland gang und g\u00e4be: \u201eGehen wir noch kurz ein BB trinken?!\u201c Es war damals eine Anspielung an die franz\u00f6sische BB. An das Sexsymbol und die Schauspielerin <\/em><em>Brigitte Bardot.<br \/>\n<\/em>Die Architekten Farner &amp; Grunder, Industriearchitekten aus Z\u00fcrich, berichten von einem bedeutenden Umbau in der Brauerei Uster. Unsere Bauaufgabe enthielt als wichtigste Bedingung, dass die neue Anlage im bestehenden Sudhaus unterzubringen war und bis auf die Umstellung von den alten auf die neuen Einrichtungen w\u00e4hrend der Bauzeit der Sudhausbetrieb voll aufrecht erhalten werden musste. Diese Auflagen brachten den Architekten und Ingenieuren Probleme ausserordentlicher Art und der Bauherrschaft in betrieblicher Hinsicht oft kaum mehr ertr\u00e4gliche Arbeitsbedingungen. Zudem fiel der Umbau gr\u00f6sstenteils in die Zeit eines strengen Winters, und es ist mehr als einmal vorgekommen, dass vor dem Sudbeginn die Leitungen aufgetaut werden mussten.<br \/>\nDer Umbau umfasste die folgenden Abschnitte: 1. Neues Kellergeschoss mit Grundwasserisolierung und Verst\u00e4rkung der bestehenden \u00e4usseren Fundamente. 2. Das eigentliche Sudhaus im Parterre mit einer neuen grossfl\u00e4chigen Fassadenl\u00f6sung. 3. Drei neue Obergeschosse zur Aufnahme der Malzschroterei, der Warmwassertanks und der fl\u00e4chenm\u00e4ssig zur H\u00e4lfte \u00fcber diese drei Geschosse reichenden Malzsilos. 4. Einbau eines neuen Treppenhauses mit einem Personenlift. 5. Neues K\u00fchlschiffdach.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-98.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1199\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-98-270x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 98\" width=\"270\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-98-270x300.jpg 270w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-98.jpg 306w\" sizes=\"(max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-99.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1200 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-99-270x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 99\" width=\"270\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-99-270x300.jpg 270w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-99.jpg 306w\" sizes=\"(max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie schon erw\u00e4hnt, musste der Baufortschritt so disponiert werden, dass die bestehende Sudanlage immer betriebsf\u00e4hig war. Somit mussten zuerst die Konstruktionen \u00fcber und unter dem alten Sudraum erstellt werden. Die Decken \u00fcber dem Sudraum konnte mit R\u00fccksicht auf bestehende Tanks und maschinelle Einrichtung nur in Etappen erstellt werden. Es war deshalb unumg\u00e4nglich, \u00fcber dem Sudhaustrakt ein Notdach zu erstellen.<br \/>\nGanz betr\u00e4chtliche Vorbereitungen erforderten die Fassaden\u00e4nderungen. Einerseits bestand der Wunsch der Bauherrschaft nach einer m\u00f6glichst grossz\u00fcgigen Fensterl\u00f6sung, die von aussen einen guten Einblick in den Sudraum gew\u00e4hrt, und anderseits mussten durch diese neuen \u00d6ffnungen der L\u00e4uterbottich und die Pfanne eingebracht werden k\u00f6nnen. F\u00fcr die Abfangung des fast 20 m hohen massiv gebauten Geb\u00e4udes waren umfangreiche Spriessungen notwendig.<br \/>\nIn einer letzten Bauetappe wurde das Betondach \u00fcber dem K\u00fchlschiff erstellt. Vor allem dieser Bauabschnitt war an sehr kurze Termine gebunden, da w\u00e4hrend dieser Zeit der Sudbetrieb stillgelegt werden musste. Ausser den Bauarbeiten in diesem Bauabschnitt wurde auch noch das K\u00fchlschiff gehoben, wof\u00fcr wiederum komplizierte Hebevorrichtungen notwendig wurden. In diesem Zusammenhang muss hervorgehoben werden, welche \u00fcberaus leistungsf\u00e4higen Hilfsmittel in der Form von fahrbaren Kr\u00e4nen dem neuzeitlichen Baubetrieb zur Verf\u00fcgung stehen. Gerade bei diesem komplizierten Umbau w\u00e4ren gewisse konstruktive L\u00f6sungen und Maschinenmontagen ohne diese Autokr\u00e4ne kaum m\u00f6glich gewesen oder w\u00e4ren sicher mit wesentlich h\u00f6heren Kosten und einer l\u00e4ngeren Bauzeit verbunden gewesen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-101.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1202\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-101-300x204.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 101\" width=\"441\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-101-300x204.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-101.jpg 505w\" sizes=\"(max-width: 441px) 100vw, 441px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-100.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1201 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-100-300x204.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 100\" width=\"441\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-100-300x204.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-100.jpg 505w\" sizes=\"(max-width: 441px) 100vw, 441px\" \/><\/a><br \/>\nWeil in einer Brauerei das Sudhaus eigentlich die Visitenkarte eines sauberen Betriebes ist, wurde f\u00fcr dessen Ausbau besondere Sorgfalt verwendet. Die W\u00e4nde sind mit einem dunklen italienischen Marmor verkleidet, und der Boden ist mit einem gelblichen Natursteinmosaik ausgelegt. Diese Materialien geben den spiegelblanken Kupferpfannen und dem Schaltpult den w\u00fcrdigen Rahmen, wobei der Raum bei k\u00fcnstlicher Beleuchtung besonders zur Geltung kommt.<br \/>\nDer Bau des reichen Geb\u00e4udekomplexes der Brauerei Uster beherbergt den Hauptteil der Bierherstellung. Das Haus wurde praktisch v\u00f6llig ausgeh\u00f6hlt, um die neuen Einrichtungen unterzubringen. Die Erh\u00f6hung des obersten Geschosses ist beim Backsteinmauerwerk gut zu erkennen. Dar\u00fcber befindet sich der betonierte Raum f\u00fcr das gehobene K\u00fchlschiff. Breitseits ist der neue Eingang zum Sudhaus mit den beiden neuen Kesseln (Sudpfanne und L\u00e4uterbottich). L\u00e4ngsseits rechts vom ehemaligen Haupteingang befindet sich das Maschinenhaus mit der von Besuchern oft bestaunten Dampfmaschine. Hinter der Fassade, von oben nach unten: Malzputzerei und Warmwasserversorgung des Sudhauses \u2013 Malzschrotm\u00fchle \u2013 Schrotbeh\u00e4lter und Warmwasserversorgung des gesamten Betriebes \u2013 Sudhaus, Vorderseite, mit Hauskante: durchgehende Silos f\u00fcr den laufenden Bedarf, etwa 150 Tonnen fassend. L\u00e4ngsseits, hinterer Teil, von oben nach unten: neu aufgebauter Raum f\u00fcr das K\u00fchlschiff, Zentrifugen und Hopfenlagerraum \u2013 \u00fcber zwei Stockwerke Wasserenth\u00e4rtung \u2013 Maschinenzentrale (K\u00fchl- und Luftkompressoren).<br \/>\nDas neue Sudhaus ist nicht nur das Herz des umgestalteten Fabrikationsgeb\u00e4udes, sondern der Brauerei \u00fcberhaupt. Auf seine Ausstattung wurde darum besonderes Gewicht gelegt. So ist ein Raum entstanden, der nicht nur zweckm\u00e4ssig, sondern auch sehr sch\u00f6n ist im Zusammenklang von Materialien und Farben. Das Spiel des Lichtes im Marmor und auf den runden Formen des Kupfers ist nachts beim Kunstlicht besonders reizvoll. Selbstverst\u00e4ndlich ist der Raum aber nicht darum blitzblank gehalten, sondern aus Gr\u00fcnden der Hygiene, auf die in der Brauerei \u00fcberall Gewicht gelegt wird.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-102.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1203 \" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-102-300x216.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 102\" width=\"417\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-102-300x216.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-102.jpg 475w\" sizes=\"(max-width: 417px) 100vw, 417px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-103.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1204 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-103-300x219.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 103\" width=\"411\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-103-300x219.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-103.jpg 469w\" sizes=\"(max-width: 411px) 100vw, 411px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Betritt man das Sudhaus, sticht jeder Mann gleich die Sudpfanne und dahinter der L\u00e4uterbottich ins Auge. Beide bestehen aus Kupferblech, auf Hochglanz poliert. Die Abzugsrohre f\u00fchren \u00fcber das Dach hinaus. Die W\u00e4nde sind mit dunkelgr\u00fcnem Bergamasker Marmor verkleidet, w\u00e4hrend der Boden aus einem gelblichen Natursteinmosaik besteht. Breitseits ist die \u00fcbersichtliche Schaltanlage eingelassen und mit dem vorstehenden Mischpult f\u00fcr das Sudhaus und s\u00e4mtliche Maschinen in den oberen Geschossen zust\u00e4ndig. Der grosse leere Platz im Sudhaus ist die Reserve f\u00fcr zwei weitere Kessel, obwohl die neuen Pfannen mehr als doppelt so gross sind wie die alten und mancherlei technische Verbesserungen aufweisen, um die Leistungsf\u00e4higkeit zu steigern. So, durch schnellere Aufheizung, intensiveres Kochen, schnelleres Abl\u00e4utern usw.<br \/>\nBei den pneumatisch gesteuerten Siloausl\u00e4ufen befindet sich auch der Schrotkasten zur Aufnahme des Mahlgutes. Das Malz wird durch das Gebl\u00e4se auf die oberste Etage zur Malzputzmaschine bef\u00f6rdert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-105.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1206\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-105-283x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 105\" width=\"283\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-105-283x300.jpg 283w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-105.jpg 323w\" sizes=\"(max-width: 283px) 100vw, 283px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-104.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1205 size-medium alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-104-272x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 104\" width=\"272\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-104-272x300.jpg 272w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-104.jpg 311w\" sizes=\"(max-width: 272px) 100vw, 272px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei der Malzschrotm\u00fchle im Kanal dar\u00fcber befindet sich die automatische Waage. Neben der M\u00fchle ist der Ventilator f\u00fcr die Entstaubung der Luft. \u00dcber der ganzen Breite des Raums, befinden sich die Silos f\u00fcr den laufenden Bedarf.<br \/>\nIn der Mitte des Technikraum steht die Malzputzmaschine und gleich rechts daneben ein Teil der Wasserversorgung f\u00fcr das Sudhaus. Auch gehen vorne und hinten die beiden Abzugsrohre f\u00fcr das Sudhaus durch den Raum.<br \/>\nIm Antriebsraum des Sudhauses wird der Hopfen gepresst und einwandfrei beseitigt.<\/p>\n<p><strong>1969: Schweizerische Brauerei-Rundschau, Mai 1969<em><br \/>\n<\/em><\/strong><em>Brauerei Uster P. Bartenstein AG, Uster<strong>,<\/strong> 8610 Uster, Brauereistrasse 11, Telephon 051 96 90 82.<\/em><br \/>\nIm Jahre 1887 \u00fcbernahmen vier Br\u00fcder Bartenstein den von J. Georg Stahels Erben gef\u00fchrten Brauereikleinbetrieb. 1906 ging das Gesch\u00e4ft in den in den alleinigen Besitz von Peter Bartenstein-Guyer \u00fcber. Nach seinem Tode, 1929, erfolgte die Umwandlung in eine Familienaktiengesellschaft unter der Leitung von Peter Bartenstein-Forster.<br \/>\nUster, eine Stadt von 22 000 Einwohnern, befindet sich 20 km von Z\u00fcrich entfernt. Die Brauerei selbst ist in wenigen Minuten vom Stadtzentrum aus zu erreichen und liegt an einem ruhigen, bewaldeten H\u00fcgel. Es sind auf l\u00e4ngere Sicht gen\u00fcgend Landreserven vorhanden. Aus kleinen Anf\u00e4ngen hat sich die Brauerei Uster zum schweizerischen Mittelbetrieb vergr\u00f6ssert. Der Ausbau erfolgte Schrittweise, wobei Anlagen und Einrichtungen den Anspr\u00fcchen der heutigen Zeit entsprechen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-106.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1207\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-106-300x190.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 106\" width=\"474\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-106-300x190.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-106-624x395.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-106.jpg 699w\" sizes=\"(max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-107.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1208 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-107-300x287.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 107\" width=\"314\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-107-300x287.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-107.jpg 611w\" sizes=\"(max-width: 314px) 100vw, 314px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Malzlagerkapazit\u00e4t betr\u00e4gt 800 t, gelagert in einem 1933 erbauten Silo und den 1962 erg\u00e4nzten Verbrauchersilos. In den Jahren 1962 bis 1964 wurden komplett erneuert: Malzputzerei und Malz-schroterei (Gebr. B\u00fchler, Uzwil); Zwei-Ger\u00e4te-Sudhaus mit einer Sch\u00fcttung von 3000 kg der Firma Huppmann, Kitzingen; sowie den notwendigen Nebenanlagen wie Heisswasserversorgung, teilweise Kaltwasserversorgung mit den entsprechenden Pumpenaggregaten, Trebersilo, Luftkompressoren und den f\u00fcr eine solche Anlage erforderlichen Steuer- und Schaltanlagen. \u2013 Vorg\u00e4ngig wurden im Jahre 1959 zwei Siller &amp; Jamart-Umlaufkessel mit einer Heizfl\u00e4che von 80 m<sup>2<\/sup> und einer Dauerleistung von je 3200 kg\/h Dampf aufgestellt. \u2013 Die K\u00fchlung der W\u00fcrze erfolgt mittels K\u00fchlschiff, Plattenk\u00fchler und Zentrifugen. Der G\u00e4rkeller umfasst 11 emaillierte G\u00e4rbottiche mit einer Gesamtkapazit\u00e4t von 1890 hl. Die K\u00fchlung der G\u00e4rbottiche erfolgt mittels S\u00fcsswasser. In drei Lagerkellern k\u00f6nnen gegen 9000 hl Bier gelagert werden. Die Beschaffenheit der Lagertanks ist verschiedenartig. Die Filtration des Bieres erfolgt mittels Kieselgurfilter sowie anschliessendem Schichtenfilter, wobei durch Photometer eine st\u00e4ndige Kontrolle des filtrierten Bieres gew\u00e4hrleistet ist. Der Drucktankkeller hat eine Kapazit\u00e4t von 280 hl und ist mit 5 modernen V4A-Tanks best\u00fcckt.<br \/>\nDie Fassf\u00fcllung erfolgt mittels eines \u00e4lteren Enzinger-Fassf\u00fcllers, der seit dem st\u00e4ndigen R\u00fcckgang des Fassbieres den Anforderungen gen\u00fcgt. Es k\u00f6nnen auf diesem Fassf\u00fcller aber auch moderne V2A-Getr\u00e4nketanks abgef\u00fcllt werden. \u2013 Die Flaschenabf\u00fcllerei hat eine Kapazit\u00e4t von 6500 bis 7000 grossen Flaschen. Flaschenreinigungsmaschine (Winterwerb &amp; Streng), F\u00fcller (Kumag, Z\u00fcrich), Flaschenpasteur (Sander Hansen), Etikettiermaschine (Jagenberg), Kistenwaschanlage und Stapelautomat (Kumag, Z\u00fcrich). \u00dcber 50 % der Abf\u00fcllungen erfolgen nur noch in Kronkorkflaschen, und die Brauerei Uster ist bestrebt, in einigen Jahren die B\u00fcgelflaschen g\u00e4nzlich aus dem Sortiment zu streichen. Im \u00dcbrigen wird in einigen Jahren die Umstellung auf Plastikharasse bewerkstelligt sein. \u2013 Der Neubau einer Flaschenabf\u00fcllerei ist in n\u00e4chster Zukunft geplant. K\u00fcrzlich konnte als erste Bauetappe eine grosse Leer- und Vollguthalle in Betrieb genommen werden.<br \/>\nUster-Br\u00e4u wird haupts\u00e4chlich im Z\u00fcrcher Oberland verkauft, etwa 50 % des Umsatzes \u00fcber Depots. Diese befinden sich in Hittnau, Bauma, R\u00fcti, Wald, jedoch auch in Z\u00fcrich, Winterthur, Uznach und Niederurnen. Als Schutzmarken gelangen in den Handel: Uster-Br\u00e4u Lager (hell und dunkel), Uster-Spezial (hell und dunkel), BB-Starkbier (hell und dunkel). \u2013 In Anpassung an die Zeitverh\u00e4ltnisse wurden auch der Traubensaft Resano auf den Markt gebracht, und zus\u00e4tzlich werden \u00fcber eine Schwesterfirma alkoholfreie Obstsaftgetr\u00e4nke sowie in Lizenz oder als Importeur Florida Boy Orange und San Pellegrino-Produkte in das Verkaufsprogramm aufgenommen und durch eine Vertriebsorganisation von \u00fcber 150 Depothaltern verkauft.<br \/>\nGesch\u00e4ftsleitung: Peter Bartenstein-Forster, Urs Peter Bartenstein jun. und Karl M\u00f6sch, Braumeister. \u2013 Aktienkapital 600 000 Franken.<br \/>\nPersonelles: Fritz Steinemann SBR Jg. 67 S. 38 (3.1956); A. Walker-Bartenstein SBR Jg. 69 S. 119 (7.1958); Peter Bartenstein SBR Jg. 77 S. 377 (7.1966).<\/p>\n<p><strong>1977: Von H\u00fcrlimann gekauft und als Konkurrent ausgeschaltet<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>In den weiteren 70er Jahren &#8211; nach dem Tod von Peter Bartenstein-Forster 1970 war dessen Sohn Urs Peter Bartenstein Delegierter des Verwaltungsrates geworden &#8211; war der Verkauf dann allerdings r\u00fcckl\u00e4ufig, weshalb auch die Produktionsmenge reduziert wurde, bis auf rund 34\u2018000 hl pro Jahr. Und schliesslich kam, einen Tag vor den Weihnachtsfeiertagen 1977, das Aus. Es wurde bekannt gegeben, dass s\u00e4mtliche Aktien per 1. Januar 1978 von der Z\u00fcrcher Grossbrauerei H\u00fcrlimann \u00fcbernommen w\u00fcrden. Gleichzeitig machte die neue Besitzerin klar, dass sie die Bierproduktion in Uster so schnell wie m\u00f6glich einstellen werde. Auf diese Weise konnte die Brauerei H\u00fcrlimann n\u00e4mlich einen bisherigen Konkurrenten ausschalten und auf einen Schlag in den \u00fcber 200 Wirtschaften, in denen bis dahin Uster Br\u00e4u aus dem Zapfhahn geflossen war, H\u00fcrlimann Bier ausschenken.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-110.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1211 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-110-300x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 110\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-110-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-110-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-110-768x768.jpg 768w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-110-624x624.jpg 624w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-110.jpg 772w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-109.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1210\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-109-229x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 109\" width=\"229\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-109-229x300.jpg 229w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-109.jpg 595w\" sizes=\"(max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-108.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1209\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-108-300x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 108\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-108-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-108-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-108.jpg 560w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nSchon im Herbst 1977 meldete die Presse den bevorstehenden Verkauf der Brauerei Uster. Den Verkaufsentscheid begr\u00fcndete die Brauerei Uster damit, dass im zu jener Zeit erneut aktuellen Verdr\u00e4ngungswettbewerb und Konzentrationsprozess mittlere und kleinere Brauereien mit ihren hohen Produktionskosten nicht mithalten konnten. Schwerer als die <em>\u00abGrossen\u00bb<\/em> hatten es kleine und mittlere Betriebe aber auch beim der Vermarktung und bei der Logistik. Dass die Brauerei Uster kurioserweise selbst im Tessin, in Roveredo, ein Lokal mit Uster Br\u00e4u belieferte, ging nur, weil sie auch San Pellegrino importierten und die entsprechenden Lastwagen hinterher, eh wieder Richtung S\u00fcden fuhren. Dennoch sind der Verkauf und die Stilllegung f\u00fcr die Belegschaft, damals \u00fcber 30 Mitarbeitende, v\u00f6llig \u00fcberraschend gekommen, gerade weil der Betrieb technisch in den letzten 15 Jahren auf einen H\u00f6chststand gebracht worden ist. Der letzte Brauvorgang in Uster fand dann am 15. M\u00e4rz 1978 statt.<br \/>\nZwei Jahre sp\u00e4ter wurde auch die vormaligen Tochtergesellschaften <em>\u00abBiwag<\/em> <em>AG\u00bb<\/em> und <em>\u00abZ.O.O.\u00bb<\/em> &#8211; <em>Z\u00fcrcher<\/em> <em>Oberland<\/em> <em>Obst<\/em> <em>und<\/em> <em>Getr\u00e4nke<\/em> <em>AG<\/em> an die Brauerei H\u00fcrlimann verkauft. Bei der Biwag, was \u00fcbrigens die Abk\u00fcrzung f\u00fcr Bier und Wasser AG ist, handelt es sich um die urspr\u00fcngliche Getr\u00e4nkehandlung Adolf Inderbitzin und S\u00f6hne in Niederuster, die man 1972 \u00fcbernommen hatte und f\u00fcr die man sp\u00e4ter an der Brauereistrasse weitere Neubauten, diesmal aus Beton, erstellte. Dort wo sich die Bauten der Biwag erstrecken, waren einst die Pferdestalllungen f\u00fcr die hauseigenen Brauereipferde und sp\u00e4ter die Garagen f\u00fcr die Auslieferungslastwagen gestanden.<\/p>\n<p><strong>1977: Schreiben zur Kenntnis an die Kundschaft, 22. Dezember 1977<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Brauerei Uster, P. Bartenstein AG, Z\u00fcrich und Uster, 22. Dezember 1977.<\/p>\n<p>Sehr geehrte Kundin, Sehr geehrter Kunde,<br \/>\nDie Brauerei Uster, P. Bartenstein AG, Uster, und die Brauerei A. H\u00fcrlimann AG, Z\u00fcrich, haben am 22. Dezember 1977 folgendes vertraglich beschlossen:<br \/>\nAuf Jahresende 1977 werden die Aktien der Brauerei Uster durch die Brauerei H\u00fcrlimann \u00fcbernommen. Die Brauerei Uster, P. Bartenstein AG, bleibt als Rechtspers\u00f6nlichkeit bestehen. Der sp\u00e4tere Firmenzweck wird im Handel und Verteilen von Bier und alkoholfreien Getr\u00e4nken bestehen. Leiter dieses Lager- und Auslieferungsbetriebes bleibt Herr Urs P. Bartenstein. Er hat von den Aktion\u00e4ren der bisherigen Brauerei Uster die Tochtergesellschaft Biwag Getr\u00e4nke AG und Z.O.O. Z\u00fcrcher Oberland Obst und Getr\u00e4nke AG, k\u00e4uflich erworben. Herr Urs P. Bartenstein wird diese Betriebe auf eigene Rechnung weiterf\u00fchren.<br \/>\nIn Uster wird vorl\u00e4ufig weiter Bier gebraut, mit gleicher Sorgfalt und Liebe wie bisher. Sie werden vom gleichen Vertreter betreut wie bisher, der gleiche Chauffeur wird Ihnen Ihr Bier in den Keller liefern. Voraussichtlich gegen Ende des Braujahres 1977\/78 wird die Bierproduktion in Uster eingestellt werden. Die Firma Brauerei Uster, P. Bartenstein AG, wird dann in Z\u00fcrich gebrautes Bier ausliefern. Bevor es soweit ist, werden wir mit Ihnen zusammensitzen und reden.<br \/>\nDie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Brauerei Uster und ihrer Tochtergesellschaft sind anl\u00e4sslich einer Betriebsversammlung \u00fcber die \u00c4nderungen eingehend informiert worden. Das Personal bleibt in gegenseitiger Absprache weitgehend in den Betrieben weiterbesch\u00e4ftigt oder wird &#8211; sofern es dies w\u00fcnscht &#8211; sp\u00e4ter \u00fcbernommen.<br \/>\nWir danken Ihnen f\u00fcr Ihre Kundentreue, und wir hoffen, dass Sie uns auch in Zukunft vertrauen.<br \/>\nWir w\u00fcnschen Ihnen frohe Festtage und ein gl\u00fcckliches, erfolgreiches und gesundes neues Jahr.<br \/>\nMit freundlichen Gr\u00fcssen<br \/>\nIhre Brauerei A. H\u00fcrlimann AG; Die Unterzeichneten, M. H\u00fcrlimann und E. Sp\u00fchler,<br \/>\nIhre Brauerei Uster, P. Bartenstein AG; Die Unterzeichneten, W. Graf und U. Bartenstein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-111.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1212\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-111-255x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 111\" width=\"255\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-111-255x300.jpg 255w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-111.jpg 315w\" sizes=\"(max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-112.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-1213 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-112-248x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 112\" width=\"248\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-112-248x300.jpg 248w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-112.jpg 292w\" sizes=\"(max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1978: H\u00fcrlimann \u00fcbernimmt Uster<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Die Schweizer Brauerei-Konzentration geht weiter! H\u00fcrlimann schluckt Uster! Ein grosses Bier kauft ein kleines Bier! Uster-Bier hat bald ausgesch\u00e4umt! So lauteten die \u00dcberschriften in den Zeitungen, nachdem die Pressemitteilung der Brauerei H\u00fcrlimann verschickt war.<br \/>\n\u00abDie Brau-Industrie wurde, wie alle anderen Branchen auch, von der Rezession betroffen. Der Wegzug von Gastarbeitern als Folge der allgemein schlechten Wirtschaftslage brachte eine massive Verringerung des Konsumentenkreises. Der Verbrauch pro Kopf ist aus verschiedenen Gr\u00fcnden r\u00fcckg\u00e4ngig.<br \/>\nAuch die Brauereien im Ausland haben \u00dcberkapazit\u00e4t. Sie versuchen deshalb, sogenannte \u00dcberkapazit\u00e4tsbiere als <em>\u00abBilligstware\u00bb<\/em> auf die Auslandm\u00e4rkte zu werfen. Diese Importbiere erobern sich auf dem schrumpfenden Schweizer Markt einen zunehmend gr\u00f6sseren Anteil.<br \/>\nAlle Brauereien k\u00e4mpften deshalb mit dem steten R\u00fcckgang im Bierkonsum und steigenden Produktionskosten. Dem Gesetzen von Ursache und Wirkung folgend, hat in der schweizerischen Brauerei-Industrie bereits eine starke Betriebskonzentration stattgefunden. Grossunternehmen zielen darauf ab, dadurch \u00dcberkapazit\u00e4ten abzubauen und durch Rationalisierung Ausf\u00e4lle zu kompensieren. Dieser Trend wirkt sich zwangsl\u00e4ufig zu Lasten mittlerer und kleinerer Brauereien aus. Es ist f\u00fcr die Entwicklung bezeichnend, dass der Marktanteil der zwei gr\u00f6ssten einheimischen Brauereikonzerne, Feldschl\u00f6sschen und Sibra (Cardinal), auf ann\u00e4hernd 50 % angewachsen ist.<br \/>\nMarktstudien haben ergeben, dass die Brauerei Uster mit einem schweizerischen Marktanteil von unter 1 % in unserer Wirtschaftssparte mittel- und langfristig kaum eine \u00dcberlebenschance gehabt h\u00e4tte. Die Produktionskosten liegen gegen\u00fcber den Grossbrauereien eindeutig zu hoch, und notwendige Investitionen verlieren die gesunde Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit.<br \/>\nDie Inhaber der Brauerei Uster haben sich deshalb entschlossen, ihre Aktien an die Brauerei H\u00fcrlimann zu verkaufen.<br \/>\nVoraussichtlich gegen Ende des Braujahres 1977\/78 wird die Bierproduktion in Uster eigestellt. Die Konsumenten werden fr\u00fchzeitig \u00fcber eine Umstellung informiert.<br \/>\nDie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Brauerei Uster und ihrer Tochtergesellschaften sind anl\u00e4sslich einer Betriebsversammlung \u00fcber die \u00c4nderung eingehend informiert worden. Das Personal bleibt in gegenseitiger Absprache weitgehend in den Betrieben weiterbesch\u00e4ftigt oder wird \u00fcbernommen. Soziale H\u00e4rtef\u00e4lle wird es keine geben.\u00bb<br \/>\nDiese Mitteilung l\u00f6ste nat\u00fcrlich in Uster nicht eitle Freude aus. Das Uster Bier hatte Tradition, denn schon 1859 konnte man erstmals in Uster am Ort gebrautes Bier geniessen. Der aus dem T\u00f6sstal stammende Bierbrauer Johann Georg Stahel hatte in einer ehemaligen Sennh\u00fctte an der heutigen Brauereistrasse ein Sudhaus samt K\u00fchlschiff gebaut. Die g\u00fcnstige Lage von Uster als Markt- und Industrieort trug rasch zum Aufschwung der kleinen Brauerei bei. Im Jahre 1887 \u00fcbernahmen vier Br\u00fcder Bartenstein den von J. Georg Stahels Erben gef\u00fchrten Brauereikleinbetrieb. 1906 ging das Gesch\u00e4ft in den alleinigen Besitz von Peter Bartenstein-Guyer \u00fcber. Nach seinem Tode, 1929, erfolgte die Umwandlung in eine Familienaktiengesellschaft.<br \/>\nDie Brauerei Uster, deren Hauptabsatzgebiet im Z\u00fcrcher Oberland lag, wies in den letzten Jahren einen Bierausstoss von gut 30\u2018000 hl aus.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-115.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1216\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-115-229x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 115\" width=\"229\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-115-229x300.jpg 229w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-115.jpg 388w\" sizes=\"(max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-114.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1215\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-114-266x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 114\" width=\"266\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-114-266x300.jpg 266w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-114.jpg 418w\" sizes=\"(max-width: 266px) 100vw, 266px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-113.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1214 size-medium\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-113-244x300.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 113\" width=\"244\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-113-244x300.jpg 244w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-113.jpg 503w\" sizes=\"(max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In der Neuen Z\u00fcrcher Zeitung war zu lesen: \u00a0\u00abMit der Einverleibung der Brauerei Uster setzt H\u00fcrlimann als drittgr\u00f6sster Bierproduzent unseres Landes zu einem \u00abW\u00e4hrschaften Schluck Bier\u00bb von 30\u2018170 hl an; diesen Ausstoss erzielte n\u00e4mlich der Bartensteinsche Betrieb im vergangenen Braujahr, entsprechend einem unter kleinen Schwankungen in den letzten Jahren praktisch konstant gebliebenen Marktanteil von rund drei Viertel Prozent..<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich ist diese \u00dcbernahme wenig erstaunlich; sie f\u00fcgt sich in eine leichte Konzentrationsbewegung ein, die kurz vor der letzten Jahrzehntewende ihren Anfang nahm und auch kaum abgeschlossen sein d\u00fcrfte. Rein betriebswirtschaftlich gesehen gilt die Branche seit je als unterkonzentriert. Die beiden gr\u00f6ssten Gruppen halten gegenw\u00e4rtig einen Marktanteil von gut 49 %, die f\u00fcnf gr\u00f6ssten von knapp 70 % und die zehn gr\u00f6ssten von knapp 87 %. Im Vergleich dazu liefert die Marke H\u00fcrlimann &#8211; also ohne Ausstoss der mehrheitlich beherrschten Brauerei Hof in Will &#8211; trotz \u00abBronzemedaille\u00bb in der Ausstossrangliste lediglich 7,3 Prozent des Gesamtabsatzes; dies ergibt einen Abstand von \u00fcber 12,5 Prozentpunkte zur zweitgr\u00f6ssten Marke.\u00bb<br \/>\nDiese \u00dcbernahme brachte f\u00fcr unseren technischen Betrieb, unsere Verkaufsabteilung, aber auch f\u00fcr unsere kaufm\u00e4nnische Abteilung eine geh\u00f6rige Portion Mehrarbeit.<br \/>\nEs galt, die Bierproduktion aufrechtzuerhalten, bis die Rohstoffvorr\u00e4te aufgebraucht waren. Es galt, mit allen 205 Wirtekunden zu reden und sie davon zu \u00fcberzeugen, dass sie mit der Umstellung auf H\u00fcrlimann Bier gut fahren. Es galt aber auch, Inventare zu erstellen, Waren und Vorr\u00e4te zu bewerten, um den endg\u00fcltigen \u00dcbernahmepreis bestimmen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nManches lief nicht so rund, wie wir es uns vorstellten. Es zeigte sich bald, dass die Firma, die aufgegeben hat, eine eigene Firmenpers\u00f6nlichkeit zu sein, viel und rasch Vertrauen verliert. Arbeitnehmer k\u00fcndigten ihre Stelle und verliessen den Betrieb, obwohl man sie noch dringend gebraucht h\u00e4tte. Bald fehlten die Leute \u00fcberall, und so wurde ganz unprogrammgem\u00e4ss bereits am 22. M\u00e4rz 1978 der letzte Sud in Uster gebraut. Schon vor den Sommerferien konnte kein Uster Bier mehr ausgeliefert werden.<br \/>\nWenn wir so in Uster herumhorchen, stellen wir fest, dass in den Wirtschaften &#8211; ganz besonders am Biertisch &#8211; heute noch von der Brauerei Uster gesprochen wird. Lassen wir doch einen Ustermer selber reden:<br \/>\n\u00abDer Verkauf der Brauerei Uster durch die Familie Bartenstein wurde nicht nur in Uster, sondern auch in weiten Kreisen des Z\u00fcrcher Oberlandes mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Es gab zahlreiche Ustermer, die glaubten, dass die Produktion in Uster weitergef\u00fchrt w\u00fcrde. Viele schimpften lauthals \u00fcber die Verk\u00e4ufer, die in Uster ganz gewaltig an Popularit\u00e4t eingeb\u00fcsst haben. Viele schimpften \u00fcber die Stadt Uster, weil sie meinten, die Stadt h\u00e4tte den Betrieb \u00fcbernehmen sollen. Viele B\u00fcrger finden, dass mit dem Verlust des Brauereigewerbes ein St\u00fcck altes Uster, ja ein Ustermer Wahrzeichen verlorenging.Die sch\u00f6nen Gl\u00e4ser und Kr\u00fcge schm\u00fccken unsere Tische in den Beizen nicht mehr. Sie fehlen uns einfach. Wir waren eben mit unserer Ortsbrauerei eng verbunden. Wir kannten die Leute pers\u00f6nlich, die unser Bier brauten.\u00bb<br \/>\nNach einem tiefen Schluck H\u00fcrlimann Bier f\u00e4hrt mein Ustermer Freund l\u00e4chelnd fort: \u00abJa, ja, es ist schon gut, Euer Bier! Kein Wunder \u00fcbrigens, denn Ihr habt ja jetzt auch unseren Braumeister bei Euch! Ihr seid eigentlich schon recht, aber schade ist es halt doch, dass ein St\u00fcck Uster der Vergangenheit angeh\u00f6rt.\u00bb<\/p>\n<p><strong>1978: Die letzte Flasche Uster Br\u00e4u zu Grabe getragen<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Dass auch der Verlust des Uster Bieres mit Humor getragen werden kann, zeigten einige eingefleischte Uster-Biertrinker Ende Mai 1978. 20 Ustermer in einem <em>\u00abTrauerzug\u00bb<\/em> &#8211; darunter Stadtrat Max Kolb, der bisherige <em>\u00abUster Br\u00e4u\u00bb-<\/em>Besitzer Urs Peter Bartenstein und sein ehemaliger Braumeister Karl M\u00f6sch &#8211; haben von ihrem Bier auf besondere Weise Abschied genommen &#8211; in einem <em>\u00abMinisarg\u00bb<\/em> wurde eine der letzten Flaschen des Uster Br\u00e4u <em>\u00abzu<\/em> <em>Grabe<\/em> <em>getragen\u00bb<\/em>.<br \/>\nIm Areal der Brauerei H\u00fcrlimann kreuzten die M\u00e4nner im schwarzen Traueranzug auf. Alle geh\u00f6rten zur Bierstammtischrunde des Ustermer Hotels Schweizerhof, dessen Wirt Gustav Schmid seine Stammg\u00e4ste dar\u00fcber entscheiden lassen wollte, ob das H\u00fcrlimann Bier als legitimer Nachfolger des <em>\u00abUster Br\u00e4u\u00bb<\/em> akzeptiert werden k\u00f6nnte. Die Nachfolge wurde in einer kunstvoll aufgemachten Urkunde verbrieft, die an H\u00fcrlimann-Direktor Ernst Sp\u00fchler \u00fcbergeben wurde. Das Ende des Ustermer Biers wurde dadurch markiert dass \u00abdie letzte Flasche Uster Br\u00e4u\u00bb von Fritz Jenny, der die \u00abAbdankungsrede\u00bb gehalten hatte, auf den Boden der Brauerei H\u00fcrlimann gesch\u00fcttet wurde &#8211; ein f\u00fcr Biertrinker normalerweise s\u00fcndiger Vorgang.<br \/>\nAus der <em>\u00abAbdankungsrede\u00bb<\/em> m\u00f6chten wir einige Worte festhalten, die von einer innigen Beziehung zum Bier <em>\u00abUster<\/em> <em>Br\u00e4u\u00bb<\/em> zeugen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-116.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1217 \" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-116-300x227.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 116\" width=\"396\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-116-300x227.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-116.jpg 483w\" sizes=\"(max-width: 396px) 100vw, 396px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-117.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1218 alignright\" src=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-117-300x214.jpg\" alt=\"Uster Brauerei 117\" width=\"421\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-117-300x214.jpg 300w, http:\/\/www.usterbr\u00e4u-memorial.ch\/memorial\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Uster-Brauerei-117.jpg 483w\" sizes=\"(max-width: 421px) 100vw, 421px\" \/><\/a><br \/>\n\u00abDer Anlass, der uns heute hier zusammenf\u00fchrt, m\u00fcsste uns eigentlich mit Trauer erf\u00fcllen. Wir haben einen Weggef\u00e4hrten verloren, der viele von uns jahrzehntelang, in guten und schlechten Zeiten begleitet hat. Da aber gerade ihm Lachen und Fr\u00f6hlichkeit immer sehr nahe standen, wollen auch wir seinen Abschied mit echtem Bedauern zur Kenntnis nehmen, gleichzeitig aber seine Natur w\u00fcrdigen und ihm die Ehre erweisen, das Gute in ihm herauszustellen. Er war immer auf Ausgleich bedacht, brachte die Ruhigen zum Sprechen und die Lauten zum Schweigen. Er sch\u00e4tzte den stillen Geniesser genauso wie die fr\u00f6hliche Runde, er war Trost und Aufmunterung zugleich und brachte Sommersonne in die Herzen; auch unter schneeverhangenen Winterwolken.<br \/>\nEr liess Menschen Freunde werden, war Mittelpunkt in politischen Streitgespr\u00e4chen, <em>\u00abLabsal\u00bb<\/em> an heissen Tagen und blieb doch unauff\u00e4llig im Hintergrund, bis man nach ihm rief\u00bb.<br \/>\nWas da gesagt wurde, ist eine Liebeserkl\u00e4rung an alle Biere, und wir hoffen sehr, dass diese Ustermer Stammtischrunde ihre Zuneigung inzwischen auf unser rundes H\u00fcrlimann Bier \u00fcbertragen hat.<br \/>\nWir d\u00fcrfen heute mit Befriedigung feststellen, dass unser Bier seine neuen Freunde gefunden hat. Es liegt nun an uns allen, daf\u00fcr zu sorgen, dass sie ihren Wechsel nie bereuen m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1947: Kurze Beine hatte die Getr\u00e4nkesteuer, aber die Biersteuer blieb Nach der Abwertung des Schweizer Frankens von 1936 und der horrenden Verteuerung der Rohstoffe und Hilfsmaterialien senkte der Bund zumindest die Z\u00f6lle auf Braugerste und Malz geringf\u00fcgig. Gr\u00f6sseren Erfolg hatten 1937 aber die Weinbauer. 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